Verfasst von Thorsten Meiritz am 27.01.08 21:35:00 - 1 Kommentare

Das Beste kommt zum Schluss - Pressekonferenz

Leserwertung (1): 3.0 / 6

Zugeorndete Filme: Das Beste kommt zum Schluss (The Bucket List)

Am Montag, den 21. Januar 2008 fand im Konzerthaus am Gendarmenmarkt in Berlin die Pressekonferenz zur neuen Warner Bros. Komödie "Das Beste kommt zum Schluss"statt. Anwesend waren Regisseur Rob Reiner sowie die beiden Hauptdarsteller Jack Nicholson und Morgan Freeman. Gegen etwa 13 Uhr betraten die Drei sichtlich gut gelaunt den Saal, wo sie mit viel Beifall empfangen wurden. Zunächst wurde Rob Reiner zu den Änderungen des Drehbuchs durch Jack Nicholson befragt. Der Regisseur antwortete darauf, dass Nicholson in jeder Beziehung hilfreich war, denn dieser sei nicht nur ein herausragender Schauspieler, sondern auch ein ausgezeichneter Drehbuchautor und habe somit großen Anteil an dem Drehbuch, besonders im Hinblick auf die komödiantischen Szenen. Reiner und Nicholson arbeiteten bereits zuvor für "Eine Frage der Ehre" zusammen. Durch die ständigen Änderungen bekam Morgan Freeman teilweise noch kurz vor Drehbeginn einen neuen Dialog, was für ihn jedoch kein Problem darstellte. Er fügte dem mit einem Lachen noch hinzu, dass er für die dunkle Seite des Films zuständig gewesen sei.

Nicholson gefiel an der Story besonders die Tatsache, dass es sich nicht um eine seichte Komödie handelte, sondern dass die Herausforderung darin bestand vor einem ernsten Hintergrund komisch zu sein. Zudem wollte er unbedingt einmal mit Morgan Freeman zusammenarbeiten. Daher hatte er sich eigentlich schon für die Rolle entschieden, bevor er das Drehbuch las. Auch für Freeman ging nach eigener Aussage ein Traum in Erfüllung, als er die Chance erhielt mit Reiner und Nicholson gleichzeitig zusammen zu arbeiten. Reiner sagte dazu, dass er es sehr genoss mit den beiden zu arbeiten und es auch keine Schwierigkeiten beim Dreh gab. Er verglich seine beiden Hauptdarsteller mit Tennisspielern, die sich gegenseitig die Bälle zuspielten, wobei einer den anderen stets übertrumpfen möchte. Nicholson ergänzte, dass er immer gern mit Freunden zusammen arbeitet und dies auch gerne wieder tun möchte. Konkrete Pläne bestünden zurzeit aber nicht – Erfolg würde dies jedoch wahrscheinlicher machen.

Dass sie in dem Film zwei Sterbende verkörpern ändere nichts an ihrer eigenen Lebenseinstellung. Sie wüssten, dass sie irgendwann sterben müssen, was hoffentlich nicht zu bald der Fall sein wird, wie die beiden Schauspieler lachend hinzufügten. Ein Film verändere einen nicht so sehr, es ist einfach nur ein Job, bemerkte Nicholson. Außerdem sei es kein Film, der vom Sterben handelt, sondern vielmehr vom Leben.
In dem Film spielen Nicholson und Freeman zwei Männer, die in der Endphase ihres Lebens, die all die Dinge noch erleben möchten, die auf ihrer so genannten "Löffel-Liste" (engl. Bucket List) stehen – dabei handelt es sich um eine Liste mit Dingen im Leben, die man tun will, bevor der "Löffel abgegeben" wird. Auf seine persönliche Liste angesprochen antwortete Freeman: "Sicher habe ich eine, jeder hat doch eine. Diese Liste ändert sich mit der Zeit. Meine Liste hat etwas mit Golf zu tun, sie wissen schon was ich meine (lacht) […] Rob und Jack stehen auch noch auf meiner Liste, allerdings sind sie jetzt weiter nach unten gerutscht."
Nicholson sagte zu seiner Liste süffisant, dass er dies nicht preisgeben könne, denn sonst wären alle seine Freundinnen sauer auf ihn. Er möchte gerne eine letzte große Romanze erleben, er möchte weiterhin gute Filme drehen, er möchte neue Sprachen und auch Kochen lernen – aber eigentlich habe er gar keine Liste; diese Aussage wurde von einem weiteren Lachen des Darstellers begleitet. Rückblickend auf ihr Leben würden weder Nicholson noch Freeman etwas in ihrem Leben anders machen.

Am Abend fand dann im Cinestar am Potsdamer Platz die Premiere zum Film statt, der die drei natürlich auch beiwohnten. Wie üblich flanierten vorab deutsche Stars und Sternchen über den Roten Teppich, bevor die eigentlichen Stars des Abends die Bühne betraten. Trotz ungünstiger Wetterbedingungen säumten zahlreiche Fans den Roten Teppich und harrten im Regen aus, bis die Stars eintrafen. Diese quittierten diese Ausdauer mit zahlreichen Autogrammen. Der Film startete am vergangenen Donnerstag in den deutschen Kinos. Der überaus sympathische Auftritt von Rob Reiner, Jack Nicholson und Morgan Freeman macht Lust auf einen Gang ins Kino.

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  1. Timbo

    Timbo / 20.06.2008 18:08:11

    gehört zu den besseren Filmen Freemans

    und zu den schlechteren von Herrn Nicholson



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