Goodbye Bafana überzeugt durch starkes Schauspielertrio
Den zweiten Wettbewerbsbeitrag am heutigen Tage stellten die Produzenten Andro Steinborn, Ilann Girard, Jean-Luc Van Damme, Drehbuchautor Greg Latter, die Schauspieler Joseph Fiennes, Dennis Haysbert und Diane Kruger, sowie der Regisseur Bille August vor: "Goodbye Bafana". Die Geschichte handelt von dem Südafrika der 6oer Jahre. James Gregory (Joseph Fiennes) wird Gefängniswerter auf Robben Island. Wie auch viele andere sieht er die Schwarzen als Menschen zweiter Klasse an, obwohl er auf einer Farm in der Provinz Transkei aufwuchs und die Stammessprache Xhosa lernte, Mandelas (Dennis Haysbert) Muttersprache. Aus diesem Grund wurde er nämlich auch auf die Insel versetzt: er soll Mandela ausspionieren, doch es entwickelt sich alles ganz anders. Unter dem Einfluss Mandelas ändert sich Gregorys politische Einstellung graduell...
Afrika ist ein Kontinent mit vielen Ländern und vielen verschiedenen Sichtweisen. Für Hauptdarsteller Dennis Haysbert ist es ein wunderbares Land. Für ihn rückt die Welt immer näher, die Neuigkeiten erreichen uns immer schneller. Er hofft, dass die Welt eines Tages einmal eins wird. Die Rolle, die er annahm, bedeutet ihm sehr viel. Zur Vorbereitung auf die Rolle als Nelson Mandela, hat er alles von ihm gelesen, was er finden konnte, sah viele DVDs und hörte sich seine Reden an. Die Transformierung, die er vornahm, war für ihn einfach erstaunlich. Nelson Mandela zu spielen, der voller Liebe für sein Land war und niemals weinte, war echt hart. Er verriet den Journalisten, was er noch niemanden zuvor verriet: Nach den Dreharbeiten ging er nach Hause, nahm sich ein Glas Wein und musste erst einmal weinen. Er verstand nicht, wie dieser Mann die Menschen lieben konnte, die ihn zuvor hassten. Nahezu an jedem Drehtag hatte Dennis einen Akzent-Coach an seiner Seite, aber dann fühlte er sich für die Rolle vorbereitet und so wirkte es am Ende auch.
Für Regisseur Bille August ("Fräulein Smillas Gespür für Schnee") stand, nachdem er das Drehbuch gelesen hatte, sofort fest, dass er diesen Stoff verfilmen wollte. Die Zusammenarbeit mit dem Regisseur war für die deutsche Schauspielerin Diane Kruger eine besondere Ehre. Aber warum fiel die Wahl gerade auf Diane? Bille August sagte, dass er sich selbst eines Abends einmal ein kleines Festival mit den Filmen von Diane gab und er der Meinung war, dass sie überzeugend die Frau von Joseph Fiennes abgeben könnte. Er wollte den Film so organisch und glaubhaft wie möglich gestalten. Dennis Haysbert sagte über seinen Regisseur, dass dieser mit einer guten Seele ans Set kam und er stets versuchte, ihm das gleiche zurückzugeben.
Der Film basiert auf den Memoiren des echten James Gregory. Jean-Luc Van Damme kaufte die Rechte des Buches, das auf Französisch verfasst war, in Belgien. Das Buch ist jedoch nicht in allen Teilen akkurat, da es auch Briefe von Nelson Mandela beinhaltet. Letztendlich wollten die Filmemacher aber keine Biografie herausbringen, sondern einen Spielfilm.
Die Schauspieler konnten leider Gregory nicht mehr zu Lebzeiten begegnen, da er 2003 nach einem langen Kampf gegen den Krebs verstorben war. Das Filmteam traf Gregorys Frau Gloria und seine Tochter Natascha. Diane Kruger, die viele schwere Sätze zu sagen hatte wie "... es ist Gottes Wille, die Menschen zu trennen... " fand, dass Gloria eine wundervolle Frau ist. Sie half ihr dabei den Charakter zu kreieren. Gloria konnte viele schwere Fragen beantworten und Diane entwickelte Sympathien für sie. Die Dreharbeiten waren dann aber doch eine große Herausforderung für sie, da sie zuvor nur Queens und Sängerinnen verkörperte und nie eine Person aus dem realen Leben. Besonders die Spanne in den Jahren bereiteten ihr etwas Kopfschmerzen: sie musste Gloria in den Lebensjahren 28 bis 48 verkörpern.
Herausgekommen ist ein wundervoller Film über eine Freundschaft und die Fürsprache zur Versöhnung. Aus Hass entsprang Brüderlichkeit und daraus resultierte der Aufbruch zu einem Neuanfang. "Goodbye Bafana" ist bis jetzt das Beste, was das Festival in diesem Jahr bieten konnte. Leider startet der Streifen erst am 12. April in unseren Kinos, sonst hätte ich ihn mir gleich noch einmal angeschaut!
Jetzt kommentieren? / 0 Kommentare
Akteulle Nachrichten
-
Neuer Trailer zu Che
-
While She Was Out - Trailer zum neuen Kim Basinger Thriller
-
The Spirit - weiterer Trailer
-
Macht Tim Burton den Dark Shadows-Film?
-
My Bloody Valentine - Poster
-
In the Hand of Dante: Verfilmung mit Johnny Depp?
-
Dark Shadows-Film wieder im Rennen?
-
Street Fighter: neue Chun Li-Bilder online
-
Kevin McKidd in der Thor-Hauptrolle?
-
Sherlock Holmes: Infos zum Bösewicht im Film
