Verfasst von Haiko Kàcserik-Maczek am 22.04.07 22:16:32 - 4 Kommentare

Spider-Man 3

Moviereporter-Bewertung:
  • 5.5/6 Sterne.
Leserwertung (17): 3.76 / 6

Land USA

Genre Action, Komödie

Jahr 2007

Webseite
Trailer

Kinostart: 01.05.2007
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Inhalt

Peter Parker als Spider-Man ist zurück und schwingt sich nun schon zum dritten Mal auf der großen Leinwand durch die Häuserschluchten von New York

Für Peter Parker (Tobey Maguire) alias Spider-Man läuft eigentlich alles wie am Schnürchen. Endlich hat er es geschafft sein Superhelden-Dasein mit seiner großen Liebe zu Mary Jane Watson (Kirsten Dunst) unter einem Hut zu bringen. Alles läuft bestens: Die New Yorker lieben und feiern ihn, die Verbrechenrate scheint gegen Null zu streben und seine Beziehung zu MJ könnte kaum besser sein. Er spielt sogar mit dem Gedanken, sie um ihre Hand zu bitten. Doch der Schein trügt gewaltig, als sich Peters Anzug durch eine schwarze Substanz plötzlich ausnahmslos dunkel verfärbt. Anfänglich setzt der schwarze Anzug ungeahnte Kraftreserven frei, doch er verändert auch Peter. Nicht nur Rachesehnsüchte beherrschen ab sofort seine Gedanken, sein Ego wird immer größer und verändert seinen Charakter maßgeblich. Jene Menschen, die er vom tiefsten Herzen liebt, erkennen ihn nicht mehr wieder und werden durch seinen veränderten Charakter vor dem Kopf gestoßen. MJ fühlt sich immer mehr vernachlässigt und kann den alten, mitfühlenden Peter nirgends mehr in ihm erkennen. Sie findet Gehör bei jemand anderen. Als hätte Peter nicht schon Probleme genug, wird er auch noch im Job von dem Freelancer Eddie Brock (Topher Grace) ausgestochen, der die besseren Fotos von Spidey abliefert. Und zu guter Letzt bekommt die freundliche Spinne aus der Nachbarschaft es noch mit scheinbar unbezwingbaren Schurken zu tun: dem Sandman (Thomas Haden Church) und Venom ... und dann meldet sich auch noch der junge Kobold (James Franco) zurück.

Kritik

Spider-Man is back!

Tobey Maguire kehrt als Peter Parker zurück, um in New Yorks Straßen weiterhin für Recht und Ordnung zu sorgen. Nebenbei versucht er noch das überaus erfolgreiche Einspielergebnis der ersten beiden Teile (1,6 Mrd. US-Dollar weltweit) aufzustocken. Wie auch schon in den ersten beiden Teilen sind Kirsten Dunst als Mary Jane Watson, James Franco als Harry Osborn und Rosemary Harris als Tante May mit von der Partie.

In dem achtiongeladenen dritten Teil der "Spider-Man"-Reihe steht nicht nur die Action im Vordergrund, die charakterlichen Entwicklungen einiger Figuren aus den ersten beiden Teilen werden in erster Linie zu Ende gebracht. Die Liebe zu MJ und die Freundschaft zu Harry Osborn wird wieder aufgegriffen. Die Tiefe der Figuren wächst und sie werden zu komplexen Charakteren. Schließlich muss sich Spider-Man der größten Herausforderung und dem größten Kampf stellen, dem mit sich selbst. In "Spider-Man 3" geht es um Rachegefühle und Vergebung, um Rücksichtslosigkeit und Selbstliebe, aber auch um Edelmud und Hingabe. Als Spider-Man dann populärer denn je ist, ist Peter nicht mehr in dem Maße für Mary Jane da und die Beziehung droht auseinander zu brechen. In den ersten Minuten allerdings läuft für Peter noch alles perfekt. Die Beziehung zu MJ stimmt. Beide sind sich näher als je zuvor und dies lässt ihn auch an eine mögliche Heirat denken. Doch dann überkommt ihm eine schwarze Substanz, die nicht nur seinen Anzug dunkel verfärbt, sondern auch sein ganzes Wesen verändert und der Zuschauer lernt die dunklen Wesenszüge von Spider-Man kennen...

Doch was wäre die spannendste "Spider-Man"-Geschichte ohne nett anzusehende Spezial-Effekte? Die Jungs von Sony Pictures Imageworks setzten mit "Spider-Man" und "Spider-Man 2" bereits 2002 bzw. 2004 große Standards in der Tricktechnik. Es galt nun in einem der größten Blockbuster-Franchises der Filmgeschichte entweder die vorhandenen Technologien auf neue Art und Weise einzusetzen, um dem Zuschauer mit perfekten visuellen Effekten neue fantastische Einsichten liefern zu können, oder etwas zu schaffen, dass noch nie zuvor gesehen wurde. Hinter all dem steckt Visual Supervisor Scott Stokdyk und sein bis zu 250 Mann starkes Team, das einem zweijährigen Prozess dafür durchlaufen musste. Entstanden ist eine perfekte Harmonie von Charakter-Animation und Effekt-Animation. Diese gut funktionierende Kombination war zum Beispiel für den Sandman so überaus wichtig, der erst so zum Leben erweckt werden konnte.

Spider-Mans Gegner

Sandman
Der Sandman gehört zu den klassischen Bösewichtern im Marvel-Universum. Er tauchte zum ersten Mal 1963 in "The Amazing Spider-Man" Nr. 4 auf. Der für einen Oscar nominierte Thomas Haden Church spielt den kompakt muskulösen Flint Marco, einen Einzelgänger, der durch einen Vorfall in seiner Vergangenheit und familiäre Probleme gebrandmarkt ist und deswegen im Gefängnis eine Strafe absitzen muss. Tiefe Trauer spiegelt sich in seinen Augen wieder. Er bricht aus der Haftanstalt aus, um das für eine Behandlung seiner kranken Tochter so dringend benötigte Geld aufbringen zu können. Flint sagt im Film selbst, dass er kein schlechter Mensch ist, sondern, dass er nur schlechte Entscheidungen getroffen hat. Er bricht aus dem Gefängnis aus und stürmt auf ein Gelände, wo gerade wissenschaftliche Tests durchgeführt werden. Dort wird er molekular mit Sand verbunden. Die Geburt des Sandmans ist einer der visuellen Höhepunkte in "Spider-Man 3". Bis zum Schluss weiß man eigentlich gar nicht, ob man gegen den Sandman oder für Flint Marko sein soll. Eine prekäre Situation, die den ganzen Film noch packender macht.

Venom
Topher Grace spielt Eddie Brock, der zunächst zu einer Art Double von Peter Parker wird. Eddie ist ein eloquenter, ambitionierter junger Fotograf, der leger mit den Frauen umgeht. Er kämpft wie Peter um eine Festanstellung beim "Daily Bugle". Als Peter sich von der schwarzen Masse entledigen kann, wandert sie mit den von Spider-Man angenommenen Fähigkeiten zu Eddie und verwandelt ihn in den ebenfalls von den Spider-Man-Fans heißgeliebten Bösewicht Venom, gekennzeichnet durch seine rasiermesserscharfen Zähne und seinem bedrohlich weit aufgerissenen Kiefer. Da dieser Gegner von Spider-Man geprägt ist, weiß er wo Spider-Mans Schwächen sind. Er wird zum ultimativen Gegner, cool und charismatisch. Erstmalig trat Venom in den achtziger Jahren auf, in "The Amazing Spider-Man" Nr. 298.

Grüne Kobold
James France alias Harry Osborne erfuhr am Ende des zweiten Teiles die Wahrheit über den Tod seines Vaters und die geheime Identität von Peter. Eingenommen von den Rachegedanken nimmt er das Erbe seines Vaters an und wird zum neuen Kobold. Dabei frischt er auf der einen Seite das alte Waffenarsenal seines Vaters um den aufgemotzten Sky-Stick auf, bleibt aber auf der anderen Seite den alten Kürbis-Bomben treu. So nimmt er den Kampf gegen Spider-Man auf.

Die dunklen Seiten von Spider-Man
Bei der Ausarbeitung des "bösen" Spider-Mans leistete man ebenfalls begnadete Arbeit: der schwarz gekleidete Spider-Man hebt sich nicht nur optisch von dem rotblau Kostümierten ab, sondern unterscheidet sich auch noch in seiner Motorik. Durch schnellere Bewegungen, gekrümmte Schultern und höher gehobene Ellenbogen wird die aggressivere Haltung des schwarzen Spider-Mans so richtig reflektiert. Er ist der derbere, rauere, waghalsigere von beiden.

Eine weitere Frau in Peter Parkers Leben
In "Spider-Man 3" tritt erstmals Gwen Stacey auf. Bryce Dallas Howard spielt die hübsche Kommilitonin von Peter. Die Fans des Comics wissen genau, dass sie erstmalig 1965 in "The Amazing Spider-Man" Nr. 31 auftrat und schnell Peters erste Liebe wurde. In "Spider-Man 3" schwärmt Gwen für Peter, was neuen frischen Wind in die Beziehung von Peter und MJ bringt. Gwens Vater ist der NYPD-Captain George Stacey, gespielt von James Cromwell. Sie ist es gewohnt dass ein Nahestehender Tag für Tag aus dem Hause geht und sein Leben für andere riskiert, daher resultiert vielleicht auch die Seelenverwandtschaft zu Peter, denn sie ist für ihn nicht unbedingt nur eine Ablenkung von MJ.

Fazit:
"Spider-Man 3" ist ein würdevoller Nachfolger der ersten beiden Teile, vielleicht sogar der Beste. Eine spannend erzählte Geschichte über das Ausreifen der charakterlichen Sonderbarkeiten jeder Figur aus den ersten beiden Teilen und deren verwobenen Beziehungen unter einander, bereichert durch knallharte Action und einem tollen Score. Mit Ausnahme von drei, vier kleinen Sequenzen sind die Spezialeffekte erneut auf dem besten Stand der Technik. Aus dem Teenie-Spider der ersten beiden Teile wurde nun der Superheld, der es mit Venom und Sandman gleichzeitig aufnehmen kann. Über eine Fortsetzung der Reihe wäre ich begeistert!

Jetzt kommentieren? / 4 Kommentare

  1. Feuerfrucht

    Feuerfrucht / 20.02.2008 11:22:33

    Also der 3te war ja mal ziemlich schwach. Es gab zwar wieder schöne Bösewichte, aber viel zu wenig spiderman und viel zu viel Liebesschnulze zwischen Toby und Kirsten. Einfach viel zu wenig Action des Black Suits gesehen und mein liebling Venom hatte ein auftritt von vielleicht 25 min. Hallo Venom ist ne legende im Spidey universum!!!
    Dazu kommt das Venom am Ende stirbt...... no go!


    3 Sternen

  2. Veremar

    Veremar / 20.02.2008 12:34:38

    Kann ich mich nur anschliessen, hatte mehr erwartet, vor allem mehr Action...


    3 Sternen

  3. eddy

    eddy / 20.02.2008 15:25:24

    Fand den ziemlich schwach von Sam Raimi.Der hat wirklich mehr auf'n Kasten.Kann Feuerfurcht nur bestätigen.Das
    Liebes Bla Bla war etwas zu fülle.


    4 Sternen

  4. Kaspian

    Kaspian / 20.02.2008 18:56:31

    Der schlimmste Fehler war das man eine so geniale Figur wie Venom so kurz gebracht hat.
    Ähnlich wie bei Batman und Robin den BANE.


    nicht bewertet


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Spider-Man 3
Sony Pictures Releasing GmbH

Regisseur

Sam Raimi

Schauspieler

Tobey Maguire, Kirsten Dunst, Thomas Haden Church, Topher Grace, Dylan Baker, James Franco, Bryce Dallas Howard, James Cromwell, Rosemary Harris, J.K. Simmons, Bill Nunn, Theresa Russell, Cliff Robertson, Ted Raimi, Daniel Gillies, Elizabeth Banks, Michael Papajohn, Joe Manganiello, Tim De Zarn, Mageina Tovah

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