Mrs. Doubtfire
Inhalt
Ein Film für die Familie, für jeden, der gerne lacht und auch diejenigen, die es eventuell wieder lernen wollen... denn Mrs. Doubtfire macht Spaß - von Anfang bis Ende.Comedyass Robin Williams in einer Familienkomödie, die auch ein wenig traurig ist, bei der die Lachmuskeln jedoch die grösste Rolle spielen - ein ernstes Thema, eingebettet in Dialogwitz und sehr viel mimikreiche Komik.
Daniel Hillard (Williams) ist Stimmenimitator und Vater von drei Kindern - Lydia "Lydie" (Jakub), Christopher "Chris" (Lawrence) und Natalie "Nattie" (Wilson) - sowie Ehemann von Miranda Hillard -Innenarchitektin- (Field). Die beiden Eheleute unterscheiden sich in ihrer Art und Weise, ihr Leben zu gestalten, allerdings in so gravierender Hinsicht, dass es bald zu der, nach Mirandas Meinung längst notwendigen, Scheidung kommt. Daniel hingegen kann diese Wendung nicht verstehen, er fragt: "Wir lieben uns doch... oder nicht?".
Nur ein Beispiel für die verschiedenen Auffassungen bezüglich der Erziehung und der Gestaltung des gemeinsamen Lebens: der Geburtstag von Chris steht an und während seine Mutter "nur" ein paar Geschenke und eine wirklich ansehnliche Torte mit nach Hause bringt, lädt Daniel die Hälfte der Bewohner des städtischen Zoos zu der Geburtstagsparty ein, die Miranda zuvor verboten hatte - konservative Züge treffen auf eher extravagante Ansichten, eine Mischung, die alles andere als gut funktioniert.
Der Film brilliert mit einer wunderbaren Besetzung. Allen voran natürlich Robin Williams, der in Mrs. Doubtfire wieder einmal über sich hinaus wächst (was insgesamt einem Gebirge aus Genialität gleich kommt). Er übernimmt hier eine Doppelrolle, keine einfache Aufgabe, da die zweite Figur weiblich und um einiges älter ist, aber eine Aufgabe, die er perfekter und hinsichtlich der vordergründigen Mimik und Gestik umwerfender nicht meistern könnte. Williams ist prädestiniert für diese beiden Rollen - man nimmt ihm den Familienvater ohne jeden Einwand ab, der von der Trennung seiner Kinder und seiner Frau so sehr gezeichnet ist, dass er sich von seinem schwulen Bruder eine Maske anfertigen lässt, die nicht nur wesentlich älter als er ist, sondern zudem auch unweigerlich weiblich; doch auch unter jener Maske ist Williams vorzüglich humoristisch. Maskenbildner Ve Neill erhielt für seine Leistungen den Oscar.
Regisseur Chris Columbus hatte den Roman Madame Doubtfire von der Autorin Anne Fine als inhaltliche Vorlage.
Vor Gericht erhält Miranda vorerst das alleinige Sorgerecht, was sich allerdings nach einer bestimmten Frist ändert, wenn Daniel eine eigene Wohnung und einen Job aufweisen kann. Hierzu wird ihm die pingelige Social Workerin Mrs. Sellner (Haney) an die Seite gestellt, die ihn immer wieder besucht und die Veränderungen in seinem Leben bewertet... und schließlich Daniels Schwester kennen lernt, Daniels auffallend ältere Schwester aus Groß Britannien, doch als das Thema englischer Tee zu Tage kommt, lösen sich jegliche Zweifel in Luft auf... oder besser in dampfenden Tee.
Doch ich wollte noch das eine oder andere Wort zu den Darstellern verlieren. Robin Williams auf der Pole, das ist logisch, doch dicht gefolgt von dem bekannten James Bond-Darsteller Pierce Brosnan, einem alten Bekannten von Miranda, der sich im Laufe des Films immer weiter in das Leben der Familie drängt... doch auf ganz normale Art und Weise, das hat sich eben sehr psychopathisch angehört. Sally Field macht ihre Sache als spaßbremsendes Elternteil sehr gut, versteht es aber auch, den Umgang mit ihren Kindern und vor allem dem neu gewonnenen Kindermädchen schauspielerisch hervorragend nahe zu bringen. Besonders zu erwähnen wären auch die drei Kinderrollen, von denen ich die kleine Wilson besonders loben möchte. Alle drei spielen wirklich gut, was hinsichtlich ihres Alters bemerkenswert ist, doch die Verkörperung der jüngsten Tochter Nattie ist liebreizend und angenehm belustigend zugleich.
Daniel sieht nur einen Weg, der ihn wieder zurück in das prächtige Anwesen seiner Kinder führt, noch bevor die vom Gericht auferlegte Frist abläuft. Er muss ein Kindermädchen mimen - und so wird er prompt zu Mrs. Doubtfire, dem stacheligen Kindermädchen mit dem beeindruckenden Lebenslauf. Er kehrt in der Verkleidung einer anderen Person zurück zu seiner Familie, schlittert in dem Bemühen, sein eigenes -wahres- Leben wieder in den Griff zu bekommen, ständig in neue Schwierigkeiten und schließlich kommt es nicht nur zu einer bravourös inszenierten Rollentauschszene in einem Restaurant, sondern auch zu der Wahrheit.
Kritik
Mein Fazit fällt in allen Bereichen positiv aus. Die Besetzung ist sehr angenehm gewählt und man hat so ziemlich bei jeder Rolle den Eindruck: ja, das ist der richtige Schauspieler oder die richtige Schauspielerin für diese Figur.Mrs. Doubtfire ist lustig... und das ohne Ende. Wer Filme mit dem brillanten Robin Williams kennt, der weiß, dass er nicht nur einer der besten Schauspieler unserer Zeit ist, sondern auch ein genialer Komiker... ich möchte nur an seine Rede bei den Golden Globes im Jahr 2005 erinnern.
Hinzu kommt die Tatsache, dass die Geschichte in ihrem Kernpunkt natürlich sehr tragisch ist und so erleben wir eine Familiengeschichte, die letztlich, auch wenn dieser Effekt eher beiläufig ist, da es sich im Groben um eine Komödie handelt, jedem ans Herz gehen müsste.
Und so lege ich jedem nahe, sich diesen Film anzusehen. Nicht nur Anhänger der jeweiligen Schauspieler kommen auf ihre Kosten, denn Mrs. Doubtfire hält für jeden etwas bereit.
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Regisseur
Schauspieler
Sally Field, Pierce Brosnan, Harvey Fierstein, Polly Holliday, Lisa Jakub, Matthew Lawrence, Mara Wilson, Robert Prosky, Anne Haney, Scott Capurro, Sydney Walker, Martin Mull, Terence McGovern, Karen Kahn, Robin Williams



Veremar / 22.12.2007 21:58:03
Schäme mich nicht es zu einem meiner Lieblingsfilme zu zählen. Sehr lustig und mit einem überragenden Robin Williams!
5 Sternen
Kaspian / 23.12.2007 03:27:21
Is auch einer meiner Lieblinge...
nicht bewertet