Verfasst von Thorsten Meiritz am 07.01.06 07:08:41 - 4 Kommentare

Fluch der Karibik

Pirates of the Caribbean: The Curse of the Black Pearl

Land USA

Genre Abenteuer, Action, Fantasy, Komödie

Laufzeit: 143

Jahr 2003

Webseite
Trailer

Kinostart: 02.09.2003
Moviereporter-Bewertung:
  • 6.0/6 Sterne.
Leserwertung (12): 5.16 / 6
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Inhalt

Abenteur, Action, Comedy, einige Gruseleffekte, ein perfekter Score und ein Johnny Depp in Hochform, das sind die Zutaten für die bisher erfolgreichste Jerry Bruckheimer Produktion

Irgendwo in der Karibik, Governor Swann (Jonathan Pryce) ist gemeinsam mit seiner Tochter Elizabeth (Keira Knightley), auf der Überfahrt von England nach Port Royal um dort seinen neuen Posten anzutreten. Unter dem Kommando des jungen Captain Norrington (Jack Davenport) verläuft die Überfahrt planmäßig, bis sie auf ein brennendes Schiffswrack treffen und Elizabeth einen leblosen Jungen im Wasser treiben sieht. Der junge wird gerettet und es stellt sich heraus, dass sein Name Will Turner (Orlando Bloom) ist. Elizabeth entdeckt ein goldenes Medaillon mit einem Totenkopf um seinen Hals und nimmt es an sich, aus Angst Will könnte ein Pirat sein und dafür bestraft werden. In der Ferne erblickt sie noch für einen kurzen Augenblick ein geisterhaftes Schiff…

herangewachsen, steht die Acht Jahre später, Elizabeth ist mittlerweile zu einer jungen bildhübschen FrauBeförderung von Captain Norrington an. Zu diesem Zweck lässt der Governor einen neuen Säbel für ihn anfertigen – von Will Turner, der inzwischen ein tüchtiger Schmied geworden ist.

Zur Zeit der Festlichkeiten trifft eine weitere Person auf eigentümliche Weise in Port Royal ein: Es ist der Pirat Captain Jack Sparrow (Johnny Depp), der vorhat ein Schiff der englischen Marine zu kapern. Plötzlich fällt Elizabeth von einer Klippe ins Wasser und als das Medaillon mit dem Wasser in Kontakt kommt geschehen seltsame Dinge: das Wetter ändert sich schlagartig und ein Sturm zieht auf. Sparrow rettet Elizabeth vor dem Ertrinken und wird zum Dank als Pirat in Ketten gelegt. Zwar gelingt ihm für kurze Zeit die Flucht, jedoch nur bis sich Will ihm in den Weg stellt. Sparrow wird erneut verhaftet und eingekerkert.

In der Nacht wird Port Royal wie aus dem Nichts unter Feuer genommen: Im Hafen liegt die "Black Pearl", unter dem Kommando des berüchtigten Captain Barbossa (Geoffrey Rush). Auf dem Schiff und der Crew lastet ein Fluch, sie sind eine Meute von Untoten die wie magisch von Elizabeths Medaillon angezogen wird. Sie wird von den Angreifern verschleppt.
zusammen und macht sich auf die Will, der seit geraumer Zeit in Elizabeth verliebt ist, tut sich mit Jack SparrowVerfolgung der "Black Pearl", aber auch Sparrow hat ein Interesse an dem Schiff…

Kritik

Wie bereits in der Einleitung erwähnt ist "Fluch der Karibik" der bislang erfolgreichste Film des Erfolgsproduzenten Jerry Bruckheimer. Das Budget des Films von 140 Millionen $ und die zusätzlichen Marketingkosten von nochmals 40 Millionen waren hervorragend angelegt, denn der Film spielte sage und schreibe knapp 654 Millionen $ weltweit ein. Damit war "Pirates of the Caribbean: The Curse of the Black Pearl" der vierterfolgreichste Film des Jahres 2003. Den Durchbruch in der Filmbranche schaffte Bruckheimer 1984 gemeinsam mit seinem damaligen Partner Don Simpson mit "Beverly Hills Cop". Es folgten viele weitere Blockbuster, unter anderem "Top Gun" (1986), "Bad Boys I & II" (1995, 2003), "The Rock" (1996), "Armageddon" (1998), "Pearl Harbor" (2001), "King Arthur" (2004) und zuletzt "Das Vermächtnis der Tempelritter" (National Treasure) (ebenfalls 2004) – diese Aufzählung könnte noch ausführlicher ausfallen und wird bestimmt in naher Zukunft fortgesetzt, denn für die Jahre 2006 und 2007 sind zwei weitere Fortsetzungen zu "Fluch der Karibik" geplant, mit den selben Hauptdarstellern und der selben Crew – wir warten gespannt. Außerdem ist Bruckheimer in Amerika als erfolgreicher Fernsehproduzent tätig. Zu seinen Arbeiten gehört beispielsweise die auch bei uns populäre "CSI" Reihe.
auch die Die Story zu "Fluch der Karibik", sowie einige der Charaktere basieren auf einem gleichnamigen Walt Disney Themenpark. Dort fand am 28. Juni 2003Weltpremiere des Films statt. Bereits Anfang der 90er Jahre legten die beiden Drehbuchautoren Ted Elliot und Terry Rossio den Verantwortlichen von Disney die Idee zum Film nahe, jedoch wurde sie abgelehnt. Der Originaltitel des Films sollte eigentlich genau wie der Themenpark einfach nur "Pirates of the Caribbean" lauten. Der Zusatz "The Curse of the Black Pearl" wurde jedoch in der Hoffnung, dass der Film ein durchschlagender Erfolg wird und ein Sequel produziert werden kann, hinzugefügt.
Für die Regie wurde Gore Verbinski erregte er mit dem amerikanischen Remake des japanischen verpflichtet. Er trat 1997 zum ersten Mal mit der Komödie "Mäusejagd" (Mousehunt) in Erscheinung, in der sich alles um einen kleinen Nager dreht, der mit allen Mitteln sein Heim verteidigt. AufsehenHorrorfilms "The Ring" im Jahr 2002. Dank "Fluch der Karibik" hat er sich endgültig in der Riege der Top-Regisseure etabliert. Er wurde wie bereits erwähnt von Bruckheimer für die beiden kommenden Fortsetzungen zum Film verpflichtet. Der 39-jährige Verbinski war vor seinem Engagement als Regisseur der Gitarrist einer Punk Band, ein waschechter Quereinsteiger also.
Betrachtet man die schauspielerische Leistung, so ragt besonders Johnny Depp mit seiner grandiosen Darstellung des Captain Jack Sparrow heraus. Depp selbst sagt über seine Rolle, dass er durch den zuvor abgedrehten Film "Wenn Träume fliegen lernen" (Finding Neverland) zu seiner Interpretation von Jack Sparrow inspiriert wurde. In besagtem Film spielt er den Autor und Erfinder der Romanfigur "Peter Pan". Depp erhielt 2004 auch eine Oscarnominierung für seine Performance als ständig betrunken wirkender Piratenkapitän; leider verlor er das Rennen gegen den ebenfalls hervorragend agierenden Sean Penn ("Mystic River"). Die Goldzähne die Depp im Film im Mund hat ließ er sich extra von seinem Zahnarzt implantieren.
Ihm zur Seite stehen die aufstrebenden jungen Talente Orlando Bloom und Keira Knightley, obwohl, kann man bei Orlando Bloom noch von einem aufstrebenden Talent sprechen? Er wurde direkt aus der Schauspielschule heraus als Legolas für die "Der Herr der Ringe" (The Lord of the Rings) Trilogie verpflichtet, über den alles überragenden Erfolg der Filme muss ich an dieser Stelle wohl nicht mehr sagen. Außerdem arbeitete Bloom bereits 2001 für "Black Hawk Down" mit Producer Jerry Bruckheimer zusammen. Ferner spielte er den Paris in Wolfgang Petersens "Sandalenepos" "Troja" (Troy) und demnächst ist er in "Königreich der Himmel" (Kingdom of Heaven) in einem weitern Monumentalfilm zu sehen. Er spielte in seiner noch kurzen Karriere also fast nur in Erfolgsproduktionen mit.
Keira Knightley erregte erstmals mit ihrer Rolle als Doppelgängerin von Königin Amidala in "Star Wars: Episode I" aufsehen. Danach folgten einige Independent-Produktionen wie zum Beispiel "The Hole" aus dem Jahr 2001, oder die Culture-Clash Komödie "Kick It Like Beckham" (Bend It Like Beckham) (2002). Mit "Fluch der Karibik" schaffte sie dann endgültig ihren Durchbruch in Hollywood. Bruckheimer verpflichtete sie daraufhin gleich noch für seine folgende Produktion "King Arthur". Demnächst wird die erst 20-jährige Britin in dem Mystery-Thriller "The Jacket" in den Kinos zu sehen sein. Während einer Nachtaufnahme zu "Fluch der Karibik" kenterte ihr Boot und sank. Mit ihr an Bord waren ihre Mutter und der Steuermann – alle kamen mit dem Schrecken davon.
Die Rolle des Bösewichts Barbossa wird von dem australischen Charakterdarsteller Geoffrey Rush verkörpert. Der von der Theaterbühne kommende Rush ist eigentlich eher für kleinere Produktionen bekannt.
In weiteren Nebenrollen sind die beiden britischen Schauspieler Jonathan Pryce und Jack Davenport zu sehen. Davenport wurde in Großbritannien durch die Comedyserie "Coupling" (lief eine Zeit lang auf Pro 7) zum Star. Pryce erlangte wohl durch seine Rolle des Bösewichts Elliot Carver in "James Bond: Der Morgen stirbt nie" (Tomorrow Never Dies) größte Bekanntheit.
Abschließend möchte ich noch auf den grandiosen Score von Klaus Badelt eigehen. Er trifft zu jeder Minute des Films den perfekten Ton, egal ob es sich um dynamische Actionsequenzen oder um ruhige eher romantische Passagen handelt. Badelt erhielt das Engagement zu "Fluch der Karibik" durch seinen Freund und Kollegen Hans Zimmer, der den Score produzierte. Ursprünglich war Alan Silvestri als Komponist vorgesehen, daher taucht dieser auf einigen Postern auch noch offiziell auf.
Für den zweiten und dritten Teil will Hans Zimmer selbst die Musik komponieren, also wenn überhaupt noch jemand den Score von Badelt toppen kann, dann er!

Fazit: Ich selbst habe "Fluch der Karibik" mehrmals im Kino gesehen, sowohl auf deutsch, als auch in der Originalversion. Der Film ist für mich durch und durch gelungen und bietet alles was ein unterhaltsamer Actionfilm bieten sollte. Die Szene, in der Jack Sparrow im Hafen von "Port Royal" eintrifft zählt für mich zu den besten des Films und hat das Potential ein Klassiker der Filmgeschichte zu werden: perfekte Einstellung, perfekte Musik, eine lustige Szene und ein unvergesslicher Johnny Depp! Bruckheimer gelingt es mit diesem Film das Piratengenre neu aufleben zu lassen.
So, um nun wirklich definitiv zum Schluss zu kommen gibt’s wieder einmal noch einen kleinen DVD-Tipp von mir. Ich persönlich bin in Besitz der 2-Disc Special Edition aus Amerika, die in einem schön gestalteten Pappschuber daherkommt. Mittlerweile gibt es allerdings sogar eine 3-Disc Special Edition des Films, mit der "Verschollenen Dritten Disc", vollgepackt mit neuen Specials zum Film. Aber auch die zweier Variante hat schon eine Menge zu bieten: neben einer DTS-Tonspur (die US-Version bietet sogar THX), natürlich die üblichen Kommentare zum Film von Cast und Crew, viele geschnittene Szenen, verpatzte Szenen und jede menge Hintergrunddokumentationen zum Film, sowie einen DVD-Rom Teil. Also wer diesen Film nicht sein Eigen nennt ist selbst Schuld!

Jetzt kommentieren? / 4 Kommentare

  1. mye

    mye / 10.12.2007 22:00:57

    WAS FÜR EIN FILM!! das ist die messlatte des fun-blockbuster-kinos, besser geht es es nicht!!


    6 Sternen

  2. Nightwalker

    Nightwalker / 11.12.2007 09:04:21

    Der beste Teil der Reihe. Die anderen waren ja wirklich nichts.


    nicht bewertet

  3. Veremar

    Veremar / 11.12.2007 17:51:17

    Ganz eurer Meinung! Toller Film,witzig und spannend, die Fortseztungen kommen da leider nicht ran.


    nicht bewertet

  4. mye

    mye / 12.12.2007 12:24:39

    das wiederum würde ich nicht unterschreiben, zumindest auf das erste sequel bezogen, denn den 2. teil finde ich ebenso gut wie den ersten (oder fast, ich bin mir nicht sicher) - der dritte war dann leider eine enttäuschung, weil die erwartungen so enorm hoch waren und es zu viele dinge gab, die mich gestört haben


    6 Sternen


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