Verfasst von Rusmin Terzic am 01.06.07 17:45:22 - 4 Kommentare

Ocean's 13

Moviereporter-Bewertung:
  • 3.5/6 Sterne.
Leserwertung (15): 3.93 / 6

Land USA

Genre Crime, Komödie, Thriller

Laufzeit: 122

Jahr 2007

Webseite
Trailer

Kinostart: 07.06.2007
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Inhalt

Klappe, die Dritte: Ocean’s Bande ist zurück! Der Coup steigt wieder dort, wo sich die Elf heimisch fühlt, nämlich in Las Vegas.

Danny Ocean (George Clooney) und seine Jungs können sich nur einen einzigen guten Grund vorstellen, den ehrgeizigsten und riskantesten Casino-Coup aller Zeiten in Angriff zu nehmen: Sie müssen einem der Ihren beistehen. Doch diesmal brauchen sie mehr als nur Glück, um "Die Bank" zu sprengen.

Der skrupellose Casino-Besitzer Willy Bank (Al Pacino) hätte sich nie träumen lassen, dass seine Chancen denkbar schlecht stehen: Er hat nämlich Danny Oceans Freund und Mentor Reuben Tishkoff (Elliott Gould) übers Ohr gehauen – jetzt liegt der verzweifelte Reuben im Krankenhaus, sein Zustand ist kritisch.

Bank hat sich allerdings verrechnet. Einen von Oceans Original-Elf hat er zwar ausgeschaltet, aber die übrigen nicht. Und die haben jetzt ein gemeinsames Ziel. Sie wollen es Bank heimzahlen – genau an jenem Abend, an dem er seinen größten Triumph feiern will: die Eröffnung seines neuen Casinos, das passenderweise "Die Bank" heißt.

Oceans Männer entwickeln eine zweigleisige Strategie. Zunächst werden sie ihn finanziell ruinieren, indem sie das Prinzip auf den Kopf stellen, dass das Casino immer gewinnt. Doch dabei geht es nur um Geld. Der K.o.-Schlag soll ihn dort treffen, wo es am meisten wehtut: Als einziger Hotelier genießt Bank den Ruf, dass jedes seiner Hotels mit den fünf Diamanten des Royal Review Board ausgezeichnet worden ist.

Ein komplizierter Plan – die Durchführung ist gefährlich und praktisch unmöglich... doch wenn es um einen der Ihren geht, gibt es kein Zurück.

Kritik

Der Schauplatz des Verbrechens fand wieder in der größten Entertainment-Hauptstadt der Welt statt - in Las Vegas. Die architektonische Gestaltung des Bank-Casinos in dem Film ist  von der Ästhetik her ein Meilenstein gewesen, wobei sie eher einem asiatischen Stil entsprach.

In den ersten Minuten von Ocean’s Thirteen wird dem Zuschauer deutlich gemacht, worum es in diesem Film geht: Der unverbesserlicher Dieb Rusty Ryan (Brad Pitt) führt gerade einen neuen delikaten Coup in Valencia durch. Kurz bevor er den Safe knacken will, erhält er einen Anruf von Danny, der ihm vom Gesundheitszustand Reubens berichtet. Rusty zögert keine Sekunde, lässt sich die Beute entgehen und fliegt sofort nach Las Vegas. Diesmal geht es weder um Geld noch um ihre Ehre. Primär handelt der dritte Teil von der Rache am Casino-Besitzer Willy Bank, weil er Reuben bei einem Geschäft in die Pfanne gehauen hat.

Die Rolle des skrupellosen und tyrannischen Mr.Bank ist auf Al Pacino aufgrund seiner früheren Filmrollen perfekt zugeschnitten. Dennoch erweckt er mit dem brachialen Mr.Bank keinen so furcht erregenden Einfluss auf die Zuschauer wie in den alten Tagen als sizilianischer Mafiaboss. Selbst ein Egozentriker wie Willy Bank weiß, dass er auf die Hilfe anderer angewiesen ist. Er braucht wie jeder große Boss einen Menschen an seiner Seite, dem er vertrauen kann. Abigail Sponder (Ellen Barkin) gilt als Banks rechte Hand, die mehr als ehrgeizige Managerin fungiert als eine gelangweilte und schüchterne Assistentin.

Der Coup beinhaltet diesmal die Sprengung des Casinos, indem sie durch gezielte Manipulationen das Prinzip „Die Bank gewinnt immer“ auf den Kopf stellen sowie den Klau einer Halskette mit fünf lupenreinen Diamanten, die einen geschätzten Wert von 250 Mio Dollar hat. Leider kommt dieser Coup beim besten Willen nicht an die Vorigen heran. Es ist zwar recht interessant zu sehen, wie es die Bande mit technischen Mitteln schafft, das Spiel zu manipulieren. Im Gegensatz dazu  ist dieser Streich schlicht und einfach gehalten worden. Dem Coup fehlt jegliche Genialität von Oceans Eleven, wo es die Gruppe geschafft hat, mit trickreichen Methoden den Tresor leer zu räumen. Des Weiteren fragt man sich, wo die Überrauschungsmomente geblieben sind, die die früheren Filme so ausgezeichnet haben. Auch der Raub des Tiffany-Colliers mit den 5 Diamanten ist auf einer Art und Weise präsentiert worden, die alles andere als raffiniert und pfiffig war.

Der Diebstahl des Diamantenschmucks gehörte eigentlich nicht zum Plan der Gruppe. Doch aufgrund eines unvorhersehbaren finanziellen Engpasses bei der Planung mussten die Gauner einen Geldgeber bei der Planung auftreiben. Eigentlich dürfte Terry Benedict (Andy Garcia) wohl der Letzte sein, den Danny Ocean um Hilfe bitten würde. Terry und Willy verdienen ihr Vermögen auf die gleiche Art und sind langjährige Rivalen. Aus diesem Grund hat Benedict ganz persönliche Gründe gehabt, Bank eins auszuwischen. Andy Garcia hat mit der Rolle des unbarmherzigen Terry Benedict wieder einmal bestätigen können, dass er die Rolle eines fiesen und sarkastischen Casino-Besitzers optimal umsetzen kann. Dementsprechend hat ihn Sonderbergh auch im dritten Teil wieder mit eingebaut.

Sehenswert sind vor allem wieder die linguistischen, semantischen und komischen Dialoge der Charaktere. Hier sorgen insbesondere die Hauptdarsteller Danny und Rusty mit ihren geistreichen, verwirrenden und komischen Kommunikationsformen für ein breites Grinsen und Lachen beim Publikum. Leider sind hier im Vergleich zu den vorigen Oceans Filmen die Dialoge mit Linus (Matt Damon) ein wenig zu kurz gekommen. Da Linus mehr Verantwortung bei der Planung und Durchführung übernommen hat und nicht mehr so blauäugig zu Werke ging, wurde er nicht mehr so häufig von Rusty und Danny auf die Schippe genommen. Dennoch finden sich einige Szenen, wo man sich das Schmunzeln nicht verkneifen kann.

Fazit: Wer hohe Erwartungen in den Film gesetzt hat und sich wieder einen genialen Coup der Truppe wünscht, wird ein wenig enttäuscht sein. Liebhaber geistreicher und komischer Dialoge kommen bei diesem Film wieder voll auf ihre Kosten. Ocean’s Thirteen ist eine unterhaltsame Gaunerkomödie, die leider nicht an die Vorgänger herankommt. In diesem Sinne, viel Spaß mit Danny & Co.


Jetzt kommentieren? / 4 Kommentare

  1. Rusty

    Rusty / 09.12.2007 12:17:12

    Der mit Abstand schlechteste Film der Oceans Trilogie. Fragwürdig war auch die Rolle von Francois Toulour alias Nachtfuchs. Während er in Oceans 12 zu den besten und interessantesten Akteuren gehört hat, fragt man sich, wieso er in 13 nur so einen kurzen und lächerlichen Auftritt bekommen hat. Ich denke, Oceans 13 hätte viel besser abgeschnitten, wenn der Nachtfuchs ein Hauptbestandteil des Filmes wäre.


    3 Sternen

  2. mye

    mye / 09.12.2007 14:37:55

    ich hätte es blöd gefunden, hätte der nachtfuchs eine größere rolle bekommen, denn die hatte er nun mal im zweiten schon, warum also nochmal? sicher, er war definitiv cool im 2. teil, aber ich konnte mit dem mini-auftritt im dritten ganz gut leben und fand den wohl auch allgemein gesehen besser als viele andere, die meisten sind ja eher enttäuscht - dennoch ist es wohl der schwächste der trilogie, ja


    4 Sternen

  3. Kaspian

    Kaspian / 14.12.2007 23:36:54

    Er machte mehr Spass wie Teil 2, kommt aber nieee an Teil eins Ran


    nicht bewertet

  4. Rusty

    Rusty / 17.12.2007 18:18:03

    @ kaspian: du findest ocenas 13 besser als 12? warum das?


    3 Sternen


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