Verfasst von André Gabriel am 29.03.05 00:00:00 - 5 Kommentare

Training Day

Moviereporter-Bewertung:
  • 4.5/6 Sterne.
Leserwertung (14): 5.0 / 6

Land USA, Australien

Genre Action, Crime, Thriller

Laufzeit: 120

Jahr 2001

Webseite
Trailer

Kinostart: 06.12.2001
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Inhalt

Ein einziger Tag in Los Angeles wird für einen Polizeineuling zu einer unvergesslichen Erfahrung, die ihm eine Seit der Polizeiarbeit offenbart, von der er zuvor wenn überhaupt nur gehört hat - nach dem morgendlichen Kaffee beginnt der Training Day.

"Du musst dich entscheiden, ob du ein Wolf oder ein Schaf bist" - nach diesem Motto, das sich eher wie ein Leitsatz verhält, richtet der erfahrene Drogenfahnder Alonza Harris (Washington) seinen Arbeitsalltag. Lederjacke, statussymbolträchtige Goldkette, ganz in schwarz gekleidet und ein aufgemotztes Auto (das übrigens schwarz ist)… so das Äußere, und all das, was sich im Drumherum befindet, von Harris.

Wer ist sein Gegenspieler? Jake Hoyt (Hawke) fuhr jahrelang Streife. Nun ist der große Tag gekommen, sein Tag, der Tag, an dem sich die Brücke zu einem anderen Karriereufer errichten könnte.
Als Hoyt am frühen Morgen erwacht, sitzt seine Frau neben dem Bett und gibt Geräusche von sich, die entfernt an eine Kuh erinnern. In ihrem Arm liegt das erste Kind des glücklichen Paares und wird von der lächelnden, scherzenden Mutter gestillt. Regisseur Antoine Fuqua (The Replacement Killers, Tränen der Sonne) möchte uns -dem Zuschauer- ein gesundes Familienleben präsentieren. Als Einleitung sozusagen. Als Hintergrundinformation doch eher, die uns den gesamten Film über nicht aus dem Kopf gehen und besonders dem Schluss noch einmal eine spezielle Würze verleihen soll.

Hoyt steht also auf, er ist nervös, freut sich aber auf den bevorstehenden Tag, der sein Leben und das seiner Familie verändern kann… in finanzieller Hinsicht, in berufsaufsteigender Hinsicht. Tja, und schließlich auch in einer gewissen "darüber-sollte-ich-nochmal-nachdenken"-Hinsicht, denn was wie ein fast normaler Tag beginnt, entpuppt sich als eine Herausforderung für den eventuell neuen Fahnder, die sowohl moralisch als auch menschlich äußerst prägnante Züge annehmen wird.

Für die Rolle des Bilderbuch-Bad-Cops erhielt Denzel Washington den Oscar im Jahr 2002 für die beste männliche Hauptrolle. Nun ja, Washington ist gut, wirklich gut, das wissen wir ja auch bezüglich seiner anderen Filme (Ausnahmezustand, John Q, u.a.), doch reicht das für einen Academy Award? Ich sage nein und schaue in diesem Zusammenhang vor allem auf die sonstigen Nominierungen, wo ich eher einen Russell Crowe (für A Beautiful Mind) oder Sean Penn, der meiner Meinung nach für nahezu jede Rolle ausgezeichnet werden sollte, (in Ich bin Sam) entdecke. Außerdem war auch Ethan Hawke nominiert -in a supporting role- und hätte die Trophäe dann mindestens ebenso verdient.

"Du hast zwei Beutel. Such dir einen aus… und bezahl die Rechnung" ist nur einer der vielen wirklich guten Sprüche von Alonza Harris. Der Film lebt unter anderem von seinen Dialogen, was aufgrund der Tatsache, dass die beiden Cops die meiste Zeit zusammen unterwegs sind, auch nicht sehr verwunderlich ist. Aber es funktioniert eben. Immer wieder streut Harris seine die Polizeiarbeit revolutionierenden Sprüche ein und zeigt denn auch gleich in harter Praxis, was er soeben in der Theorie gemeint hat. Sagen wir mal, er hat etwas andere Methoden, um zu erreichen, wonach ihm der Sinn ist. Und diese Methoden brechen mitunter die eine oder andere Regel… ja sogar das Gesetz. So beginnt der Training Day für Jake Hoyt mit einer ordentlichen Ration Crack, die er buchstäblich rauchen soll, denn sein Vorgesetzter Harris hält ihm prompt eine Knarre an die Schläfe und stellt mal soeben eine neue Bedingung für die Aufnahme in sein fragwürdiges Team.

Hoyt lässt immer wieder den Moralapostel -in den Augen von Harris- heraushängen und versucht anfangs, sich gegen die rüden Mittel zu widersetzen, die sein Trainer an den sonnigen Tag legt. Doch die Argumente, die zudem von amateurphilosophischen Inhalten gespickt sind, reichen meist aus, um Hoyt wieder in den schwarzen Wagen mit den glänzenden Felgen zu bringen - bis es am Abend, als der Tag zu Ende geht, zum finalen Showdown kommt, der bestimmte Abläufe des vergangenen Training Days miteinander verknüpft und in ein anderes Licht rückt.

Kritik

Der Film ist gut, das kann ich definitiv und bedenkenlos sagen. Die Schauspieler sind gut, da stelle ich Denzel Washington und Ethan Hawke auf eine Ebene (in einer Nebenrolle sehen wir auch Eva Mendes, die im Jahr 2005 dann in der Komödie Hitch an der Seite von Will Smith in einer Hauptrolle zu sehen ist). In weiteren kleinen Rollen sind die Musiker Snoop Dogg, Dr. Dre und die Musikerin Macy Gray zu sehen.
Der Tagesablauf geht stilsicher und in einem angenehmen Bogen über die Bühne (oder besser über die Leinwand) und das Verhältnis von Action und Dialogen ist stimmig. Somit ist Training Day ein Film, den man sich auch ansehen sollte, wenn man kein Fan von diesem Genre ist, und definitiv ansehen muss, wenn man sich für diese Art von Film interessiert. Gutes Unterhaltungskino mit zwei richtig guten männlichen Darstellern.

Jetzt kommentieren? / 5 Kommentare

  1. Rusty

    Rusty / 17.12.2007 18:31:49

    kann ich nur jedem weiter empfehlen. ein wirklich guter film.


    5 Sternen

  2. ThorriZ

    ThorriZ / 18.12.2007 14:53:50

    definitiv ein richtig guter film. denzel washington hat den oscar vollkommen zurecht für seine rolle als korrupter cop verdient!


    5 Sternen

  3. Veremar

    Veremar / 18.12.2007 18:44:31

    Guter Film mit überragender Leistung von Denzel Washington. Sehr empfehlenswert!


    5 Sternen

  4. stallone

    stallone / 18.12.2007 19:32:45

    wenn denzel washington einen film dreht, dann liegt die wahrscheinlichkeit bei 90%, dass der gut wird!


    nicht bewertet

  5. Kaspian

    Kaspian / 18.12.2007 23:54:19

    Denzel kann halt alles...


    nicht bewertet


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