Aviator
The Aviator
Inhalt
The Aviator, Unterhaltung von der ersten bis zur letzten Minute, eine Filmbiographie, ein wahrer Anwärter auf den allseits begehrten Academy Award in der Rubrik "Bester Film" (inzwischen entschieden, Anm. d. Autors), The Aviator, ein großer Erfolg von Regisseur Martin Scorsese, ein Meisterwerk mit Starbesetzung.Wer war Howard Hughes?
Die amerikanische Ikone Howard Hughes war ein Grenzgänger zwischen Psychose und amerikanischem Traum. Er lebte zwei Leben, die sich gegenseitig bedingten. Zum einen war da das Leben des Genies, des jungen Milliardärs, der seine zahlreichen Interessen unter einen Hut bekommen wollte... und bereit war, alles dafür zu setzen. Zum anderen, und dieser Teil war die bekannte Kehrseite der Medaille, sollte Howard Hughes die Folgen seines vielseitigen, umworbenen Lebens kennen lernen.
Howard Hughes -Milliardär, Visionär, Filmemacher, Geschäftsmann, Frauenheld, Flugzeugliebhaber- welche Titel man ihm auch zuweisen mag, so war er doch immer ein Mann, der sich durchsetzen wollte, der seinen Interessen Nahrung gab und ihnen den Weg aus seinen Gedanken in seine Welt mit unendlichem, teils übermütigem Fleiß ebnete.
Der exzentrische Howard Hughes fand in Leonardo DiCaprio einen mehr als würdigen Schauspieler, der es wusste, sein darstellerisches Können in einer Bandbreite zu offenbaren, das es ihnen als eine wunderbare Idee erscheinen wird, den nächsten Flieger nach Los Angeles zu nehmen, die Oscartrophäe für den besten männlichen Schauspieler zu stehlen (und wenn sie schon einmal so weit gekommen sind, dann schnappen sie sich auch gleich den, auf dessen Etikett "Bester Film" steht), um dem Schauspieler das goldene Männchen persönlich zu überreichen. Wer dachte, dass Leonardo DiCaprio in der Person von Jack Dawson (Titanic, USA 1997) seine prädestinierte Rolle erhalten hatte (vielen weiblichen -und auch einigen männlichen- Fans wird dies sicher so ergehen), der sollte sich nun eines besseren belehren. Leonardo DiCaprio ist Howard Hughes -in diesem Fall muss man das einfach so polemisch sagen.
Der Film beginnt mit den Dreharbeiten zu Hughes` Kriegsfilm Hell`s Angels. Und glauben sie mir, wenn ich ihnen sage, dass dieser Film Aufsehen im Hollywood des frühen 20. Jahrhunderts erregen wird; ob nun in positiver oder in negativer Hinsicht. Nur so viel: Filmliebhaber werden besonders diese ersten Minuten von The Aviator genießen und Scorsese dafür danken, eine gelungene Einleitung gefunden zu haben. Es macht einfach Spaß, Howard Hughes zu beobachten, wenn er in der Spirale aus Erfolgssucht und Perfektionismus gefangen ist.
Was geschieht dann? Gelingt es dem Regisseur, die Dramatik in Hughes` Leben durch eine Prise anzudeuten, um sie dann zu entfalten. Ich sage: ja. Und verleihe Martin Scorsese an dieser Stelle einen persönlich auserwählten Oscar für die wirklich angenehme Tatsache, dass The Aviator erst einmal nur Spaß macht. Ich denke hier zum Beispiel an eine Szene, in der Hughes -selbstbewusst und auf eine Art und Weise, die sie zum Schmunzeln bringen wird- mit einer Gruppe altgediegener Filmherren über eine revolutionäre Kameraausstattung debattiert... und an Hughes` anschließende Reaktion. Seine idealen Vorstellungen und das Engagement, das er in die Umsetzung steckt, sind einfach grandios... bis er irgendwann den Gipfel erreicht, auf dem er sich mit der eigenen Psyche konfrontiert sieht.
Unbedingt erwähnt werden sollte auch Cate Blanchett, die mit der Rolle der berühmten Katharine Hepburn eine ebenso hohe Hürde zu überwinden hatte wie Leonardo DiCaprio. Nur unter uns: Sie kam nicht ins Wanken. Ja wirklich, sie hat jede Hürde bravurös bewältigt.
Der Film kapselt sich dann erst einmal von dem Filmemacher Howard Hughes ab und belichtet das Leben des Flugzeugliebhabers Hughes. Wir erhalten Einblicke in seine erste, seine unangefochtene Leidenschaft, die zu, na sagen wir mal, einer großen Sache wird, um es vorsichtig auszudrücken. Aber eines kann ich verraten: Es geht um eine Menge Geld... und auch um Menschenleben.
Meiner Ansicht nach ist das Geheimnis des Films darin zu sehen, dass er trotz seiner Länge nicht überflüssig wird. Es gibt kaum Szenen, deren Ende man sich herbeiwünscht; in Anbetracht der vielen Minuten, die der Film umfasst, eine große Kunst. Einzig und allein am Schluss wäre es möglicherweise angebracht, sich über die Länge zu unterhalten... doch nur in umgekehrter Weise. Eine Frage an diejenigen, die den Film gesehen haben: War der Abspann nicht eine große Überraschung, sogar ein minimaler Schockeffekt (ein Stilmittel, das eher in anderen Genres zu finden ist)? Nein mal ganz ehrlich, und auch wenn mich viele für die folgenden Worte würgen werden (diejenigen, die die Pause im Film nicht für die Toilette, sondern für Popcorn- oder Getränkenachschub genutzt haben), hätte Scorsese nicht auch noch einige Minuten ranhängen können? Keine Frage, er ist gut, der Schluss von The Aviator, nur kommt er eben ein wenig zu plötzlich... hinterlässt aber zumindest keine offenen Fragen.
Kritik
Ein Fazit? Ich denke, die vorangegangenen Sätze spiegeln meine Wertung eindeutig wider. Und für diejenigen, die an dieser Stelle dennoch ein abschließendes, in kurzen und belehrenden Worten eingebettetes, Fazit lesen wollen, gerne: The Aviator ist überaus sehenswert. Hey, gehen sie ins Kino und schauen sie sich diesen Film an (oder eben auf DVD, wenn es mittlerweile zu spät ist).Zum Abschluss noch einige Fakten: Am 17. Januar erhielt Leonardo DiCaprio den Golden Globe für die beste männliche Hauptrolle in der Kategorie "Drama". Am selben Abend gewann The Aviator den Preis für das beste Filmdrama. Leider ging Regisseur Martin Scorsese wieder einmal leer aus. Gut, ich möchte die Kompetenz des erfahrenen Mr. Eastwood (gewann den Golden Globe für die beste Regie für "Million Dollar Baby" in der Kategorie "Drama") keineswegs niederreden (sicher nicht), ich denke nur, dass Scorsese es auch einmal verdient hätte. Aber da ist ja noch die andere Preisverleihung in Los Angeles. Und an diesem Abend wird es für The Aviator um elf Oscars gehen, und unter anderem auch für die beste Regie. Also, wir sind gespannt (inzwischen entschieden, Anm. d. Autors).
The Aviator, ein Muss (wieder diese Polemik).
Jetzt kommentieren? / 9 Kommentare
Regisseur
Schauspieler
Leonardo DiCaprio, Cate Blanchett, Kate Beckinsale, John C. Reilly, Alec Baldwin, Alan Alda, Ian Holm, Danny Huston, Gwen Stefani, Jude Law, Adam Scott, Matt Ross, Kelli Garner, Frances Conroy



Kaspian / 23.12.2007 03:33:57
Ich wusste nach dem Film viel über Flugzeuge, doch das wars aber auch...
nicht bewertet
stallone / 23.12.2007 10:01:29
ich wollte mir den noch anschauen, aber anscheinend lohnt sichs doch nicht oder?
nicht bewertet
Veremar / 23.12.2007 19:40:13
Fand den Film auch nicht gerade ein Muss, eher langweilig...
3 Sternen
Gambit521 / 04.01.2008 20:41:14
Das der Oskar reif war habe ich mir nicht vorstellen können nachdem ich den Film gesehen habe
nicht bewertet
Kenny / 16.02.2008 21:55:59
Ich hatte mehr erwartet, besonders von Scorsese und DiCaprio. Stellenweise ermüdend und zu lang
6 Sternen
Jigsaw / 23.04.2008 22:36:21
Oh ja der Film war sehr anstrengend umsmal so zu formulieren,aber die ganze Ausstattung und Aufmachung des Film fand ich sehr gelungen.
3 Sternen
Jigsaw / 23.04.2008 22:36:28
Oh ja der Film war sehr anstrengend umsmal so zu formulieren,aber die ganze Ausstattung und Aufmachung des Film fand ich sehr gelungen.
3 Sternen
Xylon / 19.05.2008 13:09:34
Mein Komentar?
Eher dürftig.... Ehrlich, hat mir nciht gefallen.... VIEL ZU LANG!
3 Sternen
Gambit521 / 23.07.2008 03:00:00
Ein Film mit Flugzeugen kann ich auch gleich King Kong schauen
nicht bewertet