Walk The Line
Inhalt
Eine Chronik des Lebens von Musiklegende Johnny CashWir schreiben das Jahr 1968. Im Folsom Staatsgefängnis ist alles bereit für den großen Auftritt. Die Gefangenen klatschen im Rhytmus, stampfen mit den Füßen und die Band auf der Bühne fängt an zu spielen. Man wartet. Man wartet auf den großen Star, der hier im Gefängnis ein Konzert geben soll, das in dieser Form noch niemand gewagt hat. Man wartet auf "The Original Man in Black". Auf Johnny Cash (Joaquin Phoenix). Doch der steht hinter der Bühne und lässt sein Leben Revue passieren….
Angefangen in den harten Zeiten, als Vater Ray (Robert Patrick) seine Familie mit eiserner Hand zusammenhielt und der kleine Johnny mitsamt seinem Bruder mithelfen musste, die Familie finanziell über Wasser zu halten. Um die Last des Tages loszuwerden hört sich Johnny allabendlich seine Lieblingssängerin, die kleine charismatische June Carter, im Radio an. Die Beziehung zu seinem Vater verschlechtert sich noch mehr, als Johnnys Bruder tödlich verunglückt und Vater Cash die verheerenden Worte "sie haben mir den falschen Sohn genommen" ausspricht. Von da an scheint es für Vater und Sohn keine Rettung mehr zu geben.
Jahre später wird Johnny in die Armee eingezogen, er träumt von einer Karriere als Musiker und heiratet Vivian (Ginnifer Goodwin). Von seinem Vater immer noch mit Verachtung gestraft, will sich der junge Mann mit Verkaufsjobs über Wasser halten, scheitert jedoch kläglich. Erst als er ein kleines Tonstudio entdeckt und mit seiner "Band" eine CD aufnehmen darf, scheint sich das Blatt zu wenden. Zusammen mit damals noch relativ unbekannten Sängern wie einem gewissen Elivs Presley, einem Roy Orbison oder einem Jerry Lee Lewis geht´s auf Tournee und die erste Begegnung mit seiner heimlichen Liebe June Carter (Reese Witherspoon), die sich mit ihm auf Tournee befindet, bringt Cash in Wallung.
Der Rest ist fast Geschichte: Der Aufstieg des Johnny Cash ist unaufhaltsam und mit dem Ruhm, dem Erfolg und den kreischenden Fans kommen (wie könnte es anders sein) auch die Probleme. Groupies werden vernascht und Pillen geschluckt. Das, und seine ewige Schwärmei für June Carter, treiben den meist schwarz gekleideten Sänger immer tiefer in den Abgrund und somit weg von seiner Familie und seinen Kindern.
Als die Ehe mit Vivian schließlich gänzlich in die Brüche geht steht Johnny vor dem Ende seiner Karriere. Einzig seine große Liebe June kann ihm da noch raushelfen. Doch dafür muß sie erst mal ihre eigenen Dämonen besiegen.
Kritik
Regie führt James Mangold ("Identity", "Durchgeknallt"), der auf der Grundlage der Cash-Biografie "Man in Black" und "Cash – The Autobiography" auch das Drehbuch schrieb.Sein Film entstand in siebenjähriger Vorbereitungszeit in enger Zusammenarbeit mit Johnny Cash und June Carter Cash, die bis zu ihrem Tod 2003 involviert waren.
Das Beeindruckenste am Film ist, dass Phoenix und Witherspoon alle Lieder selbst singen.
Schon lange haben Fans von Johnny Cash auf eine würdevolle Verfilmung des Lebens ihres Idols gewartet.
Nun endlich wagte sich Regisseur James Mangold an die große Aufgabe und hat diese mit Bravour bewältigt. Rechtzeitig für den Oscar 2006 mit fünf Nominierungen bedacht und bereits mit Golden Globes für Hauptdarsteller und Darstellerin und bestes Musical ausgezeichnet.
Johnny Cash kennt jeder. Spätestens wenn man den "Ring of Fire" ansummt, fällt der Groschen. Aber darüber hinaus wusste ich beispielsweise wenig über ihn.
Das hat sich durch den Film jetzt komplett verändert.
"Walk the Line" schafft es dem Zuschauer die Lebensgeschichte von Legende Cash zu erzählen ohne auch nur eine Sekunde langweilig zu sein. Anders als bei anderen Musikerfilmen stützt sich der Film nicht nur auf seinen Star alleine, sondern wird in erster Linie als Liebes- und Leidensgeschichte zwischen Johnny und June erzählt.
Ihre Chemie ist es, die den Rhythmus des Films ausmacht und ihre gemeinsamen Gesangseinlagen kommen einfach sensationell rüber.
Gladiator Bösewicht Joaquin Phoenix ist in seiner Performance kaum zu toppen. Er schwitzt wie Johnny Cash, singt wie er, bewegt sich und verkörpert den großen Mann mit Respekt und Liebe. Als perfektes Pendant ist Reese Witherspoon besetzt. Anders als in anderen Rollen schafft sie es, einen Charakter zu erschaffen, den der Zuschauer sofort ins Herz schließt. Mein großes Lob an sie ist, dass sie ihre Niedlichkeit, die man aus "Natürlich blond" und Co. kennt, ablegt und somit eine Ernsthaftigkeit und Echtheit an den Tag legt, dass es von jetzt an Pflicht ist, sie als große Schauspielerin zu sehen.
Natürlich kommt auch die Musik nicht zu kurz. Wer auf Sixties Rock´n Roll steht, wird hier kaum sein Bein ruhig halten können.
Ich habe nach dem Film das große Bedürfnis verspürt mir sofort den Soundtrack zu kaufen.
Fazit: "Walk the Line" ist großes Kino mit großartigen Darstellern, das einem die Legende Johnny Cash ganz nahe bringt.
Jetzt kommentieren? / 6 Kommentare
Regisseur
Schauspieler
Joaquin Phoenix, Reese Witherspoon, Ginnifer Goodwin, Robert Patrick, Dallas Roberts, Dan John Miller, Larry Bagby, Shelby Lynne, Tyler Hilton, Waylon Payne, Shooter Jennings, Sandra Ellis Lafferty, Dan Beene, Clay Steakley, Johnathan Rice, Johnny Holiday, Ridge Canipe, Lucas Till, Carly Nahon, McGhee Monteith, Wyatt Entrekin, Hailey Anne Nelson, Kerry Dorsey, Delaney Marie Keefe, Victoria Hester, Deborah Rawlings, James DeForest Parker, James Keach, Davielle Boyce, Alan Gardner, Danny Vinson, Dave McPhail, Bob King, Natalie Canerday, Rhoda Griffis, Jeff Bailey, Ross Harkins, J.D. Evermore, Helen Ingebritsen, J. W. Williams, Shane Bowen, Tim Ware, Dolan Wilson, J. Allen Scott, Clare Johnson, Micheal Ingersal, Carter Thrower, J.P. McNeely, Brian Deas, Glenda Pannell, Amy Kudela, Tracee Miller
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Veremar / 09.12.2007 16:24:22
Sehr guter Film mit guten Schauspielern. Joaquin Phoenix überzeugt als Johnny Cash.
5 Sternen
Kaspian / 09.12.2007 19:11:12
Schade das Phoenix nicht mit dem Oscar ausgezeichnet wurde...
nicht bewertet
ThorriZ / 10.12.2007 14:10:32
das sehe ich genauso. gut das resse witherspoon wenigstens einen bekommen hat:)
6 Sternen
mye / 18.12.2007 12:42:39
ja kann ich nur zustimmen, ich hätte ihm die auszeichnung auch gegönnt/ für ist das sogar ein film, den ich meine top-liste aller zeiten packe: einfach ein streifen, den ich immer wieder schauen kann, wird wohl nie langweilig oder so... genial, das muss ein richtig guter film erreichen
6 Sternen
Zoidberg / 23.04.2008 21:50:25
Johnny Cash machte gute Musik weshalb ich auch sehr gehofft habe, dass der Film ihn nicht runterzieht. Aber denkste, sehr cooler Film und auch die Musikszenen gut umgesetzt.
5 Sternen
Jigsaw / 23.04.2008 22:20:06
Sehr gelungenes Profil eines umstrittenen Stars
nicht bewertet