Verfasst von Sebastian Stumbek am 15.01.06 18:52:58 - 2 Kommentare

A History of Violence

Moviereporter-Bewertung:
  • 4.0/6 Sterne.
Leserwertung (11): 4.0 / 6

Land USA

Genre Drama, Thriller

Laufzeit: 96

Jahr 2005

Webseite
Trailer

Kinostart: 13.10.2005
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Inhalt

Wenn das Leben einer Kleinstadtfamilie zum Alptraum wird

Coffeeshop-Wirt Tom Stall (Viggo Mortensen) lebt glücklich und zufrieden mit seiner Frau, der Anwältin Edie (Maria Bello), und ihren beiden Kindern in der Kleinstadt Millbrook/Indiana. Doch eines Abends wird die Familienidylle gestört: Zwei brutale Räuber überfallen Tom im Coffeeshop. Er erkennt die Gefahr rechtzeitig und bewahrt seine Kunden und Freunde vor dem Schlimmsten, indem er die beiden gesuchten Mörder in Notwehr erschießt. Weil Tom daraufhin als Held gefeiert wird, steht sein Leben plötzlich Kopf – das Ereignis löst einen landesweiten Medienrummel aus. Tom fühlt sich im Blitzlichtgewitter allerdings überhaupt nicht wohl – er möchte sein normales Leben weiterführen. Doch dann erscheint der geheimnisvolle Carl Fogarty (Ed Harris) in Millbrook. Er bedroht Tom, weil er ihn für einen Mann names Joey hält, mit dem er schon lange abrechnen will. Tom versucht Fogarty zu erklären, dass eine Verwechslung vorliegt. Und er wehrt sich, um seine Familie zu schützen.

Kritik

A History of Violence ist nach dem Film Spider vor 3 Jahren David Cronenbergs neueste Regiearbeit. Um A History of Violence, ein psychologisches Drama/Thriller, nach seinen Vorstellungen zu kreieren, wünschte sich Cronenberg unbedingt Viggo Mortensen und Mario Bello für das Ehepaar Stall und wollte schon immer mal mit Ed Harris und William Hurt zusammenarbeiten. „Eine bessere Besetzung könnte ich mir nicht vorstellen. Hier geht es um sehr ernsthafte Darstellerleistungen, die Schauspieler engagieren sich intensiv in ihrer Arbeit, vertiefen sich in ihre Figuren“, so Cronenberg.

Und Cronenberg hat wirklich gute Arbeit geleistet mit der Wahl seiner Darsteller. Besonders Viggo Mortensen (Aragorn aus Herr der Ringe) kann hier zeigen, dass er ein wirklich erstklassiger Charakterdarsteller ist. Er spielt die Rolle des tragischen Helden Tom Stall, der durch glückliche Umstände 2 Mörder überwältigen kann, wodurch sein zuvor ruhiges Leben aus den Fugen gerät. Dabei geht er einen grossen charakterlichen Wandel durch, was Viggo Mortensen wirklich sehr gut gelungen ist dies glaubhaft darzustellen. „Er hat nicht nur Starcharisma, sondern eine Reihe anderer Qualitäten, die ihm in meinen Augen die Fähigkeit verleihen, eine sehr komplexe Rolle zu spielen. Ich schätze es, wenn sich jemand wie er in jedes winzige Detail verbeißt. Viggo arbeitet sehr konzentriert, feilt wie besessen an Kleinigkeiten, an Toms Körpersprache, Ausdrucksweise und Kleidung. Es ist wirklich sehr beeindruckend, ihn bei der Arbeit zu beobachten und mich mit ihm auszutauschen“, erzählt der Regisseur. Cronenberg berichtet, dass die beiden sich nach zwei Wochen intensiver Arbeit wie Brüder fühlten. Auch Mario Bello, die seine Frau Edie Stall spielt, durchläuft einen grossen Persönlichkeitswandel. Anfangs die gelassene, glückliche Ehefrau, macht sie durch die bedrohlichen Ereignisse auch auf schauspielerisch überzeugende Weise eine Wendung durch. Des Weiteren fallen in den Nebenrollen natürlich noch Ed Harris und William Hurt positiv – wenn auch nur kurz – auf.

Hauptaugenmerk liegt bei A History of Violence, eine interessante Geschichte zu erzählen. Dies ist dem Film auch an sich ganz gut gelungen, allerdings nicht perfekt. Man hätte einfach noch mehr aus der Geschichte rausholen können, sie noch besser inszenieren können. Vor allem die grosse Überraschung – ohne diese an dieser Stelle zu verraten – die man den ganzen Film über erwartet, verläuft dann ernüchternder als man denkt. Wenn man den Trailer zuvor gesehen hat kann man sich das meiste erst recht schon vorher denken. Schade eigentlich, denn A History of Violence hat hierbei einiges an Potential verspielt, zu vorhersehbar ist er aber letztlich geworden.

Wie der Name schon verrät, geht es in dem Film auch um Gewalt. Nun darf man sich keinen Actionfilm vorstellen, aber wenn es wirklich mal hart auf hart im Film kommt, dann geht es schon recht brutal zur Sache. Nicht nur einmal wird man Knochen lautstark knacken hören oder Blut und Innereien spritzen sehen.

Die Musik von Oscarpreisträger Howard Shore (der auch den Soundtrack zur Herr der Ringe – Trilogie komponierte), hat auch hierbei wieder gute Arbeit geleistet. Es dominieren eher ruhigere Klänge im Film, die die Dramatik und Spannung nochmals verstärken.

Fazit: Schauspielerisch steht A History of Violence auf einem sehr hohem Niveau. Der Film erzählt eine spannende und dramatische Geschichte, die den Zuschauer vielleicht fesseln, aber nicht gross überraschen wird. Da wäre einfach noch mehr möglich gewesen, so dass der Film zwar recht gut, aber nicht überragend geworden ist. Anschauen lohnt sich aber trotzdem allemal.


Jetzt kommentieren? / 2 Kommentare

  1. Jigsaw

    Jigsaw / 08.04.2008 18:33:09

    Spannend und Viggo Mortensen überzeugt in der Rolle obwohl ich finde das seine Mimik sehr eingeschränkt ist es scheint manchmal so als giebts bei ihm nur einen Gesichtausdruck.


    4 Sternen

  2. Gambit521

    Gambit521 / 23.07.2008 02:43:13

    Der Typ schaut immer so und seine Filme werden auch nicht besser ausser der Letzte Vielleicht da spielt er einen Russen da braucht er keine Mimik ....SCHERZ


    nicht bewertet


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