Die Chroniken von Narnia: Der König von Narnia
The Chronicles of Narnia: The Lion, the Witch & the Wardrobe
Inhalt
Eine spektakuläre Reise in die PhantasieEine Sache erstmal vorweg: Um diesen Film genießen zu können, braucht man als Erwachsener unbedingt die Fähigkeit sich gänzlich in seine Kindheit zurück fallen zu lassen. Dann erlebt man diesen Film wie einen Besuch in Disneyland: mit staunenden großen Augen.
Worum es geht:
Völlig untypisch für ein Märchen beginnt der Film mit einem Bombenangriff über London.
Die vier Geschwister Peter, Edmund, Susan und Lucy werden von ihrer Mutter zum Onkel aufs Land geschickt, um sie vor den Grausamkeiten des Krieges zu bewahren. Obwohl im Haus des Professors strenge Regeln herrschen, flüchten sich die Kinder gleich in ihre Spiele. Beim Verstecken im Wandschrank findet Lucy, die Jüngste, den Zugang in eine fremde Welt: Narnia.
Dort trifft sie auf Mr. Tumnus, den scheuen Halbmenschen, dessen untere Hälfte die einer Ziege ist und wird von ihm in die Geheimnisse von Narnia eingeweiht. Die Bewohner des Zauberlandes leiden unter einem Fluch der bösen weißen Hexe Jadis, die das Land in eine unerbittliche Eislandschaft verwandelt hat. Dieser Bann kann nur durch Menschenhand gebrochen werden, so lautet es in der uralten Prophezeiung.
Wieder zurück in der menschlichen Welt schenken die Geschwisters Lucy´s verrückter Geschichte keinen Glauben, bis auch sie nach Narnia gelockt werden.
Unterstützt vom rechtmäßigen Herrscher, dem weisen und mystischen Löwen Aslan, entdecken die vier Kinder ihre eigene Stärke und führen Narnia und seine Bewohner in eine spektakuläre Schlacht, die das Schicksal des Landes bestimmen wird.
Kritik
Hintergrund:Als Vorlage zum Film diente der erste Teil der fantastischen Buchreihe von C.S. Lewis „Die Chroniken von Narnia“, die hierzulande zwar kaum jemand kennt, weltweit jedoch über 100 Mio. mal verkauft wurde. Besonders in England und Amerika erfreuen sich die Geschichten rund um das Land Narnia und seine Bewohner größter Beliebtheit. Es war also höchste Zeit für eine Kinoadaption des Stoffes. Bei der Suche nach einem geeigneten Regisseur, der das Mammutprojekt leitet, zogen die produzierenden Disneystudios beinahe jeden der ganz Großen in Hollywood in Betracht. Völlig überraschend fiel die Wahl dann auf Andrew Adamson, der mit den Animationsfilmen „Shrek“ und „Shrek 2“ riesige Erfolge feierte. Obwohl er niemals zuvor einen Realfilm inszeniert hatte, vertrauten sie ihm diese schwierige Aufgabe an.
Positiv:
Der Film ist für mich ein grundlegend gelungenes Werk, wenn man in der Lage ist, ihn mit kindlichen Augen zu sehen.
Phänomenal ist das Casting, denn alle Darsteller sind in ihren Rollen überzeugend. Hervorzuheben ist die erst zehnjährige Georgie Henley, die in ihrer ersten Filmrolle eine Natürlichkeit an den Tag legt, dass die erste halbe Stunde des Films vollkommen ihr gehört.
Auch bei den Geschwistern habe ich, im Vergleich beispielsweise zu den „Harry Potter“ Kindern , die emotionale Glaubwürdigkeit nie in Frage stellen müssen. Bei den erwachsenen Darstellern sticht Independent-Ikone Tilda Swinton heraus, die ihrer Rolle als böse Hexe Jadis eine eisige Kälte verleiht, die man bis in den Kinosessel spürt.
Der Film bleibt in seiner Umsetzung der literarischen Vorlage nicht nur gerecht und treu, sondern führt das Narnia Universum durch eine exzellente Kamera-Arbeit und liebevolle Animation geradewegs ins Herz des Zuschauers. Auch Komponist Harry Gregson-Williamson vermag es durch seine magisch-gefühlvolle Filmmusik einen begleitenden Klangteppich zu kreieren, der unaufdringlich die Ereignisse anspornt, sie aber niemals überbettet.
Regisseur Adamson ist es mit Blick auf die FSK gelungen, die Geschichten selbst in der großen Schlacht vollkommen unblutig zu erzählen. Es ist sein großer Verdienst, dass es dem Film trotzdem nie an Schärfe fehlt.
Negativ:
Das einzig negative am Film ist, dass er bewusst auf die Zielgruppe „Kinder“ schielt und somit einige Jungendliche und Erwachsene nicht ansprechen wird, die auf actionlastige und härtere Stoffe stehen. Für die ganz Kleinen ist „Narnia“ meiner Meinung nach nicht geeignet, denn für sie ist er dann doch zu brutal.
Fazit:
„Der König von Narnia“ ist ein „Familienfilm“, wie ich ihn mir besser nicht wünschen kann. Die Kinder werden sich sofort in die zahlreichen Fabelwesen verlieben und für die Erwachsenen ist er eine Reise zurück in die Magie der Kindheit. Meine Empfehlung: in englischer Originalversion anschauen
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Regisseur
Schauspieler
Georgie Henley, William Moseley, Skandar Keynes, Anna Popplewell, Tilda Swinton, Rupert Everett, James McAvoy
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Kaspian / 01.12.2007 18:41:42
Für einen Narniafan wie mich ging damals ein Traum in erfüllung..Schade das der Film nicht in der Royaledition ins Kino kam.
6 Sternen
mye / 10.12.2007 16:54:27
für mich als fantasy-fan ebenso :-) aber dann die riesen enttäuschung... schade schade, man hatte sich so viel erhofft und zumindest ich wurde leider nur enttäuscht vom ersten teil
2 Sternen
Jigsaw / 08.04.2008 09:19:50
Ich kenne die Bücher leider nicht muß aber sagen das mir der Film sehr gut gefallen hat,im ersten Teil ist es immer schwierig eine Bewertung abzugeben weil man letztendlich alles im ganzen betrachten muß und der erste Teil hat immer die undankbare Aufgabe die Geschichte den Leuten näher zu bringen,es müssen viele Facts untergebracht werden damit man den weiteren Teil dementsprechend folgen kann.
5 Sternen
Steffen / 08.04.2008 12:34:30
War unterm Strich kein schlechter Film, obwohl ich im Freundeskreis zuvor anderes gehört habe. Bei dem Kampf am Ende hatte ich aber immer den Eindruck, dass da nur eine Handvoll Leute/Tiere kämpfen, wirkte also irgendwie "klein".
Da hat mir ein wenig die, ich weiß nicht wie ichs sagen soll, gewaltige Größe oder Atmosphäre (?) aus HDR oder anderen Filmen mit Massenschlachtszenen gefehlt.
5 Sternen
Gambit521 / 23.07.2008 04:39:15
Hoffe die Fortsetzung wird besser :-)
nicht bewertet