Verfasst von Frank Neumann am 08.12.05 01:36:49 - 6 Kommentare

King Kong

Moviereporter-Bewertung:
  • 6.0/6 Sterne.
Leserwertung (16): 4.75 / 6

Land Neuseeland

Genre Abenteuer, Action

Laufzeit: 188

Jahr 2005

Webseite
Trailer

Kinostart: 14.12.2005
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Inhalt

Der berühmteste Affe der Welt verliebt sich in eine Frau und läuft Amok

Carl Denham (Jack Black) ist ein erfolgloser Regisseur im New York der 30er Jahre, dessen Bosse ihm gerade die Unterstützung für seinen neuesten Film gestrichen haben. Gegen ihren Willen setzt er seine Arbeit fort und kapert bei Kapitän Englehorn (Thomas Kretschmann) ein Schiff um mit seinen Crewmitgliedern auf der unentdeckten Insel Skull Island zu filmen. Mit im Gepäck hat er Schauspielerin Ann Darrow (Naomi Watts) und Schriftsteller Jack Driscoll (Adrian Brody), die ihm helfen sollen seine Vision zu verwirklichen. Doch ihre Ankunft auf der Insel gestaltet sich nicht ganz nach Drehbuch, denn wie aus dem Nichts taucht plötzlich eine Horde wildgewordener Eingeborener auf, die Anne verschleppen, um sie einer ominösen Gottheit aufzuopfern. Diese Gottheit stellt sich als riesiger Menschenaffe heraus, der auch schon bald Gefallen an der hübschen Blondine findet. Anfangs noch als Marionette benutzt, schafft es Ann jedoch langsam das Herz des Riesen zu gewinnen. Währenddessen macht sich auch die Crew auf die Suche nach Ann. Angeführt von Jack, der mehr als nur Teamgeist für Ann an den Tag legt, muss sich die Gruppe einer Reihe von grausamen Gefahren stellen. Der vom Erfolg getriebene Regisseur Carl wittert beim Anblick "King Kong´s" fette Beute, mit der er seinen mittlerweile verpatzten Film noch retten kann.

Kritik

Hintergrund:
-In allererste Linie will Jackson seinen Film als Homage an den Original King Kong Film aus dem Jahre 1933 verstanden wissen, war dieser Film doch der Grund für ihn überhaupt erst im Filmgeschäft einzusteigen. Eigentlich wollte Jackson den Stoff schon 1996 neu verfilmen, aber damals war es an der Finanzierung gescheitert. Nun endlich hat er sich aber doch seinen langersehnten Traum erfüllt und deshalb ist es auch nicht verwunderlich dass sein Film doppelt so lang ist wie das Original. Für seine Arbeit erhielt er übrigens die höchste Gage, die je einem Regisseur ausgezahlt wurde: 20 Millionen Dollar.
-Fay Wray, die im Original die Rolle der Ann spielte hätte fast einen Gastauftritt im Film gehabt. Aber leider ist sie kurz vor Beginn der Dreharbeiten verstorben. So ist der Film, wie im Abspann ersichtlich, auch ihrem Andenken gewidmet.
-Kenner des Originals werden mehr als ein Dutzend liebevolle Nachahmungen entdecken.
-Zwei Monate vor seinem Fertigstellung des Films wurde aufgrund von Meinungsverschiedenheiten der Komponist Howard Shore (Herr der Ringe) durch seinen Kollegen James Newton Howard ersetzt.

Kritik:

"Wow" war das erste, was ich nach Verlassen des Kinos dachte.

Regisseur Peter Jackson ist nach der "Herr der Ringe" Triologie ein weiteres Meisterwerk gelungen. Mit seiner Fassung von "King Kong" hat er einen Film geschaffen, der vor Abenteuer, Action, Humor und Tragik nur so überborstet. Das ist gleichzeitig auch die einzige Kritik, die man dem Film geben kann: dass er von allen Zutaten etwas zuviel besitzt. Aber diese Kritik ist wirklich nur denjenigen vorbehalten, die bei allen Filmen etwas zum Meckern finden.

"King Kong" nimmt sich sehr viel Zeit um seine Charaktere erst einmal vorzustellen und ihre Motivationen glaubhaft zu machen. Es dauert über eine Stunde bis man King Kong zum ersten Mal zu Gesicht bekommt. Manch einem dürfte dies zu lange vorkommen, aber genau diese Zeit braucht Peter Jackson auch, damit man die Chance bekommt die Figuren richtig kennenzulernen.

Ein großes Lob geht damit an die Darsteller, allen voran Naomi Watts. Schon lange habe ich im Kino keinen Frauencharakter mehr gesehen, der so viel körperliche Arbeit zu tun hat wie hier. Ann schreit, rennt, klettert, rutscht , stürzt und fliegt, dass es einem fast schon selber in den Knochen schmerzt. Ihre Emotionen, derer sie viele im Film hat, sind immer forciert und niemals aufgesetzt. Adrien Brody´s Rolle Jack ist leider nicht dem Können des Schauspielers angemessen, das heißt dass er hier eher unter Wert verkauft wird und keine wirkliche Chance hat zu glänzen. Zwar liefert er eine routinierte Darstellung ab, aber sein Charakter ist nunmal leider nicht interessant genug. Jack Black, bislang eher für seine Komödien bekannt, beweist dass er auch ernste Rollen spielen kann, obwohl auch seine Rolle recht eindimensional daherkommt. Zu erwähnen sind außerdem noch Tom Hank´s Sohn Colin (der seinem Vater wie aus dem Gesicht geschnitten ist) und "Billy Eliott" Star Jamie Bell, die laut Drehbuch zwar nicht viel zu tun haben, aber doch einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Vom visuellen Aspekt ist "King Kong" reich an tollen, zuvor nie dagewesenen, gut entwickelten CGI Effekten, die aber manchmal doch etwas zu übertrieben und geballt wirken. Die Kreatur King Kong selber ist dank der Effektschmiede von Peter Jackson's eigener Firma WETA (Herr der Ringe, Die Chroniken von Narnia) meisterhaft animiert und modelliert. Andy Serkis (a.k.a. Gollum, der für diese Rolle extra Gorillas bei einer Expidition in Afrika beobachtete) hat beim Motion Capturing (er stand Pate für die Mimik des Menschenaffen) eine erneut oscarverdächtige Arbeit geleistet, die King Kong menschlicher und gefühlvoller wirken läßt als manche seiner menschlichen Kollegen.

Inhaltlich hat King Kong eine ganze Menge von Sequenzen die man so schnell nicht wieder vergessen wird. Das beste an diesem Film ist vielleicht, dass er für Jeden etwas zu bieten hat. Action Fans werden mit den zahlreichen "Run and Hide" Aktionen zwischen Urzeitwesen und Menschen bedient und Romantiker haben bei mehr als einer Szene ein Taschentuch dringend nötig. Denn besonders gegen Schluss leidet man mit dem Menschenaffen, und dass ein virtueller Charakter eine solche Gefühlregung ausruft, ist ein großer Verdienst für Jackson.

Fazit:
"King Kong" ist ein überlebensgroßer Blockbuster, der sämtliche andere Filme seiner Art in den Schatten stellt. Regisseur Peter Jackson verdient einen Riesenrespekt, dass er eine so wundervolle Homage an "King Kong und die weiße Frau" gedreht hat. Mit seinen Ideen und Einfällen hat er den Menschenaffen King Kong für die heutige Generation eindrucksvoll wiederauferstehen lassen.

Jetzt kommentieren? / 6 Kommentare

  1. mye

    mye / 09.12.2007 14:52:54

    blockbuster-kino vom feinsten/ ich hatte jede menge spaß mit der neuverfilmung


    5 Sternen

  2. Veremar

    Veremar / 09.12.2007 15:44:11

    Eine gute Neuverfilmung mit sehr guten Effekten. Sehenswert.


    nicht bewertet

  3. Kaspian

    Kaspian / 12.12.2007 23:05:24

    Die T-Rexszenen waren ein wenig übertrieben...doch der Rest war eingach Kiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiing Kong............


    nicht bewertet

  4. Nightwalker

    Nightwalker / 24.03.2008 18:54:41

    Als ich ihn das erste Mal gesehen hab fand ich ihn einfach nur sche*ße.

    Jetzt:
    Lange, manchmal ein bischen langweilig. Aber perfekte Schauspieler. Perfekter Sound. Traurig, actionreich. Gute Kamera. Gute Effekte.

    9,5/10


    6 Sternen

  5. Jigsaw

    Jigsaw / 08.04.2008 12:07:12

    Als ich den damals im Kino gesehen hab,war ich total begeistert,erstmal weil Jackson sich unglaublich nah ans Orginal gehalten hat und der Film einfach nur Unterhaltung pur ist.Man sollte nicht groß über Filme wie diesen nachdenken sondern hinsetzen und genießen.


    5 Sternen

  6. Tyler

    Tyler / 08.04.2008 13:42:45

    war teilweise etwas langatmig, die atmosphäre und die insel waren jedoch ganz nett anzuschauen


    4 Sternen


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King Kong

Regisseur

Peter Jackson

Schauspieler

Naomi Watts, Adrien Brody, Jack Black, Andy Serkis, Jamie Bell, Kyle Chandler, Thomas Kretschmann, Evan Parke, Colin Hanks, John Sumner

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