Verfasst von Thorsten Meiritz am 13.01.06 17:58:48 - 12 Kommentare

Das Vermächtnis der Tempelritter

National Treasure

Moviereporter-Bewertung:
  • 5.0/6 Sterne.
Leserwertung (21): 4.80 / 6

Land USA

Genre Abenteuer, Komödie

Laufzeit: 131

Jahr 2004

Webseite
Trailer

Kinostart: 09.11.2004
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Inhalt

Eine Spannende Jagd nach einem unsagbar wertvollen Schatz mit Hollywood-Superstar Nicolas Cage in der Hauptrolle - ein weiterer Blockbuster aus dem Hause Jerry Bruckheimer.

Die Story zu "Das Vermächtnis der Tempelritter" verbindet gleich mehrere Mythen auf einmal. Zunächst wären da die Tempelritter, die es definitiv gab. Ihre Geschichte beginnt während der Kreuzzüge. Ihre ursprüngliche Aufgabe bestand darin die Pilger im "Gelobten Land" vor Übergriffen zu schützen. Angeblich fanden sie unter dem Palast von König Salomon den Schatz der Schätze, einen ungeheuren Schatz, der über Jahrhunderte hinweg angehäuft wurde und mit jeder kriegerischen Auseinandersetzung weiter anwuchs und den Besitzer wechselte. Doch plötzlich war er verschwunden, oder besser gesagt verschollen, bis er von besagten Tempelrittern angeblich wiederentdeckt wurde. Fortan ging er als "Schatz der Tempelritter" in die Legende ein. Sie haben ihn über Jahrhunderte hinweg nach und nach in die alte Welt geschafft, wo sich seine Spur abermals verliert. Da die Tempelritter sehr mächtig geworden sind, wurden sie geächtet und verfolgt. Es geht das Gerücht, dass sie sich einem weiteren Geheimbund angeschlossen haben – den "Freimaurern"
Die Freimaurer, denen auch wichtige amerikanische Persönlichkeiten wie George Washington, Benjamin Franklin und Paul Revere angehörten, wurden im 18. Jahrhundert gegründet. Sie erlitten das gleiche Schicksal wie die Tempelritter, denn auch sie wurden wegen ihres großen Machtzuwachses verboten. Einige von ihnen wanderten in die "Neue Welt" aus und angeblich nahmen sie den sagenumwobenen Schatz der Tempelritter mit sich. In den Wirren des amerikanischen Unabhängigkeitskrieges, musste der Schatz vor den britischen Truppen in Sicherheit gebracht werden. Um den Verbleib nicht in Vergessenheit geraten zu lassen, wurden geheime Hinweise versteckt, dennoch ward der Schatz seitdem nicht mehr gesehen. An dieser Stelle der LEGENDE, wir sprechen hier nicht von fundierten historischen Erkenntnissen, setzt die Story von "National Treasure" ein.

Benjamin Franklin Gates (Nicolas Cage) gehört einer Familie an, die seit sechs Generationen auf der Suche nach dem verschollenen Schatz ist. Er untersucht zusammen mit seinem Geschäftspartner Ian Howe (Sean Bean) und seinem Freund Riley Poole (Justin Bartha) einen dieser besagten Hinweise: "Charlotte kennt das Geheimnis". Dahinter verbirgt sich ein versunkenes Schiff, in dessen Frachtraum sie einen weiteren Hinweis entdecken, ein Rätsel, das auf eine unsichtbare Karte hindeutet, eine Karte auf der Rückseite der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung.

Also versuchen sowohl Ben als auch Ian, die mittlerweile durch einen Streit zu Gegenspielern geworden sind, sich der Unabhängigkeitserklärung zu bemächtigen, um sie näher untersuchen zu können – jeder auf seine Weise.
Ben wendet sie sich direkt an die Leiterin des Nationalarchivs, wo das Dokument verwahrt wird, doch Abigail Chase (Diane Kruger) schenkt ihm keinen Glauben. Daher beschließt Ben schweren Herzens das historische Dokument zu stehlen – ein Plan, den Ian von Anfang an verfolgt hat.

Der Coup gelingt, und Ben kommt Ian auch zuvor, nur leider kommt ihnen Abigail auf die Schliche und weicht ihnen fortan nicht mehr von der Seite. Zunächst tut sie das allein zum Schutz der Unabhängigkeitserklärung, später jedoch aus reiner Neugier und Abenteuerlust.
Durch den Diebstahl wird allerdings auch das FBI auf Ben aufmerksam und beginnt ihn unter der Leitung von Peter Sadusky (Harvey Keitel) zu verfolgen. Außerdem ist ihm auch Ian ständig auf den Fersen. Hilfe suchend wendet Ben sich an seinen Vater Patrick Gates (Jon Voight). Dort untersuchen alle gemeinsam die Rückseite der Unabhängigkeitserklärung, auf der sie tatsächlich versteckte Zeichen entdecken…

Kritik

"Das Vermächtnis der Tempelritter" ist nach Fluch der Karibik eine weitere Erfolgsproduktion aus dem Hause Jerry Bruckheimer. Für ihn und seinen Hauptdarsteller Nicolas Cage, ist es nach "The Rock", "Con Air" und "Nur noch 60 Sekunden" (Gone in Sixty Seconds) bereits die vierte Zusammenarbeit. Für die Regie zeichnet Jon Turteltaub verantwortlich, der erstmals mit Jerry Bruckheimer für diesen Film zusammen gearbeitet hat.
Turteltaub, gelingt es einen spannenden und actionreichen Abenteuerfilm zu inszenieren. Bis zur letzten Minute lässt er den Zuschauer im Unklaren darüber, ob der Schatz gefunden wird oder doch nicht – ich werde dieses Geheimnis natürlich auch nicht in dieser Review lüften, dazu müsst ihr euch den Film schon selbst anschauen. Der Regisseur arbeitet an einigen Stellen mit special effects, zum Beispiel wurde die Szene in dem 200 Jahre alten Schacht per Computer überarbeitet, und auch einige andere Szenen entstanden im Computer. Diese Tatsache tut der Qualität des Films jedoch keinen Abbruch, denn die Effekte sind gut eingesetzt und zudem auch gut gemacht. Abgesehen von ein paar schnelleren Schnitten verzichtet er auf drastische Stilmittel, sondern lässt seinen Schauspielern freien Lauf, die er allerdings sehr gut in Szene zu setzen weis. Die Actionszenen sind ebenfalls sehr gut inszeniert und gezielt eingesetzt. Sie verleihen dem Film eine passende Dynamik, so dass dieser niemals zu einem hohlen Actionfilm verkommt. Die Spannung und die Schauspieler stehen zu jeder Zeit im Vordergrund.

Stichwort Schauspieler: mit Nicolas Cage, Sean Bean, Jon Voight und Harvey Keitel stehen einige der renommiertesten Hollywoodschauspieler gemeinsam vor der Kamera. Dazu gesellen sich die aufstrebenden jungen Talente Diane Kruger und Justin Bartha. Aber nun der Reihe nach.
Beginnen möchte ich mit Nicolas Cage (The Weather Man), der als Schatzsucher Benjamin Franklin Gates wie immer eine gute Figur abgibt. Nun gut es ist sicherlich keine Schauspielerische Glanzleistung wie in "Leaving Las Vegas", die ihm 1996 den Oscar als bester Hauptdarsteller einbrachte, aber das ist auch gar nicht der Anspruch dieses Films. Dennoch weis er in seiner Rolle zu überzeugen und auch die Stunts nimmt man ihm ab, auch wenn er hierbei sicher das eine oder andere Mal gedoubelt wird. Seine Mimik und Gestik ist wie immer einzigartig und auch sein komödiantisches Talent blitzt an der einen oder anderen Stelle auf.
Sein Gegenspieler Ian Howe wird von Sean Bean (Ronin) verkörpert, der hier wieder einmal meisterhaft wie immer als Bösewicht agiert. Er scheint auf diese Art der Rolle schon in gewisser Weise abgestempelt zu sein. Immerhin feierte er seinen Durchbruch mit einer solchen Rolle, nämlich als Schurke in "James Bond Goldeneye". In "Das Vermächtnis der Tempelritter" spielt er zunächst Bens Freund, der allerdings alles daran setzt den sagenumwobenen Schatz zu finden und dazu ist ihm jedes Mittel recht.
Die weibliche Hauptdarstellerin des Films ist die deutsche Schauspielerin Diane Kruger (Merry Christmas), eigentlich Diane Heidkrueger. Sie spielt Abigail Chase, die deutschstämmige Leiterin des Nationalarchivs, deren Aufgabe unter anderem auch der Schutz der Unabhängigkeitserklärung ist. Sie gerät mehr oder weniger durch Zufall in die Schatzjagd hinein. Was allerdings ein wenig nervig ist, ist der amerikanische Akzent den sie als einzige in der deutschen Synchronisation hat. Das ist schon einigermaßen paradox, das ausgerechnet die einzige Deutsche im Film einen amerikanischen Akzent hat. Aber was solls, nach einiger Zeit gewöhnt man sich auch daran.
Als vierter Hauptdarsteller agiert Justin Bartha als Riley Pool, der Bens Freund und Gefährte bei der Schatzjagd ist.
In weiteren Rollen sind Jon Voight (Heat), als Bens Vater Patrick Gates, und Harvey Keitel (From Dusk Till Dawn) als leitender FBI-Agent Peter Sadusky, der die Diebe der Unabhängigkeiterklärung jagt, zu sehen.

Der Film wird gekrönt durch einen hervorragenden Soundtrack aus der Feder von Trevor Rabin (Bad Boys 2), der bereits mehrmals den Soundtrack zu einem Jerry Bruckheimer Film beisteuerte. Sein Score zeichnet sich besonders durch zwei sehr einprägsame und gelungene Themen aus, allerdings sollte ich erwähnen, das eines der Beiden schon verdammt ähnlich klingt, wie eine Stelle im Soundtrack von "Die Bourne Verschwörung" (The Bourne Supremacy). Davon abgesehen trifft Rabin zu jeder Zeit den richtigen Ton und die Musik passt sich perfekt an den Film an, bzw. untermalt ihn sehr passend.


Fazit: "National Treasure" ist ein sehr spannender Abenteuerfilm, der den Zuschauer perfekt unterhält. Die schauspielerische Leistung trägt ebenfalls zur Qualität des Films bei und die eingestreuten Actionszenen tun das Übrige. Ein Nicolas Cage in Hochform, eine schöne Frau als Hauptdarstellerin, eine spannende Story und ein guter Soundtrack – was kann man mehr von einem gelungenen Film verlangen?
Die DVD bietet zwar nicht allzu viele Specials, dafür gibt es aber eine Schatzjagd, die den Benutzer zu weiteren versteckten Features führt. Ansonsten enthält die DVD einige kurze Hintergrunddokumentationen zum Film und ein Bericht über echte Schatzjäger.

Viel Spaß bei der Jagd nach dem legendären Schatz der Tempelritter!

Jetzt kommentieren? / 12 Kommentare

  1. mye

    mye / 10.12.2007 16:36:34

    ich liebe abenteuerfilme à la indy, erst recht wenn sie so hochkarätig besetzt und vor allem SO GUT sind :D freue mich sehr auf das sequel


    5 Sternen

  2. stallone

    stallone / 29.12.2007 11:19:17

    der war sehr unterhaltsam.


    nicht bewertet

  3. DocProc

    DocProc / 21.01.2008 12:14:52

    Jap, ein super Abenteuer Film mit vielen Stars...gute Unterhaltung


    4 Sternen

  4. Veremar

    Veremar / 21.01.2008 13:09:57

    Echt unterhaltsamer Film, spannend und mit Action. Ich hoffe das Sequel ist mindestens genauso gut!


    4 Sternen

  5. Kaspian

    Kaspian / 21.01.2008 17:21:42

    Nö, nö...bevore den ein zweites mal ankuck, lieber Indy zum millionsten mal....


    nicht bewertet

  6. eddy

    eddy / 21.01.2008 19:58:48

    Fand den echt nicht schlecht.Cage in einer guten rolle,werde mir den 2 aber eher auf DVD anschauen als im Kino.The Winner istund bleibt halt Indy!!!!!!


    4 Sternen

  7. Nightwalker

    Nightwalker / 17.02.2008 14:54:31

    Zu lang, nicht spannend und vorhersehbar....zum Ende hin wurde er immer besser...

    6,5/10


    3 Sternen

  8. Xylon

    Xylon / 19.02.2008 19:14:51

    Also ich musste sehr lange darauf warten, dass dieser Film endlich raus kam... Aber ich denke es hat sich gelohnt!
    Sehr spektakulär, mit vielen genial gelösten Rätseln. Fand ihn leider nur zur kurz (das Ende jedenfalls hätte anders laufen können).
    Ganz mein Geschmack ;)


    5 Sternen

  9. Feuerfrucht

    Feuerfrucht / 19.02.2008 19:17:58

    Auch mir hat der film gefallen. Ich sehe Nicolas Cage sowieso gerne im Kino und der Film war auch von den Ideen her mal was neues. So ne kleine Schnitzeljagd und nebenbei hat man was über Geschichte gelernt, sofern nix dazu erfunden wurde


    6 Sternen

  10. Xylon

    Xylon / 08.03.2008 00:14:12

    Ach der ist einfach klasse!! Lauter kleine Puzzle die zusammen gefügt werden müssen, sowas liebe ich :)


    5 Sternen

  11. Jigsaw

    Jigsaw / 07.04.2008 09:29:23

    Amüsante Zeitreise durch die amerikanische Geschichte mit einer großen Prise Indiana Jones Flair,Cage weiß einmal mehr zu überzeugen.Absolut sehenswert.


    5 Sternen

  12. Gambit521

    Gambit521 / 23.07.2008 03:48:52

    Ja geht schon bei 1. mal schau mal lieber Indy an


    nicht bewertet


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