Alien vs. Predator
Inhalt
Zwei der bekanntesten Filmaußerirdische treffen in einem gemeinsamen Movie aufeinander. Tief unter der Antarktis verhält sich die älteste Pyramide der Geschichte wie eine ständig mutierende Kampfarena.Nach Freddy vs. Jason (IMDb) von Regisseur Ronny Yu, der im Jahr 2003 in die Kinos kam und ebenfalls zwei Filmgiganten aus dem Genre Horror zusammen in einen Film gebracht hat, um sie nicht Seite an Seite, sondern -wie es das versus ja schon sagt- gegeneinander kämpfen zu lassen. Das Produkt war überraschenderweise ein richtig guter neuer Horrorstreifen, kommerziell und nicht zu vergleichen mit den Klassikern Nightmare on Elm Street und Freitag, der 13., aber dennoch ein ansehnlicher Genrefilm mit gelungenen Spannungs- und Splattereffekten. Alien vs. Predator funktioniert nach demselben Prinzip, vereint aber zwei der wohl bekanntesten Filmwesen aus dem Genre Science-Fiction. 1987, als Arnold Schwarzenegger noch nicht der Gouverneur von Kalifornien war, kämpfte ebendieser als Major 'Dutch' Schaeffer im Dschungel gegen den Predator; und schon drei Jahre später fand der Außerirdische auch den Weg in die Stadt und lieferte die Geschichte zum zweiten Teil. Alien hingegen hat in dieser Beziehung etwas mehr zu bieten und kommt auf die doppeöte Anzahl an Filme. Der erste Teil kam 1979 in die Kinos und stieg zu einem der Filmklassiker schlechthin auf. Doch während Fortsetzungen nicht selten in die Hose gehen, hat es diese Reihe geschafft, jeden der insgesamt vier Teile zu einem einzigartigen Erlebnis des gebündelten Genres Science-Fiction-Horror zu machen. Hauptakteurin in allen Teilen ist die perfekt in die Figur der Ripley passende Sigourney Weaver; wohl ihre beste Rolle.
Nun hat sich Regisseur Paul W.S. Anderson (Resident Evil) also an den immer kritisch zu betrachtenden Versuch gewagt, jene Filmwesen unter einen Hut zu bringen.
Eines vorweg: das Budget von Alien vs. Predator betrug etwa 65 Millionen Dollar, der Film an den amerikanischen Kinokassen aber sogar 80 Millionen Dollar ein. Rein finanziell betrachtet ging dieser Versuch also auf. Schauen wir mal, ob es auch filmtechnisch und inhaltlich ein ebenso großer Hit war.
Charles Weyland (Henriksen) ist krank, die Lebensdauer wird nicht mehr sehr hoch geschätzt. Doch einen Wunsch möchte er sich noch erfüllen; er selbst sagt: "Gehen wir in die Geschichte ein"... dann betritt er die Pyramide, die einer seiner Satelliten 700 Meter unter der Antarktis ausgemacht hat. Als klar wird, dass das Gebäude sowohl ägyptische, kambodschanische als auch aztekische Merkmale aufweist, wittert nicht nur Weyland den ganz großen Coup. Nein, auch seine Crew, bestehend aus Spezialisten jeglicher Art, ist längst bereit, das Risiko der Antarktis, der Kälte und der Abgeschiedenheit auf sich zu nehmen, um in die Geschichte einzugehen. Alexa Woods (Lathan) soll die Truppe anführen, ist aber auch die Einzige, die den Gefahren nicht blind in die Arme laufen möchte, sagen wir mal: Woods benutzt ihren Denkapparat von allen Beteiligten am häufigsten.
Das Jahr 1991 brachte schon erste Überlegungen in Sachen Alien vs. Predator hervor, doch über das Videospiel und eine Comicreihe kam es dann doch nicht hinaus. 13 Jahre sollten vergehen bis das Projekt dann schließlich in Prag umgesetzt wurde.
Ein Porträt: die Aliens - äußerlich gehen diese Geschöpfe eher in Richtung Monster, personifizieren den Außerirdischen an sich deutlicher als der Predator. Sie sabbern ständig, was aber nicht lächerlich, sondern eher angsteinflößend, eben doch animalisch wirkt, und haben zu ihrem riesigen augenscheinlichen Maul noch einen zweiten schlangartigen Mund, der absolut tödlich ist. In Sachen Nachkommen läuft das folgendermaßen ab: sehr wendige, fingerähnliche Geschöpfe klammern sich an das Gesicht der Menschen, legen so ihre Eier in den Bauch und wenn das Alien dann bereit ist, um zu schlüpfen, bricht es durch den Brustkorb des Menschen und sucht sich seine Freiheit... und seine Opfer.
Der Predator - eine eher menschliche Gestalt, doch der panzerartige Körper wirkt wesentlich futuristischer als das Äußere der Aliens. Sie können sich unsichtbar machen und verfügen auch sonst über Hightech-Waffen. Ihre Vorliebe: die menschlichen Opfer kopfüber aufhängen und ihnen die Haut abziehen.
Alien vs. Predator hat effektbezogen teilweise einiges zu bieten. Das Bild, als eine Vielzahl Aliens die Pyramide belagern, sieht schon recht gut aus und auch sonst verbirgt der Film einige Effekte, die definitiv in Ordnung gehen. Was mich persönlich ziemlich verärgert hta, ist die Tatsache, dass Paul W.S. Anderson wohl auf eine FSK 16-Version abgezielt hat, die es ja dann auch geworden ist. Die Härte, die die Vorgänger noch aufweisen und die nunmal einfach dazugehört, fehlt völlig. Ständig werden uns die Szenen durch unnütze und viel zu frühe Cuts versaut, was wirklich ärgerlich macht, denn diese Wesen sind nunmal brutal; hier aber verlieren sie teilweise eindeutig etwas von diesen klassischen Charakterzügen: Aliens und Predator sind böse Wesen, das ist nunmal so und hätte auch so bleiben sollen. Alles andere zieht auch die brillanten Vorgänger in ein falsches Licht und wirkt einer Verharmlosung entgegen, die hier nicht angebracht ist. Auch in Sachen Spannung und Schockeffekte hat Paul W.S. Anderson nun wirklich kaum etwas auf dem Kasten. Diese Seite geht völlig unter, denn nach zehn Minuten gibt es keinen erwähnenswerten Schocker und nicht den Funken von Spannung. Hier wurde eindeutig zu sehr auf den kommerziellen Aspekt gesetzt.
Die Darsteller sind allesamt langweilig und recht unspektakulär. Da setzt sich kein Charakter hervor; einfach trüb und traurig das Ergebnis, so deutlich muss man das sagen.
Ein Lichtblick lediglich die Idee mit der Pyramide - an sich nicht schlecht, dass das Gebäude alle zehn Minuten sein Aussehen ändert, die Gänge verschiebt, Auswege durch massive Steinwände blockiert. Aber all das rettet den Film letztlich natürlich nicht.
Kritik
Fazit:Es ist eine Schande, dass dieser Film dieselben Namen tragen darf wie die wirklich genialen Klassiker aus den Jahren zuvor. Alien vs. Predator ist richtig misslungen, die Gründe habe ich ja zuvor schon genannt. Also rate ich eindeutig ab; wenn sie ein versus-Film sehen wollen, dann greifen sie nach Freddy vs. Jason, der wesentlich besser ist.
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Regisseur
Schauspieler
Sanaa Lathan, Raoul Bova, Lance Henriksen, Ewen Bremner, Colin Salmon, Tommy Flanagan, Joseph Rye, Carsten Norgaard, Sam Troughton, Petr Jákl, Pavel Bezdek, Kieran Bew, Carsten Voigt, Jan Pavel Filipensky



Nightwalker / 04.12.2007 20:02:14
Also ich fand AvP besser als Freddy vs Jason.
Aber um mehr sagen zu können müsste ich mir nochmal AvP ansehen.
...
4 Sternen
Kaspian / 06.12.2007 01:04:48
Bin eingepennt, doch die Szene mit dem Mayatempel war lustig.
3 Sternen
Feuerfrucht / 10.12.2007 17:57:30
Naja hab mir mehr erhofft. Irgendwie hat was gefehlt. Ich hoffe der 2te wird besser!
3 Sternen
Veremar / 18.12.2007 19:08:42
Ich bin ein Riesefan von Alien, doch dieser Film war für mich einfach nur langweilig...
3 Sternen
Gambit521 / 29.12.2007 15:33:00
Ja mann hätte mehr machen können und dann die letzte Scene als er seinen Helm abnimmt, das sah so aus als würde er sie gleich küssen..... schauts euch an
nicht bewertet