James Bond 007: Stirb an einem anderen Tag
Die Another Day
Inhalt
Letzter Auftritt von Pierce Brosnan als James BondJames Bond 007 (Pierce Brosnan) befindet sich auf eine Undercover-Mission in der entmilitarisierten Zone Nord- und Südkoreas. Dort soll er den korrupten Colonel Moon (Will Yun Lee) stellen, der illegale Waffengeschäfte mit Diamanten betreibt. Durch einen Verrat aus den eigenen Reihen fliegt Bonds Deckung auf und er wird festgenommen. Es vergehen 14 Monate voller Folter und Torturen bis endlich ein Austausch stattfindet: der Handlanger des Colonels, der koreanische Killer Zao (Rick Yune), wird von den Westmächten im Gegenzug für Bonds Freiheit freigelassen.
In der Heimat erfährt Bond von M (Judi Dench), dass der Preis für Bonds Freilassung viel zu hoch gewesen wäre und der MI 6 keine Verwendung mehr für den Agenten mit der Lizenz zum Töten hätte. Aufgebracht entkommt Bond aus der abgeriegelten Krankenstation und stellt eigene Nachforschungen an. Auf der Suche nach dem Verräter führt ihn sein Weg nach Kuba. Vor Ort trifft er auf die NSA-Agentin Jinx (Halle Berry), die ebenfalls in der gleichen Sache ermittelt. Erste Hinweise führen ihm zum exzentrischen Milliardär Gustav Graves (Toby Stephens), der eine neuartige Satellitensonne entworfen hat und nun der Welt präsentieren will. Graves gibt an, mit Hilfe des Satelliten den Hunger in der Dritten Welt ein Ende bereiten zu wollen, doch er hegt ganz andere Pläne. Bond, Jinx und die als Graves Assistentin getarnte Agentin Miranda Frost (Rosamund Pike) müssen im eisigen Island den Kampf gegen den Wahnsinnigen aufnehmen. Doch hinter jeder Figur verbirgt sich ein anderes Gesicht …
Kritik
Der Hintergrund:STIRB AN EINEM ANDEREN TAG ist das 20. Bondabenteuer im 40. Bondjahr, wenn man CASINO ROYALE (1967) und SAG NIEMALS NIE nicht mitzählt. Einige Kritiker waren von der überraschend gut spielenden Halle Berry so gut überzeugt, dass gleich Gerüchte verbreiten worden sind, sie bekäme eine eigene Agentenserie. Trotz einer Meniskusverletzung setzte Pierce Brosnan nur einen einzigen Drehtag aus. Auch Halle Berry blieb nicht unversehrt: durch eine herumwirbelnde Staubwolke wurde sie für kurze Zeit außer Gefecht gesetzt und musste an den Augen behandelt werden. Madonna sollte ja schon den Titelsong zu DER HAUCH DES TODES schreiben, scheiterte damals aber an zu hohen Forderungen. Dieses Mal hatte es auch zu einem Cameo-Auftritt gereicht, der aber bei vielen nur Missgefallen hervorrief. Zum ersten mal sah man John Cleese in der Rolle des Q ohne den überragenden Desmond Llewelyn an seiner Seite, der Ende 1999 bei einem Autounfall auf der Rückfahrt von einer Autogrammstunde verstarb.
Bonds Verbündete:
An der Seite von Bond kämpft die amerikanische Agentin Jinx (Halle Berry), die vom Mittelsmann Damian Falco (Michael Madsen) beauftragt wird. Vom MI 6 ist noch die Agentin Miranda Frost (Rosamund Pike) in dem Fall verwickelt.
Bonds Gegner:
Die Gegner aus dem 20. Bond-Abenteuer kommen diesmal aus dem Koreanischen. Will Yun Lee mimt Colonel Moon, Sohn von General Moon, der von Kenneth Sang verkörpert wird. Der Colonel ist in Waffengeschäften mit Diamanten in der Entmilitarisierten Zone zwischen Nord- und Südkorea involviert. Später taucht er mittels Gesichtsoperationen als Milliardenschwerer Geschäftsmann Gustav Graves wieder auf.
Die Autos:
James Bond fährt wieder britisch: sein neuester Dienstwagen ist der Aston Martin Vanquish V12, bestückt mit Maschinengewehren, Schleudersitz und einer Tarnvorrichtung. Antreten muss Bond mit seinem Aston Martin gegen einen Jaguar XKR.
Die Gimmicks:
Zu Beginn des Films benutzt Bond ein Messer, in dessen Griff sich eine Mini-Satellitenschüssel für den Empfang von GPS-Signalen verbirgt. Des Weiteren trägt Bond eine OMEGA Seamaster mit einem Laserstrahl. Sie dient außerdem als Fernzünder für C4-Sprengstoff. Ein Ultrahochfrequenz-Ring kann sogar Panzerglas zerstören.
Kritik:
Der neuseeländische Regisseur Lee Tamahori hatte die würdevolle Aufgabe James Bond ins nächste Jahrtausend zu katapultieren. Obendrein sollte es noch das 20. James Bondabenteuer im 40. Bondjahr werden, das Jubiläum schlecht hin. Angefangen bei der Titelsequenz versuchte Lee Altbewährtes mit Neuem zu mischen: erstmals werden, während der radikale und doch moderne Titelsong von Madonna erklingt, auch Filmszenen im Vorspann gezeigt. Bond wird gefangen genommen und zeigt zum ersten Mal echte Verletzbarkeit, hinzu kommt die kalte, selbstbewusste und skrupelloseste M, die es je gab. Jinx ist kein normales Bondgirl und avanciert eher zur gleichberechtigten Gefährtin, muss dennoch des Öfteren von Bond gerettet werden. Die Musik von David Arnold erklingt wie gewohnt stilvoll: an den nötigen Actionstellen erklingt das James Bond-Thema. Und obwohl Bond saisonbedingt einen Mojito bestellt, bleibt er seinem Wodka Martini treu.
Ganz ansehnlich ist die kleine Hommage an den vorangegangenen 40 Bondjahren. Als Bond auf den Nachfolger von Desmond Llewelyn trifft und der sein Q-Briefing vornimmt, bekommt man Little Nellie aus OCTOPUSSY zusehen, den Jetpack aus Feuerball und de Schuhe von Rosa Klebb aus LIEBESGRÜßE AUS MOSKAU. Überhaupt erinnern viele kleine Szenen an vergangene, bessere Bondtage: die Laserszene gab es z.B. schon in GOLDFINGER. So zieht sich der ganze Film hin: Altbewährtes, bestückt mit neuen exzessiven Actionsequenzen. Dazu bietet die Story leider zu wenige Twists und wirkt oft überdreht. Das bewährte Konzept viel Action in einer atemberaubenden Story einzubetten, hierbei aber die Authentizität nicht allzu sehr zu vernachlässigen, ging hier leider nicht ganz auf.
Fazit:
Der weitere Verlauf der Story ist schnell vorhersehbar und die hart aneinander gereihten Actionsequenzen werden nur manchmal durch kleine Hommageanspielungen an frühere Bondtage aufgelockert. Alles in allem ist der Film zu überdreht und authentizitätsfremd, viele Gimmicks zu weit hergeholt. Leider einer der schlechteren Bondabenteuer, obwohl der Hauptdarsteller gute Arbeit leistet.
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Regisseur
Schauspieler
Halle Berry, Pierce Brosnan, Toby Stephens, Rosamund Pike, Rick Yune, Judi Dench, John Cleese, Michael Madsen, Will Yun Lee, Kenneth Tsang, Emilio Echevarría, Mikhail Gorevoy, Lawrence Makoare, Colin Salmon, Samantha Bond, Ben Wee, Ho Yi, Rachel Grant, Ian Pirie, Simón Andreu, Mark Dymond, Deborah Moore, Oliver Skeete, Joaquín Martínez, Michael G. Wilson, Daryl Kwan, Vincent Wong, Sai-Kit Yung, Manolo Caro, Sarllya, Paul Darrow, Lucas Hare, Cristina Contes, Stewart Scudamore, Bill Nash, James Wallace, Ami Chorlton, Nina Armstrong, David Decio, Anna Edwards, John Gomez, Christine Hewett, Thomas Ho, Lea Jerova, Madonna , Gerard Naprous, Catherine Porter, Rocky Taylor, Trevor White



Veremar / 27.12.2007 17:24:50
Ich bin ein grosser James Bond Fan und war von diesem Film enttäuscht...
3 Sternen
stallone / 28.12.2007 10:44:58
ich bin von allen brosnan filmen als bond enttäuscht.
nicht bewertet
Kaspian / 28.12.2007 10:59:14
Der Film war jetzt nich ganz so schlimm wie, Der Morgen stirbt nie.....
nicht bewertet
Jigsaw / 15.04.2008 10:52:30
Vieleicht nicht der beste Bond aber doch unterhaltsam und ein würdiger Abgang von Brosnan,fand auch den Titelsong von Madonna gut.
4 Sternen