Geboren am 20. Januar 1946 in Missoula, Montana, USA, wuchs David Keith Lynch früh in einem Kleinstadt-Amerika auf. Nach der Highschool ging er nach Boston um die Schule des Museum of Fine Arts zu besuchen. Kurz danach plante er einen 3-Jahres-Trip n...
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Geboren am 20. Januar 1946 in Missoula, Montana, USA, wuchs David Keith Lynch früh in einem Kleinstadt-Amerika auf. Nach der Highschool ging er nach Boston um die Schule des Museum of Fine Arts zu besuchen. Kurz danach plante er einen 3-Jahres-Trip nach Europa um an seiner künstlerischen Ader zu feilen, kam jedoch nicht sehr weit und gab den Gedanken schon nach 15 Tagen auf. 1977 veröffentlichte er seinen ersten Film Eraserhead, welcher, obwohl nicht überaus gefeiert von den Kritikern, viele Menschen erreichte, unter anderem Francis Ford Coppola, der Filmausschnitte des Films für seine Schauspieler und Crew am Apocalypse Now Set benutzte. Es folgten eine Reihe von visuell fesselnden Filmen, wie Blue Velvet 1986, Lost Highway 1997 und Mulholland Dr. 2001. All diese Filme seit Blue Velvet und auch seine Twin Peaks TV-Serien haben die charakteristische Signatur, für die Lynch bekannt ist: Kräftige pulsierende Farben, das Stilmittel des Traums und eine unglaubliche Verschmelzung und Bündelung von Gedanken eines Charakters mit multiplen Emotionen in einer einzigen Sequenz. Seit Blue Velvet gilt er ebenfalls als einer der herausragendsten Auteur-Regisseure der Filmindustrie, soweit das in der kommerziellen Filmindustrie möglich ist. Er versteht es kontinuierlich cinematischer Versammlung und dem Hollywoodfluch zu trotzen. Lynch' Filme verkörpern meist sein Ideal, das Filme das Leben repräsentieren, kompliziert sein sollen und in manchen Fällen und Sequenzen nicht zu erklären sind. Wahrscheinlich weiß Lynch warum er welche Farbe und welchen Schnitt, welchen Schauspieler und welches Licht und Kostüm, welche Effekte und welche Musik in eine Szene eingebaut hat. Aber wahrscheinlich würde er auch keinem anderen sagen, warum. Das und auch die wunderschöne Unstimmigkeit seiner Filme ist der Grund warum er nicht als einer der besten, sondern als einer der originellsten Regisseure anerkannt wird. Lynch ist ein Meister der Kreativität und auch wenn seine Filme nicht unbedingt realistisch sind, sind sie wohl aus der Sicht real, was das Leben bedeutet: Eine verwirrende irrationale Serie von wiederkehrenden Ereignissen, welche, wie es scheint, wahrhaft wenig Zweck haben. Und ein einzelner Zweck macht seine eigene Interpretation für jedes Ereignis, um ihm persönlich seinen Lebenszweck zu geben. Lynch will, dass seine Filme emotional und instinktiv in jedem Einzelnen widerhallen, so dass jeder Mensch den Film anders verstehen kann. So wie er gesagt hat:
"Das Leben ist sehr, sehr verwirrend und so sollte es Filmen auch erlaubt sein."
Filmographie als Regisseur:
To Each His Cinema (2007)
Inland Empire (2006)
Darkened Room (2002)
Dumbland (2002)
Rabbits (2002)
Mulholland Dr. (2001)
The Straight Story (1999)
Lost Highway (1997)
Lumière and Company (1995)
Wild at Heart (1990)
Blue Velvet (1986)
Dune (1984)
The Elephant Man (1980)
Eraserhead (1977)
(Quelle: IMDb)