Book of Shadows: Blair Witch 2
Die wenigen, die diesen Film gesehen haben, schließen sich der Goldene Himbeere - Jury an und zerreißen ihn in der Luft. Nicht ganz zu unrecht, da die klischeehaft besetzte Charakterriege einen leichten Abrutsch in das untere Ende des B-Levels bewir...
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Die wenigen, die diesen Film gesehen haben, schließen sich der Goldene Himbeere - Jury an und zerreißen ihn in der Luft. Nicht ganz zu unrecht, da die klischeehaft besetzte Charakterriege einen leichten Abrutsch in das untere Ende des B-Levels bewirkt.
Dass er aber nie ein ebenbürtiger Nachfolger von Blair Witch Project sein sollte, macht sich bereits an der Machart fest. Keine Wackelkamera mehr, dafür ordentliches 35 mm. Selbst richtige Beleuchter sollen am Set gesehen worden sein.
Unterhalten kann Blair Witch 2 aber allemal. Und verwirren. Das ist wohl auch seine höchst anzurechnende Qualität. Als Nonkonformist der Hollywood-Dramaturgielehre erkennt man ihn erst, wenn man das unbefriedigte Gefühl während des Abspanns spürt. Nicht unbefriedigt, weil der Film scheiße war, sondern weil der Zuschauer keine klärende Auflösung im klassischen Sinn erfährt. Man weiß einfach nicht, was jetzt echt war und was nicht. Findet man ihn deswegen nun doch scheiße, sollte man schnellstmöglich professionelle Hilfe in Anspruch nehmen um herauszufinden, ob man noch in anderen aufoktroyierten Realitätstunneln gefangen ist.
Dem Verdienst der Goldenen Himbeere kann man also beipflichten, sollte dabei aber nicht die Jury-Leistung des Academy Awards außer Acht lassen, durch die Stanley Kubrick niemals eine der goldenen Statuen für seine Regieleistung überreicht wurde. Objektivität liegt also nach des Menschen Natur im Auge des Betrachters.
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