Verfasst von Steffen Scharer am 03.07.06 22:05:25 - 0 Kommentare

Interceptor

The Wraith

Moviereporter-Bewertung:
  • 1.5/6 Sterne.
Leserwertung (3): 2.66 / 6

Land USA

Genre Action

Laufzeit: 89

Jahr 1986


Kinostart: 11.06.1987
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Inhalt

Der Kultfilm mit Charly Sheen

Jamie wird von einer brutalen Gang unter Führung des gnadenlosen Packhard hinterhältig ermordet. Doch er kehrt in Gestalt eines Rächers zurück. Ausgestattet mit übernatürlichen Kräften und einem unschlagbaren Auto, dem Turbo Interceptor, besiegt er jedes Gangmitglied in rasanten un tödlichen Autorennen. Immer wieder löst er sich wie ein Phantom auf und verschwindet spurlos. Die Leichen seiner Opfer stellen den Sheriff vor ein unlösbares Rätsel. Packhard bedroht inzwischen Jamies ehemalige Freundin und will sie dazu zwingen, mit ihm abzuhauen. Doch er hat die Rechnung ohne den Interceptor gemacht.

Kritik

Der Plot hört sich eigentlich ganz interessant an. Allerdings gehört der Film für mich zu den schlechtesten, die ich je gesehen habe. Das fängt schon bei den unglaublich vielen Handlungslücken auf. Da steht der Interceptor vor einer Burger Bude und die Punk Gang springt sofort in ihre Autos. "Den schnappen wir uns". In der nächsten Szene stehen der Interceptor Turbo und ein Gang-Mitglied nebeneinander, bereit für das tödliche Straßenrennen. Was war da in der Zwischenzeit passiert? Oder Charly Sheen und Sherilyn Fenn knutschen auf einmal wild rum. Wäre ja nicht weiter schlimm, nur hat sich bis zu dieser Zeit keinerlei Beziehung zwischen den beiden entwickelt.
Sehr seltsam kam mir auch eine Szene vor, in der die Punks in ihrer Werkstatt arbeiten. Plötzlich geht das Tor auf und der Interceptor steht mit einer futuristischen Flinte in der Tür. Keiner der Gang bewegt sich, bzw versucht ihm das Licht auszublasen. Allen voran der Boss der Gang. Er bleibt ganz ruhig stehen, versucht ihn mit Sprüchen einzuschüchtern und sieht seelenruhig zu, wie das Phantom seine Werkstatt und Autos kurz und klein ballert. Keine Gegenwehr. Nichts. Am Ende wissen sogar Alle aus heiterem Himmel, wer dieses Phantom ist, obwohl er als Mensch ganz anders aussieht und heisst (Jamie ist jetzt Jake). Interessant ist aber der Stil, wie das Phantom die Gang um die Ecke bringt: Sein Auto steht auf einmal auf der Straße und der Kontrahent brettert volles Rohr in ihn rein und explodiert. Nur die Leichen bleiben unversehrt. Einzig die Augen fehlen diesen. Die Rennszenen reichen an ein "The Fast And The Furious" natürlich nicht heran, das ist ganz klar. Dem Zuschauer wird auch nicht unbedingt das Gefühl vermittelt, dass hier ein Hochgeschwindigkeitsrennen ausgetragen wird. Die Szenen wirken dafür, auch vom Schnitt her, viel zu langsam. Zumindest lernt man bei diesem Film etwas:
Und zwar, dass es in einem brennenden Fahrzeug mindestens 1000 Grad heiß wird. (Zur Info: Kerosin brennt bei optimalen Bedingungen mit 800 Grad. Stahl schmilzt bei 1000 Grad, aber die Karosserie der Fahrzeuge ist noch gut zu erkennen). Zumindest sagt dies der Sheriff zum Leichenbeschauer.
In dem Kaff scheint es auch keine Leichenhalle zu geben, denn der Leichenbeschauer fährt mit der ersten Leiche extra nochmal durch die Wüste zum Sheriff, der gerade die Gang verhört, um ihm die Leiche zu zeigen.
Interessant ist aber zu sehen, wie sich Charly Sheen hier gibt. Damals war er halt noch blutjung und noch nicht so bekannt wie heute. Dementsprechend ist auch die schauspielerische Leistung Seinerseits. Überhaupt ist die schauspielerische Leistung hier mehr als nur eine goldene Himbeere wert. Einzig Randy Quaid, bekannt als saufender Agrarflieger aus Emmerichs Blockbuster Independence Day, hebt hier das Niveau beachtlich an.
Auch die Effekte, das muss man zugeben, sind für damalige Verhältnisse schon recht sehenswert. Der Motor des Interceptors leuchtet rot und das Phantom wird von Blitzen verhüllt. Vergleichbare Effekte sieht man auch in diversen TV Produktionen aus den 80ern. Das wars dann aber auch schon mit dem Lob.

Fazit:
Sofern man auf 80er Mukke steht, ist man hier auch genau Richtig. Vom Vorspann bis zum Abspann dudelt immer ein anderer 80er Jahre Song daher. Das geht von Billy Idols "Rebell Yell" bis hin zu Robert Palmers "Addicted to love". Allerdings hat der Film viele viele Handlungslücken und -schwächen.


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