Der goldene Kompass
His dark Materials: The Golden Compass
Inhalt
Der erste Teil der His Dark Materials-Reihe von Phillip Pullman.
Der Goldene Kompass” ist ein Fantasy-Abenteuer, das in einer Parallelwelt spielt, in der sich menschliche Seelen als Tiere manifestieren, sprechende Bären in Kriegen kämpfen und Kinder auf mysteriöse Weise verschwinden. Im Mittelpunkt der Geschichte steht Lyra, ein 12-jähriges Mädchen, das sich zusammen mit ihrem Dæmon, dem kleinen, wandelbaren Tier namens Pantalaimon, auf den Weg macht, um Roger, ihren besten Freund, zu befreien. Lyras Onkel, der Forscher Lord Asriel (Daniel Craig), macht sich zur gleichen Zeit auf, um ein rätselhaftes, „Staub“ genanntes kosmisches Phänomen zu untersuchen. Lyra will ihren Onkel unbedingt begleiten, doch der lehnt kategorisch ab. Eine zweite Chance bekommt sie, als die attraktive Forscherin und Weltreisende Mrs.Coulter (Nicole Kidman) das College besucht. Sie zaubert Lyra aus ihrer bisherigen Umgebung fort und lockt sie mit Londoner Abenteuern. Zuvor hat Lyra ein seltsames, uraltes Instrument namens Alethiometer erhalten: Es soll seiner Besitzerin wahrsagen können – wenn sie herausbekommt, wie man es benutzt. Ihre Reise wird zu einer Mission, von der nicht nur die Rettung von Lyras Welt, sondern ebenso die unserer eigenen Welt abhängt.
Kritik
Seit dem "Herr der Ringe" gab es ja eine wahre Flut an neuen Fantasy-Verfilmungen. Einige davon waren besser ("Sternwanderer"), einige davon gingen total in die Hose ("Eragon", "Die Chroniken von Narnia"). Nun steht die nächste Trilogie an, die Verfilmung der Fantasy-Trilogie "His Dark Materials" von Philip Pullman.
Ohne die Buchreihe gelesen zu haben war meine Vorfreude auf den Film groß: Ein toller Cast und ein schöner Trailer im Vorfeld, soweit sah alles vielversprechend aus. Doch was Regisseur Chris Weitz ("About a Boy") auf die Leinwand gebracht hat toppt sogar Uwe Bolls "Dungeon Siege", und zwar im negativen Sinne.
Zunächst einmal zum Positiven: Der Film bietet nette recht gut gemachte Special Effects. All die Tiere im Film, bzw. die Dæmons, sind größtenteils recht hübsch animiert und hinterlassen einen glaubwürdigen Eindruck. Das war aber beinahe auch schon alles, was sich positives über diesen Film sagen lässt.
Der Cast des Films ist mit Nicole Kidman, Eva Green, Daniel Craig und Sam Elliott auch sehr gut ausgefallen. Allerdings sollte man sich nicht allzusehr auf die Darsteller freuen, da man von ihnen sowieso kaum was zu sehen bekommt. Eva Green und Daniel Craig sieht man wenige Minuten im Film, ihre Rollen hätten auch von anderen Darstellern gespielt werden können, da sie sowieso nicht die Gelegenheit bekommen, in ihren Rollen aus sich herauszukommen. Auch bei Nicole Kidman, eine der wohl besten Schauspielerinnen unserer Zeit, ist das nicht anders, denn auch sie wirkt leicht unterfordert in ihrer Rolle. Einzig Sam 'The Ghostrider' Elliott macht einen coolen Eindruck, wenn auch nicht für sehr lange. Der Film konzentriert sich ansonsten hauptsächlich auf seine Hauptdarstellerin, der 13-jährigen Dakota Blue Richards. Es gab lange keinen Film, in dem mich ein(e) Hauptdarsteller(in) derart genervt hat wie in diesem Film. Richards spielt ihren Charakter derart nervig und unsymphatisch, dass man am liebsten vorspulen will.
Da ich das Buch nicht gelesen habe, kann ich nicht beurteilen, wie gut die Story adaptiert wurde. Aus meiner Sicht aber war die Story total unspannend erzählt worden, so dass man überhaupt keine Lust hatte, den Film zu Ende zu gucken. Mag sein, dass die Story in Buchform gut ist, auf der Leinwand sagte sie mir aber nicht zu. Ein kleines Mädchen macht sich mit ihrem Dæmon auf die Reise ein paar Kinder zu befreien, auf der sie einen ganzen Zoo an sprechenden Tieren trifft, nur um von einer langweiligen Szene in die nächste zu geraten, wo genau das gleiche geschieht. Spannung taucht dazwischen keine auf, Action-Szenen gibt es sowieso keine (auch wenn das Fans des Films sicherlich bei den kleinen Kloppereien im Film behaupten wollen), es herrscht gähnende Langeweile. Auch wenn es so klingt als wäre ich auf Action aus gewesen, das ist nicht unbedingt der Fall, aber dann doch bitte eine packende Geschichte auf der Leinwand erzählen. Der letzte "Harry Potter und der Orden des Phoenix" hat dies schließlich auch geschafft, indem er den Zuschauer von der ersten Minute an in eine nette Story und eine fantasievolle Welt hineinzieht. Wo wir gerade bei fantasievoller Welt sind: "Der Goldene Kompass" hatte bei mir nie das Gefühl erweckt, eine glaubwürdige, fantasievolle, atmosphärische Welt zu erschaffen. Von einem "Herr der Ringe" ist man dabei Lichtjahre entfernt. Nicht einmal die Musik schafft es, wenigstens ein Fünkchen Atmosphäre zu schaffen, der Soundtrack war einfach nur schlecht.
Fazit: "Der Goldene Kompass" ist für mich einer der schlechtesten Filme dieses Jahres geworden, ohne Spannung, Spaß oder Magie, die solch ein Film auf den Zuschauer austrahlen sollte, zu entfalten. Wer das Buch gelesen hat und nicht anders kann, möge sich den Film ruhig antun, ansonsten würde ich dazu abraten. Gute Alternativen wie den "Sternwanderer" gibt es ja schließlich.
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Regisseur
Schauspieler
Nicole Kidman, Daniel Craig, Eva Green, Eric Bana, Sam Elliott, John Hurt, Ian McShane, Dakota Blue Richards, Simon McBurney, Adam Godley, Magda Szubanski, Tom Courtenay, Jim Carter, Nonso Anozie, Clare Higgins, Hattie Morahan, Jack Shepherd, Jack Shepherd, John Franklyn-Robbins, Bill Hurst, Ben Walker, Charlie Rowe, Jason Watkins, Paul Antony-Barber, John Bett, James Rawlings
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SERF / 01.12.2007 15:47:03
Echt? Nur 1 Stern? Hätte mir den NUR wegen Daniel angetan, aber wenn Du sagst, man sieht ihn eh nur einige Minuten im Film ... Sollte das nicht DER Box Office Hit werden, den New Line Cinema so dringend braucht?! :D LOL kann ich nur dazu sagen. Na mal schauen, was das Wochenende nach dem 7.12. im Amiland bringt...
4 Sternen
silab / 01.12.2007 16:34:58
sehr schlechter film in der tat. total langweilig erzählt, unspektakuläre aufnahmen und der wohl schlimmste score der filmgeschichte, sowas von unpassend, dass einem das trommelfell weh tut. schauspielerisch auch ziemlich mies, über die bären wollen wir mal an der stelle erst gar nicht reden :)
1 Sternen
Tyler / 01.12.2007 16:38:04
ohhh doch, über die bären wollen wir reden, denn der film heißt ja total falsch, nicht golden compass, sonder "knut - the movie" müsste der film heißen, selten so schlechte storyline gesehen. als in der ersten minute erklärt wird, dass die deamons der leute in gestalt von tieren immer nebenher trotten, war der film für mich gestorben, denn einen erneuten unlustigen dr. doolittle mit knut in der hauptrolle wollte ich mir nun wahrlich nicht antun.
habs aber doch getan, und bereue es zutiefst :)
1 Sternen
turbo / 01.12.2007 17:10:23
Serf, wieso dann eigentlich die Wertung wenn du ihn noch nicht gesehen hast?
nicht bewertet
Kaspian / 01.12.2007 18:14:20
Tja dann muss wohl Narnia nächstes Jahr die Fantasyehre retten und über 500Mille Einspiel kommen.
Obwohl auch "Knut" sicher sein Geld einspielen wird.
Ich erinner mich, das auch Potter anfangs verhaltene Kritiken bekam.
6 Sternen
Tyler / 01.12.2007 18:18:19
ja denn die kritiken zu Knut sind ja soweit ganz gut, was ich nicht ganz verstehen kann
1 Sternen
mye / 04.12.2007 17:05:03
kann ich mir gar nicht vorstellen, aber morgen werd ichs sehen, da schau ich ihn im kino... :)
4 Sternen
DZMemphis / 05.12.2007 01:39:37
Also!
Ich hab mir jetzt mal diese Kritik von Moviereporter durchgelesen und kann einfach nicht glauben was die dort fabriziert haben.
Ich habe für heute (Mittwoch) Vorpremieren Karten gekauft und werde nun sehr genau auf die Dinge achten, die der Schreiber kritisiert hat.
Doch vorweg schon mal eines:
Das Thema Herr der Ringe wieder anzuschneiden war von ihm genauso Sinnlos, wie zu sagen, dass einen der Haauptcharakter nervt.
Herr der Ringe ist ein grandioses Epos und man muss zugeben, dass viele auf dieser Welle reiten wollen.
Doch beispielsweise ist "Die Chroniken von Narnia" weder eine Nachmachung von Herr der Ringe, noch ein schlechter Film.
Die jenigen die sich in der Geschichte der eigentlichen Autoren auskennen, wissen, dass Tolkien (Schreiber von Herr der Ringe) und Lewis (Schreiber von Chroniken von Narnia) Freunde waren. Sie haben die Bücher also fast gleichzeitig geschrieben und keiner hatte die Möglichkeit beim anderen etwas nachzuahmen. Sie haben über ihre Werke disskutiert und philosophiert. Ganz zu Anfang sah es sogar danach aus, dass Herr der Ringe, eher ein Flop zu dieser Zeit werden sollte.
Hier also zu sagen, dass "Chroniken von Narnia" eine Nachahmung von "Herr der Ringe" ist, ist kompletter Müll und zeigt nur die inkompetenz des Schreibers im Bezug recherchieren wieder.
Desweiteren ist natürlich klar, dass, wer solch einen undiskutablen Blödsinn zur Geschichte von Tolkien und Lewis schreibt, ebenfalls nur Blödsinn über dessen Kritik schreiben kann.
Wer vornherein schon mit dem Gedanken rein geht: Es ist eh nur eine Nachmachung von Herr der Ringe, der wird natürlich enttäuscht. Es ist zu schwer Herr der Ringe zu topen.
Außerdem würde der Schreiber, beim durchlesen von der Reihe um Lyra und ihre Welt, erkennen, dass der Charakter, und sei es der Hauptcharakter, das spielt keine Rolle, nicht immer dem Publikum oder dem Leser vermittelt, gemocht zu werden.
Meines Erachtens nach, war Lyra immer genau so wie ein kleines Mädchen sein soll: Nicht immer verständnissvoll, oft mals rechthaberisch und manchmal sogar einfach nur zickig.
Und wenn der Schreiber seine, dort natürlich nicht geäußerte, Begründung auf seine antisympathie der Schauspielerin, und damit gleichzeitig dem Charakter, zuschreibt, dann bin ich der Meinung, dass er erst einmal das Buch lesen sollte, bevor er sich in eine so vernichtende Kritik zu wälzen.
MEIN Fazit ist also: Der Schreiber mag seine Meinung ja recht gründlich dargestellt zu haben, doch mir fällt der Einbezug auf das Buch, und da es sich hierbei um eine Buchverfilmung handelt, ist es ein MUSS sich darauf zu beziehen. Desweiteren liegt der Schreiber vollkommen falsch mit seiner Herr der Ringe Philosophie und kann deswegen von mir schon gar nicht ernst genommen werden. Und zum Schluss kann ich sagen, dass Menschen die davon ausgehen die GUTEN in einem Film immer und überall mit jeder Handlung und mit jedem Wort zu mögen, in einer Traumwelt leben. Denn wer richtig hinschaut, und vielleicht sogar besser liest, der wird schnell erkennen, dass im Buch die Guten ihre Markel und die Bösen ihre berechtigten Gründe zum handeln haben.
5 Sternen
siBBe / 05.12.2007 02:05:15
@DZMemphis
Zunächst einmal musst du bedenken, dass die das ganze natürlich eine subjektive Meinung ist. MIR hat der film nicht gefallen, ich schreibe aus meiner perspektive dass der film meiner meinung in die Hose gegangen ist. Muss nicht heissen, dass du genauso denkst, ich hab schon teilweise recht gute kritiken zu dem film gesehen, die meinungen spalten sich also. Möglicherweise wird er dir auch gefallen.
Desweiteren habe ich in der Kritik klargestellt, dass ich das Buch nicht gelesen habe, die komplette Kritik ist also aus sicht eines NICHT-Lesers, der sich einfach nur den Film anschaut und sollte eben auch als solche betrachtet werden. Es wird ja schließlich auch nicht erwartet, dass jeder Zuschauer des Films vorher das Buch gelesen hat um über den Film urteilen zu können.
Und auch wenn du schreibst ich wäre mit der Prämisse rangegangen, dass Der Goldene Kompass nur ein billiger Abklatsch wäre: Ganz und gar nicht! ich habe mich richtig auf den Film gefreut! Meine Erwartungen waren sehr hoch und mir war klar dass das kein Herr der Ringe wird, dazu sind die Filme von der Art auch zu verschieden, nur muss man wenn man sich innerhalb des Fantasy-Genres befindet, eben mit Genrevertretern vergleichen. Der Grund warum mir der Film nicht gefiehl ist aber alles andere als der dass es kein Herr der Ringe ist. Der Sternwanderer zB ist auch kein Herr der Ringe, hat mir aber zB sehr gut gefallen! Die Gründe habe ich aber ausführlich in der Kritik aufgezählt.
Zur Hauptdarstellerin kann ich auch nur sagen, dass sie mich alles andere als überzeugt hat. Schau dir den Film doch erstmal an, wer weiß vielleicht gefällt sie dir auch mag sein, aber ich stand nach der Pressevorführung zumindest nicht alleine da mit meiner Meinung dass das kleine Mädchen alles andere als ein Sympathieträger war
Schau dir morgen den Film an und melde dich nochmal, würde mich interessieren wie er dir gefiehl
1 Sternen
siBBe / 05.12.2007 02:07:51
Ach und ein kleiner Nachtrag: Ich weiss nicht wie du darauf kommst mir vorzuwerfen, dass ich Narnia als Abklatsch von Herr der Ringe sehe, es sei denn du verwechselst mich mit irgendeinem anderen Verfasser
Zitat: "Hier also zu sagen, dass "Chroniken von Narnia" eine Nachahmung von "Herr der Ringe" ist, ist kompletter Müll und zeigt nur die inkompetenz des Schreibers im Bezug recherchieren wieder."
1 Sternen
Tyler / 05.12.2007 12:21:10
also nochmal, ich fand den FILM auch ziemlich mies. Niemals vergessen, dass ein film eigenständig funktionieren muss, wenn man das buch kennt, toll umso besser, wenn nicht auch gut. leute, die das buch nicht gelesen haben, dem film aba doch positiv aufgestellt waren oder sind, und ihn dann schlecht finden, da haben wohl die filmemacher was falsch gemacht. und wie gesagt, mittlerweile sind auch sehr viele schlechte kritiken aufgetaucht, da muss also schon was dran sein.
man vergleicht immer film mit film und nicht buch mit buch. also wenn jemand sagt, der war nicht so gut wie Herr der Ringe, dann ist das eine absolut legitime aussage, bezogen auf das erlebnis des zuschauers im kino beim medium film. man kan doch nicht allen ernstes erwarten, dass jeder zuschauer die komplette biographei der autoren kennen muss, um dann ganz sensibel an den film ranzugehen.
aber wie gesagt ich fand den eier, und das hat ganz gute gründe, die auch in der kritik angesprochen wurden.
1 Sternen
goodspeed / 05.12.2007 13:58:08
Sorry, noch nie eine so schlecht verfasste und oberflächliche Rezension gelesen. Abgesehen dass das Filmwissen des Autors anscheinend nur aus Jacksons Trilogy und neueren Fantasystoffen zu bestehen scheint und eine literarische Allgemeinbildung vermissen lässt, behandelt die Rezension nur Schauwerte und besteht nur aus plagiativen und unbegründeten Vorwürfen. Warum ist denn die Story so schlecht adaptiert? Was funktioniert nicht?
Ein Rezensent hätte eigentlich die Verantwortung, seine Gedanken trasparanter zu gestalten. In dem Fall ist es einfach: Der Typ kennt das Buch nicht, ok. Film scheisse. Ok. Und weiter? Mehr kann ich leider nicht herauslesen.
Und die Aussage über Alexandre Desplats Score bestätigt meine Ansicht.
nicht bewertet
siBBe / 05.12.2007 17:09:07
Eine Meinung ist nun mal Subjektiv, man kann es nie jedem Recht machen da es immer Leute geben wird, die eine andere Meinung teilen. Und dass sich besonders Kompass-Fans auf den Schlips getreten fühlen, war mir auch von vornherein bewußt. Ist auch kein Problem, solange man sachlich darüber diskutiert, wofür diese Plattform auch gedacht ist.
Und ob du es glaubst oder nicht, eine literarische Allgemeinbildung wird bei mir auch nicht vermisst, denn ich habe zu beinahe allen oben aufgezählten Filmen die Bücher gelesen (also Eragon, Herr der Ringe, Sternwanderer, Potter), bis auf die His Dark Materials-Reihe eben. Darum fühl ich mich damit auch nicht wirklich angesprochen.
1 Sternen
Kaspian / 05.12.2007 23:15:48
Habn heut gesehn..und fand eigentlich ganz gut...bin eben ein Fan von sprechenden Tieren....und Affen konnte ich noch nie leiden..und werde auch nie leiden könnne...doch ich habe den drang in den Berliener Zoo zu fahrn...
6 Sternen
DZMemphis / 05.12.2007 23:16:44
Nun da ich den Film gesehen habe, kann ich doch sagen, dass ich immer noch anderer Meinung bin als siBBe.
Vornherein sind die Effekte von den Tieren weder besser noch schlechter als Shrek 3 oder Sternwanderer. Sie gehören momentan zum Standard im Film. Da fand ich die Effekte in Beowulf wesentlich schlimmer. Meinungssache.
Der Charakter Lyra, und das wird jeden freuen der die Bücher gelesen hat, ist meiner Meinung nach grandios übernommen und gefestigt worden.
Klar, den einen mag es nerven, den anderen mag es sehr lustig vorkommen, wenn Lyra wieder aufmüpfig wird und einen selbst an die Bücher denken lässt. Dies war zumindest bei mir der Fall.
Desweiteren kann ich sagen, dass Daniel Craig wirklich nur 5-10 Minuten auftaucht, dass hat aber leider nur damit zu tun, dass er im Buch ebenfalls wenig zur Handlung beiträgt. In der Buch-Trilogie wird er jedoch insgesamt viel öfter dargestellt. Und da ich schwer annehme, dass alle Bücher verfilmt werden, wird im nächsten Film, falls die Regisseure sich nicht entmutigen lassen, mit mehr Daniel Craig bestückt sein.
Die Daemonen sind gut umgesetzt und man erkennt Lyras Daemon Pan auf anhieb wieder, auch wenn mir die Synchronisationsstimme nicht gefallen hat.
Auch kann man sagen, dass es sich hierbei um einen Kinderfilm handelt. Also dürfen alle Bücher-liebenden nicht erwarten, dass viel Blut vergossen bzw. brutal gehandelt wird. Das fehlte mir am Film am meisten muss ich sagen. Die Brutalität des Bären ist vollkommen flöten gegangen und er wird dargestellt wie ein harter Brocken mit ein oder zwei Witzen.
Der zweite große Makel am Film war, dass er nicht endet wie das erste Buch. Ich möchte hier keinem etwas verraten, doch ich kann mit gutem Gewissen sagen, dass sich das Team bei einem misserfolg des Buches, ein Ende vorgezogen hat, welches den Film auch als Einzel-Film durchgehen lässt und nicht als Trilogie.
Kommen wir zu MEINEM Fazit des Films:
Für alldiejenigen, die "Der goldene Kompass" gelesen und lieben gelernt hat, wird der Film im großen und ganzen eine nette Visualisierung sein. Man erinnert sich an die Charaktere und wird erfreut feststellen, dass sich der Film sehr Stram am Buch hält. Es wird nicht, wie in anderen Filmen ich schon oft gesehen habe, die Handlung manipuliert um einen größeren und aufregenderen Film daraus zu machen. Gelungen ist auch die Schauspielerauswahl. Nicole Kidman und Sam Elliot sind eine große Bereicherung für den Film und helfen dem Spectator den Film zu genießen.
Als negativer Aspekt muss ich zugeben, dass der Bär verhätschelt wurde und es ein, von der Handlung her, vorgezogenes Ende gab.
Für alldiejenigen, die die Bücher um den goldenen Kompass nicht gelesen haben, wird ein kleiner, doch recht ausführlicher und angenehmer, Einblick in die Welt von Lyra geöffnet. Natürlich ist es, wie auch bei Herr der Ringe beispielsweise, so, dass der Film nicht an das Buch, herankommt.
Der Film schreibt keine Geschichte und wird ebenfalls nicht zum Epos erklärt und gehandhabt. Er dient zum vergnügen und versüßen eines Abends.
Und hier kann man auch sagen: Ob man jetzt mit einem süßgetränkten oder verbitterten Nachgeschmack aus dem Kino kommt, muss jeder für sich selbst erfahren.
5 Sternen
Mira / 05.12.2007 23:40:27
Habe ihn mir heute auch angeschaut doch leider hat mir der Film gar nicht zugesagt. Schade, denn im Vorfeld war ich von dem Trailer sehr angetan. Problem war dass mich die Story nicht in ihren Bann gezogen hat und völlig kaltgelassen hat. Auch hatte ich mein Problem mit dem ein oder andern Punkt der in der Kritik angesprochen wird. Naja was solls bald kommt ja Narnia
2 Sternen
Kaspian / 06.12.2007 00:52:08
Wie kann einen des kalt lassen wenn Kinder entführt und gequält werden? Allein die Szene wo dern namenlose Affe den armen Pan würgt...
6 Sternen
dark / 09.12.2007 03:03:27
Der goldene Kompass:
Ich muss ganz ehrlich sagen, das ich mit wenig Erwartungen ins Kino gefahren bin, nach den bisherigen Kritiken. Ich wurde allerdings eines besseren belehrt.
Die Charaktere überzeugen, die Sache mit den Dämonen und den sprechenden Tieren, rundet den ganzen Fantasie-Film als familienfreundlich und knuffig ab. Insgesamt ist die Welt schön in Szene gesetzt, nur die Sache mit dem Staub war etwas, nunja schlecht erklärt.
Das Ende war sehr plötzlich und deutet auf einen zweiten Teil hin, bin mal sehr gespannt.
4/6
6 Sternen
mye / 09.12.2007 15:08:44
inzwischen habe ich ihn wie angekündigt gesehen und muss sagen: mir hat er doch recht gut gefallen, so insgesamt/ definitiv kein großartiger film, aber gute unterhaltung - womit ich hier zum teil gar nicht zurecht komme, ist die harte kritik in richtig musik: ich empfand die musik an etlichen stellen, in etlichen szenen sehr gelungen, auch die effekte waren super, allein die szene, in der sie auf dem eisbären reitet, sieht doch klasse aus - insgesamt war es einfach eine lange einleitung der trilogie
4 Sternen
dark / 09.12.2007 23:22:01
@Mye : Mit der Musik muss ich dir Recht geben, empfand sie auch als passend. Die anderen 2 Teile der Trilogie sind wahrscheinlich so aufgeteilt wie bei LotR.
6 Sternen
Khitos / 10.12.2007 18:36:45
Naja ich versteh deine 1-Stern-Wertung echt nicht. Wenn du wirklich nichts an dem Film gut fandest...naja egal, deine Meinung...
Ich fand ihn etwas enttäuschend, aber immernoch empfehlenswert. 6/10!
Achja, Dakota ist seit langem ein Kind in einem Film, das mich nicht genervt hat ;)
3 Sternen
stallone / 11.12.2007 20:02:39
der trailor sieht ja einfach nur schlecht aus!
nicht bewertet
2loony / 12.12.2007 12:10:09
Also diese Moviereporter Kritik ist ja wirklich unglaublich. Ich habe selten Rezensionen gelesen, die den Stoff des Films vollkommen unbeachtet ließen. Der Schreiber hat eine ausschließlich oberflächliche, platte Schilderung verfaßt, darüber wie die Szenen rein bildlich dargestellt sind und wie und wo Effekte auftauchen. Der Film hat auch einen Inhalt!! Ich finde, daß es dem film zwar nicht ganz leocht gelingt, die tiefgründige Story rüberzubringen, dennoch wird sie aber ganz deutlich. Die Zerissenheit der Miss Coulter, die lieben will und nicht kann; charmant, betörend, manipulativ, kontrollierend, hinterhältig, gemein, im tiefsten Inneren zerstörerisch und doch auch Mitleid erzeugend, da sie selbst daran leidet; die moralische, unbedingte Forderung des Magisteriums (der Kirche) zur Unterwerfung, da es einfacher ist und besser für den Menschen (einfacher ihn zu kontrollieren, seelenlos) und die Idee, die Kinder von ihren Seelen zu trennen, bevor ihre Identität sich bildet; dieser Film hat psychoanalytische Tiefe und transportiert bittere Kritik an einer als Machtinstrument fungierenden konservativen katholischen Kirche, die auf einer religiösen Ebene, unter Androhung der Hölle, das Drama vieler verachteter Kinder wiederholt, die in ihrer Kindheit ebenfalls von ihren Seelen abgeschnitten wurden.
Dieser Film ist, obwohl er in der Umsetzung einige Schwächen aufweist, dadurch daß er so elementare Gefühle thematisiert, sehr berührend, finde ich.
nicht bewertet
Mira / 12.12.2007 19:27:30
An 2loony:
Schöne Analyse die du da lieferst, aber man merkt dass du das Buch gelesen hast. Du kannst mir nun wirklich nicht erzählen, dass all das, was du da schreibst, der Film einem rüberbringt. Wenn das Buch die Story besser rüberbringt mit diversen unterschwelligen Dingen glaub ich dir das (habe das Buch nicht gelesen), der Film tut dies aber nicht.
2 Sternen
reload81 / 14.12.2007 02:57:23
Ich habe mich bei einem Film noch nie so gelangweilt.
Habe die Buchreihe verschlungen.
Meiner Meiniug nach hält sich dert Film nur ansatzweise an das Buch und viele Dinge werden anders oder überhaupt nicht dargestellt, die ich im Buch als richtungsweisend ansah.
Ich kann nur jedem empfehlen: "Opfert ein paar euro mehr und kauft euch die Bücher, ihr werdet nicht enttäuscht sein!!!"
1 Sternen
Lorion42 / 18.12.2007 23:36:34
Ich hab das Buch nicht gelesen und war von dem Film sehr angetan. Besonders der Soundtrack und die Optik hat mir gefallen (um ganz oberflächlich zu bleiben)
Beim Soundtrack wurde aber auch sehr viel von HdR abgeguckt und klingt fast identisch. Warum er in dieser Kritik völlig unbegründet als grottenschlecht dargestellt wird, versteh ich nicht. Er trägt sehr zur wunderbaren Atmosphäre bei.
Der Spannungsbogen war gut gesetzt und die Actionszenen sind klein aber gut gemacht.
Die Darsteller haben meiner Meinung nach ohne Ausnahme gut gespielt. Auch die Hauptdarstellerin (auf der eindeutig der Fokus liegt und der den Film zu einem Kinderfilm macht) hat super gespielt und ich fand sie zu keiner Zeit nervig (wenn man nicht gerade Kinder hasst).
Die einzige Schwachstelle bei dem Film ist die teilweise sehr konstruierte Story. Oftmals tauchen genau im richtigen Augenblick Leute (oder Eisbären) auf, die die Story vorantreiben ohne dass man auch nur Ansatzweise deren Motivation versteht. Und warum können die Kinder von einem Schnitt auf den Nächsten so einfach entkommen? Warum vertraut Lyra dem Luftcowboy ohne Rückfrage? Warum ist Daniel Craig komplett allein unterwegs?
Lauter ungeklärte Fragen, die man aber dem Film verzeihen mag, denn er schenkt einem das, was man erwarten kann: Gute Unterhaltung in einer fantastischen Welt, die unserer gar nicht mal so unähnlich ist.
P.S.: Diese Kritik ist wirklich schlecht. Es wäre schön, wenn sie überarbeitet werden könnte. Wenn man einen Film kritisieren möchte, dann kann man nicht einfach alles aufführen, was einem nicht gefallen hat, ohne es nicht wenigstens zu begründen. Dieser negative Rundumschlag ist einfach nur kindisch.
nicht bewertet
Monsterbaum / 21.12.2007 22:16:33
Also um ehrlich zu sein. ich habe sowohl das Buch gelesen als auch den Film gesehen und fand beides sehr gut. Natürlich kann der Film nich ganz genau wie das Buch sein (wäre ja auch ein bisschen zu lang oder??) aber er hat sich, meiner Meinung nach, ziemlich nahe am Buch bewegt. Ein paar Szenen sind natürlich nich ganz nach dem Buch aber ich finde das diese Szenen nich wirklich wichtig für die handlung der Geschichte ise. im allgemeinen fand ich den Film sehr ansprechend. natürlich ist das nur meine eigene Meinung
6 Sternen
Jensman / 22.12.2007 10:20:48
Kann mich hier nur anschließen. Waren zu dritt gestern im Goldenen Kompass und hatten uns auf einen schönen Kinoabend gefreut. Wurde leider nichts. Der Film ist ein derartiger langweiliger Unsinn, dass wir schon nach 45 Minuten das Kino ziemlich sauer verlassen haben. Die animierten Eisbären habe ich gar nicht mehr gesehen. Und da habe ich sicher nichts versäumt. Wir waren auch nicht die Einzigen, die während der Vorstellung gegangen sind. Insgesamt sind so ca. 10% der Kinobersucher schon während der ersten Stunde verärgert gegangen. Soll laut der Mitarbeiter im Kino bei dem Film wohl bei jeder Vorstellung vorkommen. Mein Empfehlung: Lieber zu Hause bleiben und fernsehen. So schlecht kann das Fernsehprogramm selbst im Zeitalter von Casting- und Ekel-Dschungel-Shows gar nicht sein, wie dieser Film. Echt eine Frechheit, so etwas Kinobesuchern zuzumuten. Ich bin in den letzten 25 Jahren dreimal während eines Films vorzeitig gegangen, gestern war das vierte Mal. Und es soll wohl tatsächlich noch zwei Fortsetzungen geben. Unglaublich, für was sich gute Schauspieler hergeben.
1 Sternen
Monsterbaum / 23.12.2007 20:13:37
gib doch bitte mal eine begründung wieso du den Film so schlecht findest. Das man einen film schlecht findet schön und gut. aber erklährt doch mal plz warum.(die sache mit den eisbären kamm ja vorher schon:))
6 Sternen
Jacke / 06.01.2008 14:24:52
das Buch war wesentlich besser - aber für die schönen Landschaften und die Schauspieler gibts ***
3 Sternen
Jigsaw / 08.04.2008 22:10:09
Wie ich sehe sind die meinungen zu diesem Film sehr zwiegespalten ums mal vorsichtig auszudrücken,Tatsache ist das nun mal jeder einen anderen Geschmack hat und deshalb den Film nur aus seiner eigenen Warte aus beurteilen kann und sollte und wenn jemand seine meinung vertritt sollte man ihm deshalb nicht gleich auf den schlips treten,das zu der obrigen aussage von DZ Memphis.Zum Golden Kompass ist zu sagen das man natürlich im Vorfeld sehr viel erwartet hat und mit sicherheit ist der Film hinter diesen Erwartungen zurückgeblieben aber was solls,man muß ihn betrachten als was er ist,Fantasy Familienunterhaltung und in diesem Rahmen geht er schon in Ordnung.
4 Sternen
donassyrian / 09.05.2008 09:57:47
@DZ Memphis:
Hast einen schlechten Tag gehabt und wahrscheinlich gedacht, dass du deinen Frust mal im
Forum an einer Person ablässt. Die Art und Weise deiner Kritik ist ehrlich gesagt: zickig und überhaupt nicht objektiv.
Da hat sich dein Kontrahent "siBBe" als wesentlich erwachsener und objektiver erwiesen. Im Gegensatz zu dir hat er dich nicht persönlich angegriffen. Unglaublich wie manche Leute sich aufführen.
Davon mal ganz abgesehen: deine Bewertung ist "5 Sterne" ohne den Film zu sehen?? Dazu gibts nichts hinzuzufügen, ausser, dass du dich ja wahnsinnig ins Zeug legst um das Ansehen dieses Filmes zu verteidigen. Stehst du vielleicht mit dem Autor oder dem Regisseur der Werke in irgendeiner Beziehung??
Zuletzt: Ich habe mich gerade nur angemeldet um mich auf den Beitrag von DZ Memphis zu beziehen. Vielleicht werde ich mich nicht mal mehr hier ins Forum einloggen, aber die Umstände waren es mir wert so einer Person paroli zu bieten.
nicht bewertet