Sahara
Inhalt
Indiana Jones meets James BondFür den wagemutigen Schatzsucher, Unterwasserforscher und Frauenschwarm Dirk Pitt (Matthew McConaughey) beginnt das Abenteuer seines Lebens, als er eine antike Münze zugespielt bekommt, die mit einer alten Legende verknüpft ist. Das Artefakt, so glaubt es zumindest Pitt zu wissen, stammt von dem so genannten "Schiff des Todes" - einem verschollenen Kriegsschiff aus Zeiten des amerikanischen Bürgerkrieges, das angeblich eine sagenumwobene Fracht mit sich führte.
Gemeinsam mit seinem langjährigen Expeditionspartner und besten Freund Al Giordino (Steve Zahn) macht sich Pitt auf die Suche - unterstützt von dem ehemaligen Navy-Admiral Sandecker (William H. Macy), der Pitts Unternehmungen mit Hilfe der von ihm gegründeten Organisation NUMA (National Underwater and Marine Agency) finanziert.
Bei ihrer ersten Station in dem afrikanischen Staat Mali stoßen Pitt und Giordino zunächst jedoch auf die attraktive Dr. Eva Rojas (Penélope Cruz), eine Ärztin im Einsatz der Weltgesundheitsorganisation, die einer mysteriösen Epidemie auf den Spuren ist, die vermutlich in vergifteten Wasserquellen in Afrika ihren Ursprung hat.
Als sie jedoch bei ihrer Arbeit zunächst durch den undurchsichtigen Geschäftsmann Yves Massarde (Lambert Wilson) gehindert und kurz darauf von waffenstarrenden Schergen fast ums Leben gebracht wird, die unter dem Kommando des afrikanischen Generals Kazim (Lennie James) stehen, wird Pitt klar, dass seine Schatzsuche unmittelbar mit den Nachforschungen der Ärztin in Verbindung steht.
Und es beginnt eine absolut halsbrecherische Jagd ganz im Stile von Indiana Jones.
Kritik
Die Charaktere aus SAHARA stammen aus der Feder von Bestseller-Autor Clive Cussler, der den Helden Dirk Pitt in bislang achtzehn Romanen zum blühenden Leben erweckte.Pitt ist eine Mischung aus dem abenteuerlustigen Schatzsucher Indiana Jones und dem Geheimagenten mit der Lizenz zum Töten im Auftrag Ihrer Majestät, James Bond, stets wagemutig, halsbrecherisch, manchmal ungetüm, immer cool, aber immer ein Gentleman. Man nimmt Matthew McConaughey die Rolle ab, da er einer der wenigen Darsteller ist, die einen durch ihren Charme sofort in ihren Bann ziehen.
"Dirk Pitt ist ein Held für das 21. Jahrhundert und ein echter Renaissance-Mann", beschreibt Matthew McConaughey seine SAHARA-Hauptfigur, "denn er könnte nachmittags mit Alligatoren kämpfen und abends mit der Königin auf einem Ball tanzen. Mich fasziniert diese Vielseitigkeit - er ist Sohn eines Senators und ein Wissenschaftler zugleich, jagt aber auch Schätze wie ein Pirat und kann Tequila trinken wie ein ganz normaler Kerl. Und vor allem: Er ist in jeder Situation ein absoluter Gentleman!"
In den "opening Credits" des Film wird einem sein Charakter, in Form einer sehr schönen Kamerafahrt durch sein Arbeitszimmer, näher gebracht. Man sieht all seine Errungenschaften, seine Freunde, seine Arbeiten, seine Vergangenheit als Navy Seal, alles durch eine "steady-cam" Einstellung, die am Ende auf einen Globus zoomt, um schließlich über dem Meer in Lagos auf den Jeep von Penelope Cruz zuzusteuern. Und spätestens ab hier ist man dem Bann des Films unterlegen, denn filmtechnisch macht der Streifen eine Menge her, zu keinem Zeitpunkt merkt man dem Film an, dass es das Erstlingswerk vom Spielberg-Protegé Breck Eisner ist. Die vielen guten Kamerafahrten durch die Wüste, die sehr guten Action-Einlagen, tolle Verfolgungsjagden, zu Wasser und zur Wüste, die perfekt getimeten witzigen Sprüche, sind nicht gerade die Merkmale, die die Filme eines Erstlingregisseurs ausmachen. Besonders die erste große Verfolgungsjagd auf Booten auf dem Niger-Fluss muss hier gesondert erwähnt werden, da ab diesem Zeitpunkt der Stein richtig ins Rollen kommt, und man sich richtig anschnallen muss, dynamisch unterstützt durch einen sehr guten Score von Clint Mansell, der schon den genialen Score zum genialen Film Requiem for a Dream komponierte. Der Film hat auch ruhige Stellen, die aber zu keinem Zeitpunkt langweilig werden, da sie immer die Geschichte vorantreiben, und da man immer gerne in Gesellschaft der Protagonisten ist.
Der Film lebt natürlich von der Chemie zwischen den Buddys Pitt und Al, die sich schon seit der Kindheit kennen, und jedes Abenteuer zusammen gemeistert haben. In jeder brenzligen Situation merkt man dem Duo an, dass sie sich nicht zum ersten Mal in so einem Schlamassel befinden, wobei Pitt immer die nötigen Ideen zum Überleben hat, während Al jedesmal sein Kopf dafür riskieren muss. Was der Zuschauer davon hat, sind handfeste Actioneinlagen, halsbrecherische Verfolgungsjagden gepaart mit witzigen Onelinern. Steve Zahn spielt hier zwar den Sidekick AL, aber er ist nicht der albernde tollpatschige Kumpel, sondern hat seine speziellen Fähigkeiten. Man könnte meinen, dass Pitt seine ganzen Aktionen ohne die Rückendeckung von Al nicht ausführen könnte. Al ist also der schützende Schatten von Pitt, was diesen film von vielen anderen Buddy Filmen abhebt, da beide Gleichwertig sind, wenn es darauf ankommt sich aus den Gefahren zu befreien. Dirk sieht natürlich unbesiegbar aus, könnte aber ohne die Hilfe von Al ganz einfach nicht überleben. Die beiden ergänzen einander, haben unterschiedliche Talente - und das macht sie zu einem Duo, das schwerlich zu stoppen ist. Zwar mag Dirk stets der erste sein, der sich in riskante Situationen stürzt, doch Al folgt ihm unbeirrbar. Wohl wissend, dass der Platz hinter Dirk nicht gerade der sicherste auf Erden ist. Da liegt meiner Meinung nach die große Stärke des Films, das perfekte Zusammenspiel der beiden Buddys und die vielen Abenteuer machen wirklich jede Menge Spass. Man fühlt regelrecht, dass die Darsteller während des Drehs wohl sehr viel Fun hatten.
Kann man auf eine Fortsetzung hoffen? Es kommt wohl auf die Boxoffice-Ergebnisse an, da die Geschichten ja schon als Buchvorlagen existieren, und Director Eisner den Film als Franchise ausgelegt hat. $130 Mill Produktionskosten dürfte recht schwer werden wieder einzuspielen, zumal jetzt im Sommer die "großen" Produktionen anlaufen. Hoffen wir auf gute Einnahmen an den Kinokassen weltweit und auf gute Verkaufszahlen bei der DVD, um weitere Abentuer mit Dirk Pitt und Al Giordino erleben zu drüfen.
Fazit:
Für alle Fans von gutgemachten Adventures ala Indiana Jones, National Treasure oder Bond-Like Filmen ist SARAHA natürlich ein musst-see Film.
SAHARA ist schlichtweg ein Feel-Good Movie, den man sich nicht entgehen lassen sollte, da der Film wirklich eine Menge Spaß macht, und am Ende des Tages zählt doch nur der Spaßfaktor.
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Regisseur
Schauspieler
Matthew McConaughey, Penélope Cruz, Steve Zahn, Dayna Cussler, William H. Macy, Glynn Turman, Lambert Wilson, Delroy Lindo



Jigsaw / 08.04.2008 18:28:52
Hier muß man nicht nach einer Handlung suchen,zurücklehnen genießen Spaß haben.
3 Sternen