Das Omen
The Omen
Inhalt
Ein Klassiker im Genre HorrorAlles beginnt in einem Krankenhaus in Rom. Es ist der 6. Juni.
Robert Thorn (Peck) erfährt, dass sein Sohn bei der Geburt gestorben ist. Seine Frau Katherine Thorn (Remick) weiß noch nichts von diesem Schicksal. Ein Geistlicher bietet dem verzweifelten Robert Thorn ein anderes Kind, dessen Mutter ebenfalls bei der Geburt verstorben ist. Der Junge hat keine Verwandten, niemand würde also etwas von dem Betrug erfahren; nicht einmal Katherine, die sich so sehnlich ein Kind gewünscht hat. Die Begründung des Geistlichen: Gott hat ihnen einen Jungen geschenkt; eine Äußerung, die in Anbetracht der tatsächlichen Gestalt Damiens sehr interessant erscheint.
Die Familie Thorn zieht den kleinen Damien (Stephens) auf, als wäre er ihr eigenes Kind, alles scheint in Ordnung... bis zu seinem fünften Geburtstag. Noch während der Feier stürzt sich das Kindermädchen der Familie aus dem Fenster und erhängt sich vor den Augen der Gäste und vor allem vor Damien... für Damien. Die kuriosen Geschehnisse häufen sich. Damien gerät völlig aus dem Häuschen, als ihn seine vermeintlichen Eltern mit in die Kirche nehmen wollen, Robert hat ständig Begegnungen mit einem Pfarrer, der ihn warnen möchte, behauptet er doch, von der wirklichen Gestalt Damiens zu wissen. Er verweist Robert an einen Mann, der in einem kleinen Ort fern seiner Heimat wohnt, aber noch stempelt ihn Robert als einen Verrückten ab und will nicht auf dessen Worte hören.
Als Katherine nach einem Unfall, an dem auch Damien beteiligt war, ins Krankenhaus kommt, wittert auch Robert endlich die Gefahr und macht sich mit Hilfe eines Fotografen auf, um das Geheimnis der drei Sechsen zu lösen... 666 - Das Omen.
Kritik
Es vergehen nicht viele Filmminuten, bis es sozusagen "los geht", denn schon recht früh erfährt man, dass mit dem kleinen Jungen Damien etwas nicht stimmen soll - der Sohn des Teufels? Nun, dafür, dass dieser Junge Satans Nachkomme sein soll, sieht man ihn ziemlich selten im Film. Einer der gröbsten Fehler, wenn man mich fragt. Denn eigentlich geht es doch um ihn. Nur kommt er so gut wie gar nicht zum Zug. Lediglich die Szene mit dem Dreirad im Flur, einige nichtssagende Auftritte und natürlich die finalen Szenen zeigen Damien, von dem man definitiv hätte mehr sehen wollen. Im letzten Drittel ist dieses Fehlen des eigentlichen Protagonisten so drastisch, dass man ihn beinahe vergisst.Man hört immer wieder den Ausdruck Spannungsbogen, wenn es um Geschichten geht. Er sollte wie eine schöne Parabel aussehen und ist eine Sache des Drehbuchautors. Hier hat Scriptwriter David Seltzer mehr ein Gebirge mit vielen unterschiedlich großen Bergen kreiert, denn wie gesagt geht es relativ schnell los, also ein rasanter Anstieg, nicht unbedingt schlecht, hier aber eher misslungen, denn so kommt es zu Szenen, die nicht realistisch wirken. Zu schnell äußert sich Katherine indirekt zu drastisch über Damien, von dem sie ja immerhin glaubt, dass er ihr Sohn ist. Ihre Reaktion würde eher zu Robert passen, der ja von der Wahrheit weiß und ständig von einem Mann gepredigt bekommt, dass Damien nicht sein, sondern der Sohn des Teufels ist.
Ansonsten geht es auf und ab, so dass der Film zwischendurch einige Längen aufweist, dann, als sich Robert und der Fotograf aufmachen, um die Sache ein für allemal zu klären, geht es wieder ein wenig rund, möchte ich sagen, wenn ich an das Kloster und die Friedhofszene denke. Aber alles in allem bleibt der Hauptteil eher schleppend und kann vor allem aufgrund der fehlenden Spannung nicht überzeugen.
Ein Kompliment geht an zwei bestimmte Szenen. Einmal die bereits erwähnte Flurszene, als Damien mit dem Dreirad auf Katherine zufährt. Einfach gut inszeniert, nette Perspektive und ein ansehnlicher Slowmotionfall von Katherine.
Die zweite Szene: Spoiler - fast am Schluss. Der Tod des Fotografen. Wieder wurde die Zeitlupe wunderbar eingesetzt, um hier die Enthauptung darzustellen. Das Problem ist nur: von diesen gelungenen Szenen sind nicht allzu viele vorhanden, vielmehr besticht der Film vor allem am Anfang durch ärgerliche inhaltliche Fehler, bei denen man als Zuschauer denkt, dass hier entweder ein sehr schwacher Drehbuchautor am Werk war oder Robert und Katherine Rabeneltern sind.
Was auch ganz ordentlich funktioniert ist die Rolle des nachfolgenden Kindermädchens, wodurch der Tod bei der Geburtstagsfeier auch gleich einen Sinn erhält. Gekoppelt mit den schwarzen Hunden bietet Mrs. Baylock (Whitelaw) einen angemessenen Bodyguard-Clan für den kleinen Damien, denn ihre ruhige Art im Umgang mit den Thorns, verbunden mit diesem gewissen mysteriösen Unterton und dem leisen, irgendwie verborgenen, aber doch sichtbaren Lächeln, wirkt ganz gut.
Da ich gerade dabei bin, die eher gelungenen Dinge von The Omen zu erwähnen... auch die Musik lässt sich in einigen Szenen hören.
Fazit: mir hat Spannung gefehlt, Schockmomente gab es überhaupt nicht und Damien war kaum zu sehen. Sehr gerne hätte ich diesen bösen Blick von ihm wesentlich öfter gesehen, hätte mich gerne erschrocken und gegruselt. Aber da war einfach nichts. So kam zwischenzeitlich sogar Langeweile auf... kein gutes Omen würde ich sagen.
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Regisseur
Schauspieler
Gregory Peck, Lee Remick, David Warner, Billie Whitelaw, Harvey Stephens, Patrick Troughton, Martin Benson, Robert Rietty, Tommy Duggan, John Stride, Anthony Nicholls, Holly Palance, Roy Boyd, Freda Dowie, Sheila Raynor


