Verfasst von Frank Neumann am 12.05.06 13:36:03 - 1 Kommentare

X-Men 2

Moviereporter-Bewertung:
  • 5.5/6 Sterne.
Leserwertung (14): 4.92 / 6

Land USA

Genre Action, Sci-Fi

Laufzeit: 133

Jahr 2003

Webseite

Kinostart: 01.05.2003
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Inhalt

Bilderbuchfortsetzung des ersten Teils.

Der Film beginnt mit einem Attentat des Mutanten Kurt Wagner alias "Nightcrawler" (Alan Cumming) auf den amerikanischen Präsidenten im weißen Haus. Nachdem der Anschlag in letzter Sekunde abgewehrt werden kann, befiehlt das Oberhaupt der vereinigten Staaten seinem Kommandant William Striker (Brian Cox), einem großen Mutanten Hasser, die Schule von Professor X einzunehmen und alle Insassen gefangen zu nehmen. In der Zwischenzeit sind die X-Men schon auf der Suche nach dem Ihnen unbekannten Mutanten, der den Anschlag im weißen Haus verübt hat und so werden Storm und Jean Grey damit beauftragt sich auf die Suche nach ihm zu machen. Sie finden ihn schließlich verletzt und am Ende seiner Kräfte in einer alten Kirche wieder und überreden ihn mit ihnen zu kommen. In der Schule bricht derweil die Hölle los, als Stryker´s Mannschaft die Jagd auf die jungen Mutanten eröffnet. Nur gut, dass sie nicht auf sich allein gestellt sind, denn auch Wolverine befindet sich als unfreiwillige „Nanny“ der Kinder in der Schule und verteidigt sie gegen die Millitärmannschaft. Zur gleichen Zeit, ohne von den schrecklichen Ereignissen in seiner Schule zu wissen, besucht Professor X seinen Alten Gegenspieler Magneto in seinem Plastikgefängnis (wir erinnern uns: Magneto hat die Gabe, alles Metall zu bewegen) um ihn wieder einmal zu überreden die Seite zu wechseln. Was Professor X jedoch nicht weiß, ist dass Magneto und Stryker zusammenarbeiten und so gelingt es Magneto auch aus seinem Gefängnis auszubrechen und Professor X zu entführen. In der Schule ist Wolverine mittlerweile auf Stryker getroffen und erkent in ihm seinen alten Ausbilder wieder, der damals an seinem Gehirn und Körper herum manipuliert hatte. Doch Stryker kann entkommen und schließlich offenbart sich den X-Men sein furchtbarer Plan: Stryker ist in der Entwicklung einer Maschine, die alle Mutanten auf der Stelle töten kann. Dies betrifft also nicht nur die guten X-Men sondern auch die Mannschaft von Magneto und so müssen sich Gut und Böse zusammenraufen und gemeinsam gegen ihren Feind kämpfen, um dieses schreckliche Szenario noch verhindern zu können. In einer alten Millitärbasis kommt es zur entscheidenden Schlacht bei der Wolverine endlich die Wahrheit über seine Vergangenheit erfährt und Jean Grey feststellen muß, dass sich ihre Kräft gegen sie wenden.

Kritik

X-Men 2 geht getreu nach dem Fortsetzungsmotto "Schneller, besser, härter". Und dieses Motto wird zum einen konsequent umgesetzt und zum anderen mit beachtlichem Erfolg. Der Film kommt direkt zur Sache. Nachdem im ersten Teil die Charaktere behutsam vorgestellt wurden, lassen die es nun furios krachen. Action steht ganz klar im Vordergrund dieses knallbunten Feuerwerks. Dabei hielt sich Regisseur Bryan Singer stark an der Comicvorlage. Hinzu kommt eine für Actionfilme außerordentlich gute Story. Das ständige hin und her mit dem Freund-Feind-Motiv sorgt für jede Menge Überraschungen, so dass es keine Längen oder eine schleppende Handlung gibt. Hinzu kommen die charismatischen Charaktere der Vorlage, sauber und effektvoll umgesetzt, bestimmen sie das Niveau des Films. Der Anspruch der Comicvorlage, z. B. Gleichberechtigung und Menschlichkeit, wird durch sie übermittelt.

Die Fans der Comics können sich besonders über die Einführung neuer Mutanten (Nightcrawler, Deathstrike, Pyro, Colossus,...) freuen und über die Entscheidung des Regisseurs, die Phoenix-Saga um Jean Grey langsam aufzubauen. Eine ganz kleiner Hinweis: Achtet auf den Schatten über dem Meer in der letzten Einstellung des Films. Wie niemals zuvor setzte man in X2 auf Gefühle und man erlaubt Figuren, die in X-MEN zu kurz gekommen waren (Storm, Iceman, Mystique) viel mehr Handlungsspielraum.

X-MEN besitzt ein ungewöhnlich hohes Maß an Tiefgang - jeder Satz sitzt, jede Mimik, jede Gestik eines jeden Darstellers passt - die Schauspieler sind Gott sei Dank die gleichen wie im ersten Teil und Bryan Singers Regiearbeit ist einmal mehr meisterhaft. Die Geschichte besteht aus unzähligen Einzelstorys und jedem Protagonisten wird erstaunlich viel Raum gewähren - in 128 Minuten kommen 11(!) Hauptcharaktere zum Zug, von denen nicht einer nur als Stichwortgeber in Erscheinung tritt. Alles wird geboten : Zwei Lovestorys (z.B. das altbewährte Love Triangle Jean Grey, Cyclops, Wolverine) , die Zusammenarbeit erbitterter Gegner (Magneto & Professor Xavier), Rassenhass (Menschen gegen Mutanten), Vergangenheitsbewältigung (Wolverine VS. Stryker) und vieles, vieles mehr. Persönlich hatte ich zu keinem Zeitpunkt auch nur den geringsten Zweifel an der Glaubwürdigkeit der Figuren oder der Handlungsfäden. Ähnlich wie in der HERR DER RINGE - Trilogie scheinen die Schauspieler ein Teil ihrer Rollen geworden zu sein - alles passt perfekt. Am auffälligsten sind hier Brian Cox in einer Rolle, die man liebt zu hassen und Famke Jannsen, die als Jean Grey, die von ihren eigenen Kräften bedroht wird, eine derart emotional packende Verwandlung durchmacht, dass am Ende die Taschentücher bereit liegen sollten. Hugh Jackman gibt wie immer einen messerscharf pointieren Wolverine ab und selbst Halle Berry gibt ihrer Storm endlich mehr Kontur. Kurz: das Timing, der Schnitt, der Humor - alles passt perfekt und machen "X Men 2" zu einem Meisterwerk seines Genres !

Fazit: X-Men 2 ist eine Fortsetzung aus dem Bilderbuch: knallbunte Action, noch mehr interessante Charaktere und Darsteller, die ihre Rollen wundervoll weiter entwickelt haben.

Jetzt kommentieren? / 1 Kommentare

  1. Kaspian

    Kaspian / 29.12.2007 22:36:44

    Der Film war sicher besser als der erste. Er macht da weiter wo Teil 1 endete.
    Doch für mich ist man einfach zu lose an der Vorlage. Zuviele verschiedene Storylines wurden hier hineingeschrieben welche alle genügend Stoff inne gehabt hätten für eigene Filme.

    Trotzdem sehe ich ihn mir immer wieder gerne an.


    nicht bewertet


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