Shooter
Inhalt
Ein ehrenwerter Mann, eine gekidnappte Regierung ein hochkarätiger ThrillerBob Lee Swagger (Mark Wahlberg) gehörte während seiner Militärdienstzeit einer Eliteeinheit der US-Marines an. Er war ein loyaler, absolut zuverlässiger und brillanter Scharfschütze, genannt "Shooter". Nicht ohne Grund kehrte er dem Job den Rücken zu: Nach einem niederschmetternden Verrat kam sein Partner und bester Freund ums Leben. Heute lebt der harte Kriegsheld in der menschenleeren und atemberaubenden Wildnis der Berge, vor allem um nicht gestört werden zu können. Umso launiger reagier er, als eines Tages der pensionierte Colonel Isaac Johnson (Danny Glover) ihm einen Beusch abstattet und ihm versichert, das das Land ihn wieder brauchen würde. Ein Attentat auf den amtierenden Präsidenten stehe kurz bevor und nur Swaggers tödliche Präzision und seine ballistische Erfahrung könnte den Attentäter aufhalten.
Widerstrebend nimmt Swagger den Auftrag, sein Land ein letztes Mal zu dienen, an. Am Tage des bevorstehenden Attentats nimmt Swagger seine Position ein, doch alles gerät aus dem Ruder: auf dem Präsidenten wird geschossen und nun wird plötzlich er als Attentäter gehandelt. Swagger kann fliehen, doch landesweit macht er in allen Nachrichten Schlagzeilen. Auf seiner Flucht bittet er die Frau seines Ex-Partners, Sarah Fenn (Kate Mara), um Hilfe. Die Zeit läuft: Swagger muss herausfinden, wer die wirklichen Attentäter sind, bevor das Land ihn findet. Dabei hilft ihm ein junger FBI-Agent, Nick Memphis (Michael Peña), der aus Loyalität zu Swagger seine eigene Karriere auf dem Spiel setzt. Beide stehen plötzlich kurz davor eine Verschwörung im Herzen der amerikanischen Machtzentrale aufzudecken, was die Sache noch prekärer macht ...
Kritik
Regisseur Antoine Fuqua hat mit Filmen wie "Tränen der Sonne", "King Arthur" und "Training Day" mehr als nur einmal auf sich aufmerksam machen können. Sein neuester Streifen basiert auf der Figur des Roman-Bestsellers "Point of Impact", des mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichneten Autoren Stephen Hunter. Das Buch wurde aufgrund des intelligent aufgebauten und beängstigten Spannungsbogens begeistert aufgenommen. Wie auch schon in einigen anderen Werken von Fuqua spielen in "Shooter" Schlüsselwörter wie Ehre, Loyalität und Mut eine entscheidende Rolle. Ziemlich heikles Terrain, werden doch in der heutigen Zeit, in der politisch alles komplizierter und so manches immer korrupter wird, diese Schlagwörter eher selten benutzt.In "Shooter" begleitet das Publikum einen Ex-Helden, der den Ehrenkodex noch gelernt hat und sich plötzlich inmitten seines allerschlimmsten Alptraumes wiederfindet: er soll auf den US-Präsidenten ein Attentat verübt haben. Der mutmaßliche Attentäter wird von dem gesamten Staatsapparat gejagt und wird dabei von seiner eigenen Vergangenheit eingeholt. Ein Thriller nimmt seinen Lauf, der sich immer tiefer in ein Netz aus Verrat und Verschwörung gräbt, das sich bis in den innersten Kern, der US-amerikansichen Regierung zieht.
"Shooter" ist ein abgründiger Politthriller, der in der ersten Stunde an Tempo rasant überzeugen kann. Die Story ist zunächst scheinbar schnell erzählt: eine Ein-Mann-Armee gegen den Rest des Landes. Der 35-jährige Mark Wahlberg spielt den in die Falle getappten Eliteschützen Swagger, dessen Charakter laut Produzent Lorenzo de Bonaventra an klassische Westernhelden wie John Wayne erinnern soll, dessen Tugenden fast gleich mit denen von Swagger waren, niemals an den falschen Stellen Kompromisse machen. Doch schnell wird Swagger davon überzeugt, dass er Hilfe braucht und frischt alte Verbindungen auf und kommt erstmal bei Sarah Fenn, gespielt von Kate Mara, der Freundin seines toten Partners unter. Auf der Flucht hat er den FBI-Agenten Nick Memphis überwältigt, der von Michael Peña gespielt wird. Obwohl alle Indizien darauf hindeuten, dass der mutmaßliche Attentäter der Schuldige ist, hegt Memphis Zweifel und setzt seine eigene Karriere aufs Spiel, um den Ex-Soldaten zur Seite stehen zu können. Ein genialer Schachzug von den Produzenten, Peña einzusetzen, der durch seine Rolle etwas frischen Wind in die Story bringen kann. Swagger wurde verraten und verkauft. Nicht nur jede Bewegung auf seiner Flucht muss nun strategisch geplant sein, sondern er muss auch noch als Mann weiter heranreifen. Diese Entwicklung wird leider nicht ganz stringent durchgezogen und somit geht dem Film etwas an Tiefgang verloren, den er als Politthriller angekündigt hatte.
In der zweiten Hälfte des Filmes wird das korrupte Geflecht immer deutlicher. Und wenn dem Film ein wenig an Tiefgang fehlte, im Zweiten und besonders im letzten Drittel wird deutlich, dass Fuqua als Actionregisseur ein Garant für Sympathiepunkte beim Publikum ist. Einmal mehr zeigt Wahlberg seine Muskeln und die stählernen Läufe seiner Waffen und das Politische taucht immer weiter ins Abseits und muss sich hinter der coolen, spannenden Action verstecken. Doch wer hinter "Shooter" einen Politikthriller à la "Syriana" vermutete, war eh sowieso an der falschen Adresse.
Fazit:
"Shooter" kann zweifellos zu den "Mann-auf-der-Flucht" - Verschwörungsthrillern der 70er Jahre gezählt werden, in denen sich tiefes Misstrauen gegenüber den Regierungen und Behörden widerspiegelten, was in der heutigen Zeit aktueller denn je ist. "Shooter" ist zwar kein tiefgründiges Filmereignis, doch der Film ist an manchen Stellen spannend, actionreich ... mit einem coolen Wahlberg in der Titelrolle.
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Regisseur
Schauspieler
Dean McKenzie, Jonathan Walker, Ned Beatty, Rich Bryant, Michael-Ann Connor, Mike Dopud, Molyneau DuBelle, Lane Garrison, Tammy Gillis, Danny Glover, Mackenzie Gray, Derege Harding, Adrian Hughes, Kamal Jones, Michael Wingate Jones, Elias Koteas, Barbara Lessin, Roberto Lombardi, Steve Lord, Darrin Maharaj, Christopher Mann, Kate Mara, Brian Markinson, Darren Massey, Charles McClelland, David Milchard, Rhona Mitra, Anthony Pena, Michael Peña, Zak Santiago, Rade Serbedzija, Danielle Stoner, John Tench, Bruce Thompson, James Tunnicliffe, Marvina Vinique, Mark Wahlberg, Jamal Weathers, Linda E. Williams, Lenore Zann



Rusty / 17.12.2007 18:27:04
langweilig, bin bei diesem film eingeschlafen. das sagt eigentlich alles über diesen film aus.
1 Sternen
DocProc / 18.12.2007 15:01:42
Mir hat er sehr gut gefallen, Wahlberg spielt seine Rolle echt gut. Auch Story und Action spielen sich meiner Meinung nach gut die Bälle zu.
4 Sternen
kaRo / 18.12.2007 17:02:27
Auch mir hat dieser Film von Fuqua sehr gut gefallen - nicht eine Minute lang, hab ich auf die Uhr geschaut oder mich gefragt, wann der Film endlich vorbei ist. Und DAS will was heißen... Von mir gibt's darum 5 Sterne!
6 Sternen
Zoidberg / 28.04.2008 10:58:13
Sehr spannender Film, nach der schlechten Neuverfilmung von Planet der Affen hat Wahlberg es bei mir mit diesem Film wieder gut gemacht.
5 Sternen