Verfasst von Thorsten Meiritz am 16.08.07 14:24:52 - 4 Kommentare

Das Bourne Ultimatum

The Bourne Ultimatum

Moviereporter-Bewertung:
  • 5.5/6 Sterne.
Leserwertung (17): 5.05 / 6

Land USA

Genre Action, Drama, Thriller

Laufzeit: 111

Jahr 2007

Webseite
Trailer

Kinostart: 06.09.2007
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Inhalt

Die Jagd nach Jason Bourne geht in die dritte Runde. Diesmal wollen ihn hochrangige CIA-Offiziere zum Schweigen bringen, die in seine düstere Vergangenheit involviert sind.

Der britische Journalist Simon Ross (Paddy Considine) tut eine hochrangige Quelle innerhalb der CIA auf, die ihn über ein geheimes Programm namens Blackbriar informiert. Dadurch weckt der Journalist ungewollt die Aufmerksamkeit der CIA. Ross veröffentlicht einen Artikel, der sich mit dem Thema Treadstone und auch mit Jason Bourne beschäftigt.
Jason Bourne (Matt Damon) befindet sich zur gleichen Zeit in Moskau auf der Flucht vor der Polizei. Er leidet noch immer unter Amnesie und hat keine Kenntnis von seiner wahren Identität. Er wird von einer weiteren bruchstückhaften Erinnerung gequält, die auf seine Rekrutierung zurückgeht. Um Licht ins Dunkel zu bringen muss er seine Tarnung erneut aufgeben, um mit Ross zusammenzutreffen.
Mittlerweile wird Ross von der CIA überwacht. Die Leitung der Operation hat Noah Vosen (David Strathairn). Er ist der Leiter der Treadstone-Nachfolgeoperation Blackbriar und lässt Ross auf Schritt und tritt verfolgen. Als Bourne ins Spiel kommt, will Vosen die beiden durch einen Killer ausschalten lassen. Bourne entkommt dem Attentat jedoch und verfolgt die Spur weiter nach Madrid.
In der Zwischenzeit wird Pamela Landy (Joan Allen) in die Fahndung nach Jason Bourne eingeschaltet. Dank ihrer Hilfe gelingt es der CIA erneut Bournes Fährte aufzunehmen. Dieser trifft in Madrid auf eine alte Bekannte aus dem Treadstone-Programm, Nicky Parsons (Julia Stiles). Mit ihrer Hilfe gelingt es Bourne, Ross' Quelle innerhalb der CIA ausfindig zu machen, doch bevor er mit Neal Daniels (Colin Stinton) Kontakt aufnehmen kann, wird dieser von Vosen durch einen weiteren Killer aus dem Weg geräumt. Auch Nicky steht nun auf der Abschussliste und Jason gelingt es nur knapp sie vor der Liquidierung zu bewahren. Sie befindet sich nun ebenso auf der Flucht und muss untertauchen.
Jason verfolgt unterdessen die Spur, die mittlerweile bis in die höchsten Kreise der CIA führt, weiter nach New York und kehrt zurück an den Ort wo alles begann…

Kritik

Jason Bourne, der Top-Agent ohne Gedächtnis ist zurück und macht sich auf, endgültig das Geheimnis seiner wahren Identität zu lüften. Dabei kommt er einigen hochrangigen CIA-Verantwortlichen in die Quere und bedroht deren Karrieren, weshalb er einmal mehr zum Abschuss freigegeben wird. Es erfolgt eine Hetzjagd rund um die halbe Welt, von Moskau, über London, Madrid und Tangier, bis er schließlich an dem Ort angelangt, an dem vor Jahren seine Rekrutierung von statten ging, mitten in New York City. Während dieser ganzen Jagd muss Bourne sich immer wieder seiner Häscher erwehren und entkommt nur knapp den Killerkommandos, die auf ihn angesetzt werden.

Diese Atemlose Hetzjagd wurde erneut von Paul Greengrass in Szene gesetzt, und der stellt sein können einmal mehr unter Beweis. In seinem typischen Dokumentarstil folgt er der Hauptfigur auf Schritt und Tritt mit Handkameras. Dadurch wirkt das Bild zwar des Öfteren ein wenig verwackelt, jedoch gewöhnt sich das Auge schon nach kurzer Zeit an diesen doch eher ungewohnten Anblick. Durch die Verwendung der Handkameras verleiht der Regisseur dem Film eine tolle Dynamik. Die Handlung kommt eigentlich nie zum Stillstand, sondern wird stetig vorangetrieben, so dass der Film von der ersten bis zur letzten Minute spannend bleibt und den Zuschauer an den Kinositz fesselt. Die mitreißende Story wird zudem von toll inszenierten Actionsequenzen untermauert. Hier wird dem Zuschauer alles geboten von halsbrecherischen Verfolgungsjagden bis hin zu handfesten Schlägereien, bei denen natürlich auch Jason Bournes einzigartiger harter und kompromissloser Kampfstil zum tragen kommt.
Die rastlose Spionagestory basiert erneut auf den Figuren, die Robert Ludlum mit seinem gefeierten Roman geschaffen hat. Diesmal haben sich mit Tony Gilroy, Scott Z. Burns und George Nolfi gleich drei Autoren des Drehbuches angenommen. Die Story schließt im Prinzip nahtlos an das (ursprüngliche) Ende des zweiten Teils an, als Bourne in Moskau auf der Flucht vor der Polizei ist. Die Szenen, die sich in der russischen Stadt abspielen, wurden im Übrigen erneut in Berlin gedreht. Von dort an spinnt sich die Geschichte fort und führt Bourne an verschiedene Schauplätze, bis er schließlich nach New York City gelangt und mit Pamela Landy Kontakt aufnimmt – eine Szene, die aufmerksamen Zuschauern des zweiten Teils bekannt vorkommen wird, denn diese Sequenz wurde dem ursprünglich gedachten Ende von "Die Bourne Verschwörung" angehängt. Somit schildert "Das Bourne Ultimatum" also die Geschehnisse, die sich zwischen den genannten Szenen abspielen – in meinen Augen eine geniale storytechnische Idee. Doch damit ist der Film noch nicht zu Ende, denn nun erfolgt erst der eigentliche Showdown, der an dieser Stelle natürlich nicht verraten wird. Nur soviel sei gesagt, Jason Bourne erfährt endlich wer er wirklich ist und wie er zu einem ausgebildeten Killer in Diensten des CIA geworden ist. Allerdings muss man auch nicht unbedingt die ersten beiden "Bourne"-Filme gesehen haben, um den dritten Teil zu verstehen, denn Jason Bournes bisherige Erlebnisse werden in einigen Erinnerungssequenzen kurz geschildert – ein weiterer, gut durchdachter Kniff in Bezug auf die Handlung.

Matt Damon schlüpft in "The Bourne Ultimatum" ein weiteres Mal in die Rolle des CIA-Killers, der an Gedächtnisverlust leidet. Der Wunsch seine wahre Identität zu ergründen, treibt ihn auch dieses Mal zum Äußersten. Er will endlich erfahren, wie er zu dem geworden ist, was er ist. Damon verkörpert Jason Bourne in gewohnt kompromissloser Manier und doch gelingt es ihm auch die menschliche Seite Bournes darzustellen, denn eigentlich will er ja nur in Ruhe sein Leben leben können, ohne befürchten zu müssen jederzeit einem Attentat zum Opfer zu fallen.
Auch Joan Allen verkörpert erneut ihre bereits bekannte Rolle der Pamela Landy. Schon im zweiten Teil stellt der Zuschauer fest, dass sie Bourne gerne helfen würde, und dass sie die dunklen Machenschaften der CIA nicht unterstützt. Diese Verhaltensweise wird im dritten Teil der Filmreihe weiter vertieft und kommt noch sehr viel deutlicher zur Geltung. Allen spielt ihre Rolle sehr solide und glaubwürdig.
Mit Julia Stiles kehrt eine weitere "Bourne"-Veteranin zurück. Sie ist, wie Matt Damon, seit dem ersten Teil mit von der Partie. Nicky Parsons arbeite einst am Treadstone-Programm aktiv mit. Im dritten Teil verbündet sie sich mit Bourne, um die verantwortlichen bei der CIA endgültig zu Fall zu bringen.
Neu in der "Bourne"-Familie ist Charaktermime David Strathairn. Er spielt den hochrangigen CIA-Mitarbeiter Noah Vosen. Dieser leitet das Geheimprojekt Blackbriar, ein Nachfolgeprojekt von Treadstone. Am Ende des ersten Teils wird dieses neue Projekt erstmalig erwähnt. Ohne jegliche Skrupel lässt Vosen jeden aus dem Weg räumen, der ihm und seinen Vorgesetzten gefährlich werden könnte. Strathairn spielt die Rolle des Bösewichts sehr überzeugend – eine regelrechte Antipathiefigur.
Die weiteren Nebenrollen sind ebenfalls glänzend besetzt. Hierzu zählen unter anderem die Hollywood-Veteranen Scott Glenn und Albert Finney, sowie Paddy Considine und Edgar Ramirez. Auch die Tradition der deutschen Schauspieler in der "Bourne"-Filmreihe wird mit einem Kurzauftritt von Daniel Brühl fortgesetzt. Er spielt Martin Kreutz, den Stiefbruder von Marie, die in den ersten beiden Teilen von Franka Potente verkörpert wurde.

Abschließend möchte ich noch einen Blick auf den grandiosen Score werfen, der einmal mehr von John Powell komponiert wurde. Neben dem bereits bekannten Bourne-Thema weist der Soundtrack diesmal einige arabische Einflüsse auf, die die halsbrecherische Verfolgungsjagd über den Dächern von Tangier untermalt. Wie der Film, so kommt auch der Score in keiner Minute zur Ruhe, sondern wird rastlos vorangetrieben, wodurch er ideal auf den Film abgestimmt ist und zu einem prägenden Element wird. Zu Beginn des Abspanns setzt wie bereits seit dem ersten Teil der Titel "Extreme Ways" von Moby ein – ein Song, der ins Ohr geht und zur Erkennungsmelodie des Films geworden ist.

Fazit: "Das Bourne Ultimatum" wird sicherlich eines der Highlights des diesjährigen Kinojahres darstellen. In den USA hat der Film bereits am Startwochenende geschätzte 70 Millionen US-Dollar eingespielt. Die intelligente Story ist zu keinem Zeitpunkt langweilig und wird von gut inszenierten Actionszenen und einem tollen Score untermauert. Die Darsteller des Films bieten allesamt eine sehr ansprechende Performance, allen voran Matt Damon als Jason Bourne. Zwar wird mit dem dritten Teil der Filmreihe endlich das Rätsel um die Identität des Hauptprotagonisten gelöst, allerdings lässt das Ende dennoch die Möglichkeit für einen weiteren Teil offen, was Fans der Reihe sicherlich erfreuen wird.

Jetzt kommentieren? / 4 Kommentare

  1. Rusty

    Rusty / 17.12.2007 17:48:57

    ich finde, dass dieser teil der beste teil aus der bourne-trilogie ist


    5 Sternen

  2. ThorriZ

    ThorriZ / 18.12.2007 14:42:41

    ja sehe ich eigentlich genauso, also teil eins und drei sind definitiv auf dem selben niveau, der zweite teil fällt ein wenig ab, aber auch nicht viel. insgesamt eine sehr gelungene trilogie, die eine neue art geheimagent geschaffen hat.


    5 Sternen

  3. Xylon

    Xylon / 08.03.2008 00:04:55

    Hat mir sehr gut gefallen die Bourne-Trilogie, da ich Agentenfilme schon immer fazinierend fand. Den dritten Teil musste ich sehen, weil ich wissen wollte wie denn nun wirklich alles angefangen hat.
    Aber im Großen und Ganzen war nix Neues mit dabei. Gestaltet war er wie die anderen zwei auch. Trotzdem gut gelungen :)


    4 Sternen

  4. DocProc

    DocProc / 19.06.2008 00:00:48

    der beste Teil der Triologie, mit einem wirklich atemberaubendem Fight


    5 Sternen


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