Die Simpsons - Der Film
The Simpsons Movie
Inhalt
Die Verfilmung der legendären ZeichentrickserieIn dem heißerwarteten Film, der der Serie zu Grunde liegt, muss Homer die Welt vor einer Katastrophe retten, die er selbst verursacht hat. Eine unselige Verknüpfung vieler Dinge setzt alles in Gang: Homer, dessen neues Haustier, ein Schwein, sowie ein mit Fäkalien gefülltes Silo, das ein Leck ausweist... und Springfield steht Kopf.
Marge ist zutiefst über Homers Tölpelhaftigkeit erbost, derweil ein rachelüsterner Mob sich auf den Weg zum Hause der Simpsons macht. Da hilft nur die Flucht. Die sogleich in einer Katastrophe endet, liegen sich die Familienmitglieder doch postwendend in den (schütteren) Haaren und gehen getrennte Wege.
Die Bürger Springfields sind denn auch ganz zu Recht erbost, hat Homers Dummheit doch die Aufmerksamkeit von US-Präsident Arnold Schwarzenegger (im Original gesprochen von Harry Shearer) sowie des obersten Umweltschützers Russ Cargill (im Original gesprochen von Albert Brooks) erregt. "Wissen Sie, Sir", erklärt Cargill dem Präsidenten, "als Sie mich zum Chef der EPA (Environment Protection Agency = Umweltschutzbehörde) machten, wurden Sie dafür gelobt, dass Sie einem der erfolgreichsten Amerikaner die Leitung einer der erfolglosesten US-Behörde übertrugen. Warum habe ich den Job angenommen? Weil ich ein reicher Mann bin, der etwas zurückgeben will. Nicht Geld, aber etwas". Dieses "Etwas" sieht es vor, die Katastrophe von Springfield zu verhindern. Dabei wird der Teufel mit dem Belzebub ausgetrieben.
Und während das Schicksal von Springfield an einem seidenen Faden hängt, begibt sich Homer auf seine Odyssee - ein schwerer Gang, muss er doch auf Marges Vergebung hoffen, die versprengte Familie wieder zusammenführen und seine Heimatstadt retten.
Kritik
Zwei Männer, die unbedingt im Zusammenhang mit der Zeichentrickserie The Simpsons genannt werden müssenm, sind James L. Brooks (Produzent) und Matt Groening. 1985 setzte sich das Rad einer zu Kultstatus avancierenden Zeichentrickserie in Gang. Alles begann mit einem Anruf von Brooks, der wollte, dass Groening, auf den er durch die Comicserie Life in Hell aufmerksam wurde, etwas für die Tracey Ullman Show zeichnet. So entstanden die Figuren, angeblich in nur 15 Minuten, und am 19. April 1987 feierte man dann mit einem Kurzfilm in der Tracey Ullman Show sozusagen die Simpsons-Jungfernfahrt.1989 wandelte der TV-Sender Fox Network die Idee in eine Serie um. Die Erstausstrahlung im deutschen Fernseher fand im Jahr 1991 statt, damals noch auf dem Sender ZDF, was sich aber bald -genau genommen schon 1994- ändern sollte. Seither werden die Folgen bei Pro7 ausgestrahlt.
Hinsichtlich der am längsten laufenden US-TV-Serie zur Prime Time haben es The Simpsons sogar in das Guiness-Buch der Rekorde geschafft. Zudem konnte man in all den Jahren etliche Preise abräumen, darunter zahlreiche Emmy-Awards. Am 20. Mai 2007 hat man bei Fox die 400. Episode ausgestrahlt.
Nun aber zum Kinofilm. Endlich! Die Simpsons finden den Weg auf die große Leinwand. Den Abenteuern der berühmten gelben Familie bequem aus einem komfortablen Kinosessel folgen. Nicht auf dem mickrigen Heimfernseher, nein auf riesiger Leinwand. Herrje, das Jahr 2007... für Fans der Serie ein ganz besonderes Jahr.
Und wie war es nun, dieses einmalige Erlebnis? Anstrengend, sage ich euch. Denn gleich zu Beginn des Films häufen sich die Lacher in Form einer Schnellfeuerwaffe, so dass man den Mund erst gar nicht wieder schließen muss, in Anbetracht der Tatsache, dass es nur weniger Sekunden dauern wird, bis der nächste Brüller durch die Reihen fegt. Unfassbar. So etwas habe ich noch nie erlebt und daher auch gleich die Erklärung für die Bewertung. Sicher, der Humor an sich, die Art und Weise wie hier Gags versteut werden, ist durch die Serie bekannt. Das Prinzip sozusagen. Aber wie kann man so dermaßen viele hochkarätige Witze erdenken und dann so gekonnt in Szene setzen? Ganz ehrlich. Ich habe noch nie so viel in einem Film gelacht. Ich habe noch nie erlebt, dass man nach den ersten fünf Minuten Sorgen bezüglich ernsthafter Kieferprobleme hat, den Mund aber einfach nicht geschlossen halten kann. Ich habe noch nie nach ungefähr fünfzehn Minuten Spieldauer zu meinem Sitznachbar gesagt: "Ich glaube wir sind im Begriff, den lustigsten Film aller Zeiten zu sehen". Und so kam es dann auch.
Nun, was soll man nun zu einer Simpsons-Verfilmung schreiben? Zu den Darstellern... das macht keinen Sinn. Zu den Synchronsprechern aber schon eher. Nehmen wir uns, da der Rest der Familie eh von den bekannten Sprechern und Sprecherinnen gesprochen wird, den Problemfall vor: Marge Simpsons. Gesprochen von Anke Engelke. Eigentlich muss jeder selbst entscheiden, wie er mit der Interpretation von Engelke zurecht kommt. Als ich sie das erste Mal als Marge hörte, dachte ich: ist doch gar nicht so schlimm, ein wenig zu viel Gekrächze vielleicht, aber sonst nicht unbedingt schlecht. Dann trafen sich ihre Stimme und mein Gehör ein zweites Mal und die Sache sah plötzlich anders aus: mit einem Mal klang diese Marge einfach nur scheußlich. Dementsprechend skeptisch ging ich also in den Film, zumindest was diesen Aspekt anbelangt. Und merkwürdigerweise kann ich mich an keine Szene erinnern, in der ihre Stimme unpassend klang. Möglicherweise war ich aber auch zu abgelenkt vom ständigen lachen und darauf achten, nicht zu lautstark zu bellen. Wie gesagt, im Endeffekt muss jeder selbst eine Meinung zu Anke Engelke-Marge Simpson bilden, wobei ich jedoch mehr negative Meinungen gehört habe.
Die Geschichte ist originell und spannend. Wer die Serie kennt, der weiß, dass man bei den Simpsons immer mit außergewöhnlichen Inhalten rechnen muss. So ist die Story des ersten Simpsons-Films auch dementsprechend aktuell (Klimaschutz), politisch (Schwarzenegger als US-Präsident mit wahnsinnig witziger Synchro), emotional (erheblichere Familien-Konflikte als eh schon), abgefahren (während über Springfield eine Kuppel sitzt, würde Homer am liebsten dauerhaft in Alaska leben), urkomisch (Spider-Schwein) und typisch gelb (Bart-Hals-Würger, Homer zieht den Zorn der Springfield-Bürger auf sich, Homers "Gehirn-Affe", usw.).
Fazit: Karte kaufen, Popcorn oder Tacos oder Eis, dazu ein kühles Bier oder ein Softdrink, dann zurücklehnen und einfach nur knapp 90 Minuten reines Spaß-Vergnügen genießen. Lacht, was das Zeug hält. Haltet euch nicht zurück, die anderen tun es auch nicht. Seid einfach für anderthalb Stunden (oder länger) gelb.
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Regisseur
Schauspieler
Julie Kavner, Nancy Cartwright, Dan Castellaneta, Yeardley Smith, Hank Azaria, Harry Shearer, Erin Brockovich-Ellis, Albert Brooks, Minnie Driver, Kelsey Grammer, Pamela Hayden, Tress MacNeille, Joe Mantegna, Maggie Roswell, Russi Taylor, Marcia Wallace, Karl Wiedergott



mye / 04.12.2007 17:51:59
besser hätte man die serie wohl kaum als kinofilm präsentieren können
6 Sternen
Kaspian / 06.12.2007 01:03:47
Des mit der Kuppel war übertrieben...meiner Meinung nach haben die Simpsons ihren Zenit mit Staffel 14 überschritten.
Matt Groennig sagte ja schon immer, ein Simpsonsfilm kommt, wenn die Quoten fallen....
nicht bewertet
Veremar / 09.12.2007 15:12:51
Der Film ist gut und witzig und wird den Simpsons mehr oder weniger gerecht. Trotzdem: ich hatte mehr erwartet.
5 Sternen
mye / 10.12.2007 16:58:24
tatsächlich? nein, also ich für meinen teil wurde mehr als überzeugt... ich verehre die serie, ganz klar, und demnach gespannt war ich auf den film und hatte natürlich auch dementsprechend hohe erwartungen... die wurden allerdings noch übertroffen/ allein die witz-dichte in der ersten film-hälfte stellt fast jede andere komödie in den schatten
6 Sternen