Verfasst von Thorsten Meiritz am 22.02.06 01:39:42 - 3 Kommentare

Das Kartell

Clear and Present Danger

Moviereporter-Bewertung:
  • 4.5/6 Sterne.
Leserwertung (9): 4.88 / 6

Land USA

Genre Thriller

Laufzeit: 141

Jahr 1994

Webseite
Trailer

Kinostart: 03.08.1994
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Inhalt

Jack Ryan muss den Posten des stellvertretenden CIA-Direktors einnehmen und sich gegen innere Feinde und die kolumbianische Drogenmafia zur Wehr setzten - eine weitere Verfilmung eines Bestsellers von Tom Clancy.

Schauplatz Südkaribik: Die US-Küstenwache bringt eine Yacht auf. An Bord machen sie eine grausige Entdeckung: Der amerikanische Geschäftsmann Hardin und seine ganze Familie wurden regelrecht hingerichtet. Da Hardin ein Freund und politischer Verbündeter des US Präsidenten Bennett (Donald Moffat) ist wird der CIA Analytiker Jack Ryan (Harrison Ford) mit der Aufklärung des Falls beauftragt.

Seine Recherche führt ihn alsbald auf die Fährte der kolumbianischen Drogenmafia. Es stellt sich heraus, dass Hardin Geschäfte mit dem Kali-Kartell gemacht hat und im Auftrag von dessen Boss Ernesto Escobedo (Miguel Sandoval) wegen Unterschlagung umgebracht wurde, obwohl ihm sein Sicherheitsberater Col. Felix Cortez (Joaquim de Almeida) davon abrät. Schon lange tobt ein Drogenkrieg zwischen den kolumbianischen Drogenkartellen und den USA, die die kolumbianische Armee im Kampf gegen die Kartelle finanziell unterstützt.

Währenddessen erkrankt der stellvertretende CIA Direktor und langjährige Freund von Jack Ryan, Admiral James Greer (James Earl Jones) unheilbar an Krebs. Ryan übernimmt seinen Posten und bekommt als erstes die Aufgabe den Kongress vom kolumbianischen Hilfsprogramm zu unterrichten. Auf CIA-Ebene muss er mit dem anderen stellvertretenden Direktor Robert Ritter (Henry Czerny) zusammenarbeiten, doch dieser arbeitet von Anfang an gegen ihn. Hinter Ryans Rücken wird im Namen des Präsidenten, autorisiert durch James Cutter (Harris Yulin), eine verdeckte Militäroperation gegen die Drogenkartelle geführt, die von John Clark (Willem Dafoe) geleitet wird. In der Schwüle des kolumbianischen Regenwaldes beginnt ein Guerillakrieg ohne die Genehmigung des Kongresses.

Inzwischen arbeitet Jack Ryan weiter an der Aufklärung der Hardin-Morde – eine unterschlagene Summe von mehr als 650 Millionen $ steht im Raum. Er wird zur endgültigen Aufklärung des Falls nach Kolumbien geschickt. Es gelingt ihm die Zusammenhänge zwischen Hardin und dem Kartell vollständig aufzudecken, jedoch beansprucht die kolumbianische Regierung die Gelder für sich, so dass FBI Direktor Emile Jacobs (Tom Tammi) zu Verhandlungszwecken nach Bogota geschickt wird. Der Konvoi vom Flughafen wird in einen Hinterhalt gelockt und vollständig aufgerieben – nur Ryan überlebt das Attentat

Kritik

"Clear and Present Danger" ist ein weiterer Politthriller des Bestsellerautors Tom Clancy. Diesmal widmet sich Clancy dem vieldiskutierten und ständig aktuellen Thema Drogen und dem "Krieg" zwischen den US-Behörden, besonders dem DEA, und den Drogenkartellen. Er beleuchtet mit dieser Geschichte die Thematik von verdeckten Operationen, von denen die meisten Regierungsmitglieder geschweige denn die amerikanische Öffentlichkeit oftmals nicht die geringste Ahnung haben. Diesmal schlüpft die Hauptfigur Jack Ryan, durch die Erkrankung seines Mentors und Freundes Admiral James Greer, in die Rolle des stellvertretenden CIA Direktors und muss sich mit allen möglichen Intrigen und Machtspielen innerhalb der CIA auseinandersetzen.
Nach Alec Baldwin in "Jagd auf Roter Oktober" (The Hunt for Red October) und seinem ersten Auftritt als Jack Ryan in "Die Stunde der Patrioten" (Patriot Games) übernimmt erneut Harrison Ford diesen Part. Ford gelangte durch seine Rolle als Han Solo in den "Star Wars" Filmen zu Weltruhm und sorgte später als Indiana Jones für Furore. Er verkörpert Jack Ryan als einen wahrheitsliebenden ständig nach Gerechtigkeit strebenden Patrioten, der die Intrigen seines Gegenspielers bei der CIA über die Maßen missbilligt; ja nicht einmal die Bitte des Präsidenten höchstpersönlich kann ihn davon abhalten der Gerechtigkeit zum Sieg zu verhelfen. Wie schon in "Patriot Games" wird seine Frau Cathy von Anne Archer und seine Tochter Sally von der jungen Thora Birch gespielt, die später durch das oscarprämierte Drama "American Beauty" große Berühmtheit erlangen sollte. Den Part des James Greer übernimmt abermals James Earl Jones, der seit der ersten Verfilmung eines Jack Ryan Romans als fester Bestandteil des Casts mitwirkt. Ryans Gegenspieler kommen diesmal aus den eigenen Reihen, aber auch aus dem Einzugsbereich des Kartells. Der Sicherheitsberater Felix Cortez, gespielt von Joaquim de Almeida, hat es satt immer nur den Handlanger abzugeben und strebt nach der Macht im Kartell, wozu ihm jedes Mittel Recht ist.
Phillip Noyce führte zum zweiten Mal nach "Patriot Games" für einen Jack Ryan Film (1992) Regie. Zu seinen weiteren Werken zählen unter anderem der Erotikthriller "Sliver" mit Sharon Stone und William Baldwin von 1993, "The Saint" (1997) mit Val Kilmer und Elisabeth Shue und der "Knochenjäger" (The Bone Collector) (1999) mit Oscarpreisträger Denzel Washington und Angelina Jolie.
"Das Kartell" ist vom reinen Einspielergebnis her die bislang erfolgreichste Verfilmung eines Tom Clancy Romans. Der Film spielte 1994 weltweit knapp 216 Millionen $ bei einem Budget von 68 Millionen ein.
Den Score zum Film komponierte James Horner, der auch bereits die Musik zu "Die Stunde der Patrioten" schrieb. Der Score weist ein interessantes Thema auf, das sich an einigen Stellen wiederholt und für den Film charakteristisch wird. Horner klaute in gewisser Weise bei sich selbst, denn er übernahm ein Stück aus seinem Score zu "Aliens" (1986) eins zu eins. Seine wohl bekannteste Filmmusik ist die zum 11-fach oscarprämierten Katastrophendrama "Titanic" von 1997, für die er einen der Elf Awards bekam.
Der Charakter des Ernesto Escobedo basiert auf dem des echten Drogenbarons Pablo Escobar, der in den 80er Jahren der Kopf des kolumbianischen Medellin-Kartels war. Die Szene in der die Handlanger des Kartells den Konvoi angreifen, wird heute in offiziellen Trainingsvideos der US-Geheimdienste verwendet und war außerdem in einem Teil der amerikanischen Militärserie "JAG" zu sehen. Die Figur des John Clark taucht auch in "Der Anschlag" auf.

Ich denke "Das Kartell" ist ein spannender und actionreicher Spionagethriller. Harrison Ford überzeugt erneut in der Rolle des Jack Ryan. Die Drogenthematik ist ständig aktuell und ein vieldiskutiertes Thema. In meiner persönlichen Rangliste rangiert der Film gemeinsam mit "Der Anschlag" auf Platz zwei der Tom Clancy Verfilmungen.
Mittlerweile gibt es eine Special Edition des Films auf DVD, sie bietet eine DTS Tonspur und einen Blick hinter die Kulissen des Films sowie neue Interviews mit Cast and Crew.

Jetzt kommentieren? / 3 Kommentare

  1. Rusty

    Rusty / 17.12.2007 17:50:01

    ein wirklich interessanter film, der die arbeitsweise der cia und usa aufzeigt. sehr epfehlenswert


    5 Sternen

  2. ThorriZ

    ThorriZ / 18.12.2007 14:44:06

    nach jagd auf roter oktober die beste tom clancy verfilmung. harrison ford macht eine gute figur als jack ryan und die story ist intelligent und interessant zugleich


    4 Sternen

  3. Kaspian

    Kaspian / 06.04.2008 00:21:55

    Glaub ist sogar die beste Tom Clancy Verfilmung..Ford is einfach der beeeeeeeeeesteeeeeeeee.....


    5 Sternen


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