Spiel auf Bewährung
Gridiron Gang
Inhalt
Regisseur Phil Joanou erzählt in "Spiel auf Bewährung" eine ergreifendeGeschichte von Selbstrespekt und zweiten Chancen nach einer wahren Begebenheit.
Sean Porter (Dwayne "The Rock" Johnson) ist Bewährungshelfer in einer
Jugendstrafanstalt, in der er zusammen mit seinem Kollegen, Malcolm Moore (Xzibit), eine Gruppe jugendlicher Schwerverbrecher in vier Wochen in ein Highschool-Footballteam verwandeln will. Konfrontiert mit Gangrivalitäten und erbittertem Hass zwischen den Mitgliedern seines Teams, versucht Porter den Kids Sinn für Selbstachtung und Verantwortung beizubringen. Dabei lernt er auch selbst noch ein paar Lektionen dazu.
Kritik
1993 sorgte Filmemacher Lee Stanley mit seiner Dokumentation "Gridiron Gang" für einiges Aufsehen und erhielt dafür sogar den Emmy Award. Seine Dokumentation handelte vom Camp Kilpatrick und wie man eine Gruppe von jugendlichen Staftätern durch Football resozialisiert hat - und bot zugleich die Grundlage für die Leinwandadaption von "Spiel auf Bewährung". " "Gridiron Gang" war ein starkes Beispiel dafür, dass man das Leben eines Kindes ändern kann, wenn man genug Zeit und Aufmerksamkeit investiert", sagt Lee Stanley.Als Produzent Neal H. Moritz die Doku um Fernsehen sah, war er davon sogleich begeistert: "Ich habe mir die gesamte Sendung angesehen und dabei geweint. Ich sagte zu mir: 'Aus dieser Geschichte musst du einen Spielfilm machen.'"
"Spiel auf Bewährung" beruht somit auf wahren Begebenheiten und wurde, um einen Spielfilm darauf zu formen, mit einigen fiktiven Elementen vermischt. Der Film stellt zunächst einmal eine der Hauptpersonen vor, nämlich den jugendlichen Willie Weathers, und wie dieser auf die schiefe Bahn gerät. Bandenkriege, der Druck der Gang, so zu handeln, wie es diese will und der Druck von zu Hause durch familiäre Probleme sorgen dafür, dass dieser einen schlimmen Fehler begeht, und somit im Camp Kilpatrick landet. Den anderen Insassen erging es nicht anders, viele gehören einer der rivalisierenden Gangs an und sind aufgrund ihrer Straftaten nun im Camp. In den USA sind es im Schnitt 120.000 jugendliche, die sich in Jugendstrafanstalten befinden. Eine interessante Statistik besagt, dass 75% davon wieder im Knast landen oder auf der Straße sterben. Damit diese Jugendlichen eine Chance haben, kam man im Camp Kilpatrick auf die Idee, es mit Sport zu versuchen, genauer gesagt mit Football. Dadurch sollen die Kids Teamgefühl entwickeln, Respekt erlernen und damit die Probleme ihres alltäglichen Lebens ein wenig vergessen.
Dwayne 'The Rock' Johnson spielt dabei Sean Porter, der für die Kids zuständig ist und im Laufe des Films auch zu ihrem Coach wird. Er ist derjenige, der schon seit langem versucht, die Jugendlichen auf den richtigen Weg zu bringen und immer wieder mitansehen muss, wie sie sterben oder wieder Straftaten begehen, sobald sie aus dem Camp entlassen werden. Sean Porter übernimmt eine Art Vaterrolle für seine Kids und man muß Dwayne Johnson an dieser Stelle wirklich loben, diese Rolle gut gespielt zu haben. Durch seine Herkunft aus dem Wrestling-Business wird er leider immer wieder unterschätzt, aber dass er auch schauspielern kann, zeigt er hier nun wieder einmal mehr. Man nimmt ihm jederzeit seinen Ehrgeiz und seine Sorge für die Kids ab. Für das ganze Projekt war Dwayne Johnson auch schnell zu begeistern, nachdem Produzent Moritz es ihm vorstellte: "Er bat mich, die Dokumentation anzusehen,
bevor ich das Drehbuch las. Das tat ich und war inspiriert und bewegt von der Geschichte. Der Kampf, den Sean Porter und die Jungs durchstehen mussten, war unglaublich. Mir gefiel die Tatsache, dass die meisten der jungen Männer, die damals die Mustang-Herausforderung annahmen, zu friedlichen Bürgern wurden. Dadurch bewunderte ich sie noch mehr". Die Wahl fiehl unter anderem auch deswegen auf Johnson, da dieser ähnliche Erlebnisse in seiner Jugend hatte wie Sean Porter. Als Jugendlicher wurde Johnson selbst mehrere Male verhaftet und kam von der schiefen Bahn ab, indem er mit Football began: "Ich bin acht Mal verhaftet worden, bevor ich 14 war", gibt Johnson zu. "Ich hatte insofern Glück, dass mich der Polizist vor die Wahl stellte, mir entweder weiter in den Arsch treten zu lassen und jede Woche verhaftet zu werden oder von der Straße geholt zu werden und an einem Highschool-Footballprogramm teilzunehmen. Ich hatte Glück, dass sich jemand darum sorgte, was mit mir an diesem Punkt meines Lebens passierte. Er holte mich raus aus meiner Umgebung und füllte mein Leben mit Football. Das hat mich soviel gelehrt, weit über das eigentliche Spiel hinaus, über Teamwork, Opferbereitschaft und die Entscheidung, die richtigen Dinge im Leben zu tun.“
Neben The Rock ist Xzibit noch in einer kleineren Nebenrolle zu sehen. Allerdings ist seine Rolle so unbedeutend und unscheinbar, dass man kaum noch mehr dazu sagen könnte. Bei den Jugendlichen handelt es sich zum größten Teil um unbekannte Darsteller, die selbst auch kaum Erfahrung mit Football hatten. Dazu schickte man sie für 3 Wochen in ein Trainingscamp, in dem sie die Grundlagen des Footballs erlernten und trainiert wurden.
Wie gut ist "Spiel auf Bewährung" nun im Vergleich zu anderen Sport-Dramen? Im Grunde bietet der Film nichts neues, man hat alles schon einmal irgendwo gesehen. An Meisterwerke wie "Gegen Jede Regel" ("Remember The Titans") mit Denzel Washington kommt der Film auch nicht ganz heran, allerdings tut er das, was er will, trotzdem sehr gut. Nämlich eine schöne, wenn auch simple, Geschichte mit guten Intentionen zu erzählen und vor allem emotional den Zuschauer anzusprechen. Auch wenn man kein Sport-/Football-Fan ist, wird man sicherlich nicht von dem Film enttäuscht werden.
Die Musik des Films stammt von Trevor Rabin ("Vermächtnis der Tempelritter", "Bad Boys II") und ist insgeamt auch gut gelungen. Dadurch wird vor allem im Training oder in den Footballspielen die nötige Dramatik erzeugt bzw .unterstrichen.
Fazit: Wer Sport-Dramen wie "Gegen jede Regel" oder "Coach Carter" mochte, sollte sich auf jeden Fall auch "Spiel auf Bewährung" ansehen. Der Film ist sehr gut gelungen, auch wenn er an sich nichts neues bietet. Dafür hat er ein gutes Anliegen, einen sehr guten Dwayne Johnson in der Hauptrolle und allerlei dramtische/spannende/emotionale Momente.
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Regisseur
Schauspieler
Dwayne 'The Rock' Johnson, Xzibit, L. Scott Caldwell, Leon Rippy, Kevin Dunn, Jade Yorker, David V. Thomas, Setu Taase, Mo, James Earl, Trever O'Brien, Brandon Smith, Jurnee Smollett, Michael J. Pagan, Jamal Mixon, Danny Martinez, Artie Baxter, Joe Seo, Joey Lucero, Robert Zepeda, Omari Hardwick, Omari Hughes, Six Reasons, Adam Clark, Dan Martin, Dominiqua Alexis, Michael Jace, Garrett M. Brown, Brett Cullen, Nafeesa Monroe, Marcia Jeffries, Charles Walker, Emil Pinnock, Kelli Dawn Hancock, Michael Francis Kelly, Anna Maria Horsford, Sonya Eddy, Bruce Katzman, Melissa-Anne Davenport, Ambrit Millhouse, Phil Reeves, Danny Mora, Walter A. Saunders III, Robert C. Cawley, Michael C. Mahon, Brian Oblak, Jamie McShane, Allan Graf, Daniel Murphy, Roberto Montesinos, Lamont Holmes, Catherine McCord, Barry Tolli, Jay Bingham, Daniel Abikasis, Charles W. Davidson, Sean Hampton


