Verfasst von Thorsten Meiritz am 26.05.06 01:30:40 - 0 Kommentare

The Sounds of Silents - Der Stummfilmpianist

The Sounds of Silents

Leserwertung (0): 0.0 / 6

Land Deutschland, Tschechische Republik

Genre Dokumentation

Laufzeit: 80

Jahr 2001 - 2004

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Kinostart: 18.05.2006
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Inhalt

Willy Sommerfeld, der weltweit letzte Stummfilmpianist aus der Zeit, als das Kino erfunden wurde. Ilona Ziok hat ihm ein filmisches Denkmal gesetzt. Pünktlich zum 102. Geburtstag im Mai kommt der Film ins Kino.

Willy Sommerfeld (Jahrgang 1904) weicht Ehefrau Doris seit fast 50 Jahren nicht von der Seite. Für die Kamera erzählen beide aus seinem bewegten Leben als Musiker, und Sohn Sebastian kommentiert das Leben mit diesem "Fossil" - mit wechselndem Humor.
Sequenzen bekannter, skurriler und fast vergessener Stummfilme illustrieren Sommerfelds Lebensweg, den er im Film selbst live am Piano untermalt. Willy, wie Ihn die Fans liebevoll nennen, hat die Zarenhymne in "Der Letzte Befehl" (Josef von Sternberg) bildsynchron parat und findet spontan die richtigen Töne für die Verführung des Bösen in "Metropolis" (Fritz Lang). Aber auch die Einübung der Ehepflichten bei "Die Austernprinzessin" (Ernst Lubitsch) fließt ihm auf Abruf aus den Händen und einfühlsam umspielt er die Tragik des Alterns in "Der Letzte Mann" (F.W. Murnau).
Der international preisgekrönte Brecht-Interpret, Marthaler-Darsteller und Operntenor Walter Raffeiner (er sang u.a. neben Jessy Norman den Herodes in "Salome") trägt Texte von Ringelnatz vor, die Sommerfeld für den Sohn vertonte.
Die Kapiteleinteilung nehmen schließlich Ulrich Gregor, der Sommerfeld in den 70ern für die Öffentlichkeit wieder entdeckte, Musik- und Filmwissenschaftler Prof. Dr. Karl Prümm sowie die Konzertveranstalter Rudolf Brünger und Juppi vor.
Willy Sommerfelds unnachahmliche Stummfilmmusik, die den Zauber des frühen Kinos neu auferstehen lässt, entführt die Zuschauer in die wunderbare Welt der Geburtsstunde des Kintopp. Gemeinsam mit dem charismatischen Protagonisten begeben sie sich auf eine unvergessliche Zeitreise...
Es entstand ein Dokumentarfilm - heiter, nachdenklich, melancholisch, aber immer mit dem Sommerfeldschem Augenzwinkern! Und was filmhistorisch beginnt, mündet in einer wunderbaren Liebesgeschichte


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