Mission: Impossible 2
Inhalt
Mission die zweite - Ethan Hunt is back!Der russische Wissenschaftler Dr. Vladimir Nekhorvich (Rade Serbedzija) hat gemeinsam mit seinem Kollegen Gradski im Auftrag des Biocyte Pharmakonzerns ein Antiserum gegen alle bekannten Grippeviren entwickelt. Der Haken an der Sache: um das Gegenmittel zu gewinnen mussten sie ein gefährliches Virus erschaffen, das nun die Menschheit bedrohen könnte.
Daher wendet er sich an den IMF und seinen alten Freund Ethan Hunt (Tom Cruise). Da dieser aber gerade nicht auffindbar ist wird Agent Sean Ambrose (Dougray Scott) als Hunts Double geschickt. Der über die Maßen ehrgeizige und skrupellose Agent, der es hasst in Hunts Schatten zu stehen, verfolgt jedoch eigene Ziele. Er tötet Dr. Nekhorvich und stiehlt das Gegenmittel. Wenn es ihm auch noch gelingt in den Besitz des Virus zu kommen hat er die perfekte Waffe in der Hand.
Nun tritt Top-Agent Ethan Hunt auf den Plan, der von seinem Vorgesetzten, Mission Commander Swanbeck (Anthony Hopkins), über die Geschehnisse informiert wird. Hunt stellt ein dreiköpfiges Spezialistenteam zusammen, zu dem sein alter Freund Luther Stickell (Ving Rhames) und der Pilot und Sprengstoffexperte Billy Baird (John Polson) gehören. Die dritte Person steht jedoch von vornherein fest: es ist die hinreißend schöne Diebin Nyah Nordorff-Hall (Thandie Newton), die vor nicht all zu langer Zeit ein Verhältnis mit Ambrose hatte und als Lockvogel dienen soll. Ethan und sie verlieben sich jedoch ineinander und dennoch muss er sie in die Höhle des Löwen schicken. Die Jagd nach dem Virus beginnt…
Kritik
"Mission: Impossible 2" bietet eigentlich alles was ein guter (Action)film bieten sollte, angefangen mit malerischen Drehorten, der Hauptschauplatz ist die phantastische australische Metropole Sydney, hin zu guten Darstellern und natürlich grandiosen Actionsequenzen. Das Einzige was vielleicht ein wenig zu kurz kommt ist die Story, die im ersten Teil wesentlich ausgefeilter war.Diesmal nimmt Actionikone John Woo auf dem Regiestuhl platz. Daher bietet der Film einfach überragende Action-Szenen. Diese reichen von spektakulären Explosionen bis hin zum physischen Mann gegen Mann Kampf in bester "Face/Off" Manier. Weitere Beispiele für die Action sind zwei Cabrios in einem "Hochgeschwindigkeitstanz" gefilmt in Slowmotion, eine spektakuläre Motorradverfolgungsjagd, an deren Ende die zwei Kontrahenten aufeinander zurasen, eine Vielzahl von Explosionen, eine Kletterpartie mit Tom Cruise am "Dead Horse Point" in Utah und viele Kampfszenen, in denen Tom seine erworbenen Martial-Arts Fähigkeiten unter Beweis stellen kann.
Natürlich dürfen die für John Woo charakteristischen Stilmittel nicht fehlen. Die Slowmotionsequenzen habe ich bereits erwähnt. Weiterhin gibt es die für den Regisseur typischen beidhändigen Schusseinlagen und auch die Symbolik von weißen Tauben und Regenbögen wurden in den Film eingebaut. Auch hier sei ein Beispiel erwähnt: in einer Einstellung sieht man einen brennenden Eingang hinter dem zunächst Tom Cruise vorbeiläuft, gefolgt von einer weißen Taube die durch die Flammen fliegt – und das alles in Slowmotion – John Woo at his best!
Um die Action herum hat Drehbuchautor Robert Towne seine Story geschrieben – ja es war wirklich nach Aussagen von Towne so, dass zunächst die Actionszenen geplant und dann die Story drum herum gebastelt wurde. Wenn man so will könnte man einen Teil der Story als Dreiecksbeziehung zwischen Nyah, Ethan und Sean zusammenfassen – die eine geprägt von Liebe, die andere von Hass. Und auch die beiden männlichen Gegenspieler hassen sich bis aufs Blut. Dieser Hass schlägt sich auch im spektakulären Showdown wieder, bei dem Ethan und Sean bedingungslos aufeinander einprügeln. Den anderen, Teil der Story bildet die Jagd nach dem Virus und die ständige Gefahr die davon ausgeht – für Spannung ist also auch gesorgt.
Die schauspielerische Leistung ist solide. Vielleicht sollte man hierbei zwei Dinge besonders erwähnen. Thandie Newton ist einfach eine atemberaubende Schönheit. Wenn sie auf der Leinwand zu sehen ist knistert es, besonders wenn dies gemeinsam mit Tom Cruise der Fall ist – die Chemie zwischen den beiden Stimmt einfach auf Anhieb. Schon in ihrer Begegnungsszene spürt man wie die Luft förmlich brennt. Das liegt aber auch daran, dass sie von Regisseur John Woo brillant in Szene gesetzt wurden. Die zweite Sache sind Tom Cruises erworbene Kampfkünste, die man so zuvor noch nie bei dem Darsteller gesehen hat. Sicherlich war hier und da auch ein Stuntdouble am Werk, aber Cruise bestand darauf die meisten seiner Stunts selbst auszuführen, was Regisseur John Woo das ein oder andere Mal die Schweißperlen auf die Stirn trieb, aus Angst sein Hauptdarsteller könnte sich dabei verletzen. Auch wenn Tom hierfür des Öfteren an Drahtseiten hing ist es dennoch eine bemerkenswerte Leistung,. Auch die anderen Darsteller können durchaus überzeugen, soweit dies in einem Actionfilm möglich ist. Ein weiterer Pluspunkt ist die gute Besetzung, die sich bis in die Nebenrollen durchzieht. Hierzu zählen Dougray Scott, Ving Rhames, Sir Anthony Hopkins und Brendan Gleeson.
Abschließend noch einige Worte zur musikalischen Untermalung. Diese wird im zweiten Teil der Mission: Impossible Reihe von keinem Geringeren als dem deutschen Oscarpreisträger Hans Zimmer beigesteuert. Er verleiht dem klassischen Mission: Impossible Theme von Lalo Shifrin neuen Glanz und vor allen Dingen neue Dynamik. Auch in den ruhigen Passagen trifft er stets den richtigen Ton. Hierbei wird er einmal mehr von Lisa Gerrard und ihrer Gänsehaut erzeugenden Stimme unterstützt. Auch Rockgrößen wie Metallica und Fred Durst haben einen Song zum Soundtrack beigesteuert.
Fazit: "Mission: Impossible 2" ist Popcornkino erster Klasse, was auch das Einspielergebnis von mehr als 215 Million US Dollar verdeutlicht. Zwar ist die Story nicht so überzeugend wie die des ersten Teils, jedoch besticht der Film mit atemberaubenden Actionszenen. Es bleibt die Frage, ob das der richtige Weg ist, den die Agenten-Reihe hier eingeschlagen hat. Dies wird sich durch den dritten Teil zeigen, der in Kürze starten wird, denn dann wird wiederum ein anderer Regisseur auf dem begehrten Regiestuhl platz nehmen. Aber laut Tom Cruise ist es auch ein Anliegen der Filme stets individuell zu sein, so dass jeder seine besonderen Eigenheiten aufweist.
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Regisseur
Schauspieler
Tom Cruise, Dougray Scott, Thandie Newton, Ving Rhames, Richard Roxburgh, John Polson, Brendan Gleeson, Rade Serbedzija, William Mapother, Dominic Purcell, Matthew Wilkinson, Nicholas Bell, Cristina Brogers, Kee Chan, Kim Fleming, Alan Lovell, Dan Luxton, Christian Manon, Karl McMillan, Lester Morris, Kelly Ons, Nicholas Papademetriou, Brett Partridge, Candice Partridge, Natalie Reis, Daniel Roberts, Adriana Rodríguez, Sandra Rodríguez, Nada Rogic, Antonio Vargas, Anthony Hopkins, Patrick Marber, Billy Morts, Tory Mussett, Darren Schnase



stallone / 11.12.2007 19:42:26
also die geschichte spielte bei dem teil nicht die hauptrolle, john woo hat alles auf action gesetzt. aber für die actionszenen hat john auch sein bestes gegeben und kann sich zeigen lassen!!!
4 Sternen
siBBe / 11.12.2007 21:05:22
seh ich auch so. sehr schade dass der film nicht wie der erste auf thrill setzt und auf eine intelligente story. wenn man sich damit aber erst einmal abgefunden hat und einen action film mit einem super style sehen will, ist man hier genau richtig
5 Sternen
Rusty / 17.12.2007 15:35:19
Nur die Action war cool, storymässig kam da nix
5 Sternen
Kaspian / 23.05.2008 23:09:58
Als ich einst aus dem Film kam, war ich froh ein Motorrad zu haben*g
4 Sternen
ADAMGOLDNIK / 23.05.2008 23:23:14
Jaaaaa. hab oben so gelesen. Hörtsich schön an.
4 Sternen