Verfasst von Haiko Kàcserik-Maczek am 23.04.06 01:18:48 - 6 Kommentare

Mission: Impossible

Moviereporter-Bewertung:
  • 5.5/6 Sterne.
Leserwertung (12): 4.91 / 6

Land USA

Genre Abenteuer, Action, Mystery, Thriller

Laufzeit: 106

Jahr 1996


Kinostart: 08.08.1996
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Inhalt

Mission - die Erste

Jim Phelps (Jon Voight) erhält den Auftrag - soweit er ihn annimmt - mit seinem Team den Verräter Alexander Golitsyn (Marcel Iures), einem Attaché der amerikanischen Botschaft in Prag, zu observieren. Golitsyn hat eine Hälfte einer kodierten CIA-NOC-Liste gestohlen, ein Verzeichnis aller Geheimagenten, die für die USA in Osteuropa agieren. Die andere Hälfte der Liste, die er zur Kodierung braucht, will er bei einem Empfang in der Botschaft in Prag stehlen. Mit der Hilfe von seinem Einsatzleiter Ethan Hunt (Tom Cruise), Claire Phelps (Emmanuelle Béart), Sarah Davies (Kristin Scott Thomas), Hannah Williams (Ingeborga Dapkunaite) und Jack Harmon (Emilio Estevez) soll Jim Phelps fotografisches Beweismaterial von dem Diebstahl beschaffen, Golitysn bis zu seinem Auftraggeber beschatten und beide festnehmen.

Wie immer gilt: sollte er oder ein Mitglied seines IMF-Teams gefangen oder getötet werden, wird der Minister jedes Wissen von dem Einsatz abstreiten.

Die Mission beginnt. Trotz sorgfältiger Planung scheint alles schief zu laufen und offenbar kommt das ganze Team außer Hunt und Claires Frau ums Leben. Als Hunt sich mit CIA-Offizier Eugene Kittridge (Henry Czerny) trifft, gerät er in Verdacht ein Maulwurf zu sein und den Tod seines Teams verschuldet zu haben. Hunt kann entkommen. Mit einem von ihn selbst zusammengestellten Team will er die wahren Schuldigen in die Falle locken und überführen. Er engagiert Franz Krieger (Jean Reno) und Luther Stickell (Ving Rhames) und nimmt Kontakt zur Waffenhändlerin Max (Vanessa Redgrave) auf, die ebenfalls scharf auf die Diskette ist. Er verspricht sie ihr zu besorgen, wenn sie für ihn den eigentlichen Lieferer der Disk, den wahren Maulwurf, entlarvt. Dafür muss Hunt aber erst in den Hochsicherheitstrakt des CIA-Hauptquartiers in Langley einbrechen, um die zweite Hälfte der NOC-Liste zu stehlen.

Als todgeglaubte wieder auf der Bildfläche erscheinen und Freunde sich als Verräter entpuppen, beginnt die Mission seines Lebens…

Kritik

"Mission: Impossible" war eine der beliebtesten und erfolgreichsten Fernsehserien in den USA. Sie umfasste 171 Episoden verteilt auf 7 Staffeln. In den 1960er und 1970er Jahre wurde sie unter dem Titel "Kobra, übernehmen Sie" sowie unter "Unmöglicher Auftrag" im westdeutschen Fernsehen ausgestrahlt. In den 80ern wollte man die Serie unter dem Titel "In geheimer Mission" wieder aufleben lassen, doch ohne Erfolg. Die Serie hätte nie an dem Erfolg der Originalserie anknüpfen können und so wurde sie während der zweiten Staffel eingestellt. Schließlich brachte Tom Cruise mit seiner Produktionspartnerin von Cruise/Wagner Productions, Paula Wagner, den auf der Serie basierenden Kinofilm "Mission: Impossible", der letztendlich weltweit mehr als 456 Mio. $ einspielen sollte, 1996 in die Kinos.

Die Idee der Serie wurde runderneuert. Bis auf dem Charakter von Jim Phelps (in der Kinofassung gespielt von Jon Voight, im TV-Original von Peter Graves) entstand alles neu aus der Feder von den Drehbuchautoren David Koepp und Steven Zaillian. Hilfe bekamen sie von Robert Towne und dem Erfinder der Original-Serie Bruce Geller. Die Idee: Beinahe wird ein komplettes IMF-Team (IMF steht für Impossible Mission Team) bei einem Geheimeinsatz ausgelöscht. Es entpuppt sich, dass der Geheimeinsatz eine Maulwurfsjagd war und logischerweise wird der Überlebende, in diesem Fall Ethan Hunt alias Tom Cruise, verdächtigt, selbst der Maulwurf zu sein. Schließlich versucht er seine Unschuld zu beweisen und avanciert vom Einzelgänger zum erneuten Teamleader. Altbewährt, die Idee des Einzelkämpfers, aber dennoch glänzend in die Struktur der packenden Story eingebettet.

Beispiellos ist sicherlich die Einbruchsszene in das CIA-Hauptquartier in Langley, die schon Filmgeschichte geschrieben hat. Nicht nur in dieser Szene merkt man Brian De Palmas fanatischem Drang zum Detail. In auffallend bizarren, aber dennoch beachtlichen Kameraeinstellungen wirkt diese Szene äußerst dramatisch und wird dem Ruf des Regisseurs, Hitchcock-Nachahmer zu sein, wieder einmal gerecht. Visuell merkt man der Szene an, dass an ihr besessen gefeilt wurde und sicherlich der Perfektionismus am Ende im Vordergrund stehen sollte. Natürlich muss man in dieser Szene, in der Schlussszene im Tunnel und in einigen anderen Einstellungen mehrmals ein Auge zudrücken, was aber dem Spannungsaufbau keinen Abriss verleiht. Der ahnungslose Zuschauer wird durch überraschende Wendungen und Trugbilder immer mehr in den Thriller mit einbezogen und gefordert aufzupassen. Wer sind die wahren Bösewichter und die ehrlichen Gefährten?

Nicht nur die einzelnen Szenen bauen in einer präzisen Geschwindigkeit aufeinander auf, auch die Actionsequenzen werden zum Filmende hin immer explosiver bis die Story im Showdown in einem Hochgeschwindigkeitszug endet. Das Ganze wird von der Musik von Danny Elfman und dem Theme von Lalo Schifrin untermalt.

Der zuvor mit zahlreichen guten Filmrollen, darunter auch Charakterdarstellungen, auf sich aufmerksam machende Tom Cruise glänzt in diesem Blockbuster als Hauptdarsteller. Bestärkt wird das Filmteam von Jon Voight und Vanessa Redgrave, die aus den Begebenheiten alles herausholten. Eine ziemlich schwache Emmanuelle Béart und die Auftritte von Kristin Scott Thomas und Emilio Estevez sind eigentlich nicht zu erwähnen, dafür gibt es einen durchschnittlichen Jean Reno und einen coolen Ving Rhames.

Fazit:
Der Schwerpunkt der ersten Mission lag spürbar in der Spannung. Zwischendurch gab es immer wieder Hochglanz-Action und mittendrin ein guter Tom Cruise. Häufig auftauchend und stets wiedererkennbar: das unverwechselbare "Mission: Impossible"-Theme. Ein Auftakt zu einer möglichen Kino-Serie, der Lust auf mehr machte!

Jetzt kommentieren? / 6 Kommentare

  1. stallone

    stallone / 11.12.2007 19:40:17

    ich finde das ist tom cruise sein bester film. die actionszenen sind schön, aber inhalt ist sensationell.
    erstklassiges kinoerlebnis!!! hut ab


    5 Sternen

  2. Kaspian

    Kaspian / 11.12.2007 20:03:38

    Dieser Teil ist auch der beste der Trilogy


    5 Sternen

  3. siBBe

    siBBe / 11.12.2007 21:03:59

    DER spionage thriller schlechthin, hammer Film


    6 Sternen

  4. Veremar

    Veremar / 12.12.2007 12:52:53

    Der Tom-Cruise-Film schlechthin, die späteren Teile fand ich dazu verglichen eher langweilig


    nicht bewertet

  5. stallone

    stallone / 14.12.2007 18:35:24

    teil zwei hatte noch wenigstens coole action, aber drei hatte weder action noch story.


    5 Sternen

  6. Rusty

    Rusty / 17.12.2007 15:31:45

    Naja der erste war wegen der Story gut, der zweite nur wegen der Action. Den dritten Teil habe ich noch nicht gesehen :(


    5 Sternen


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