The Amityville Horror
Inhalt
Es beginnt mit dem Hund… und endet dramatisch. Ein Geheimnis, das hinter den Mauern eines riesigen Hauses verborgen liegt. Treten sie ein und lassen sie den Amityville Horror keimen.Wieder ein Remake aus dem Genre Horror, das rund 18 Millionen Dollar gekostet hat. Im Jahr 1979 erschien der gleichnamige Film The Amityville Horror von Regisseur Stuart Rosenberg.
"For god's sake, get out".
Das Anwesen in Amityville, Long Island, steht leer. Es handelt sich um ein gigantisches Gebäude, das auf einem Grundstück steht, zu dem auch ein Bootshäuschen gehört, welches immer wieder eine zentrale Rolle in dem Film erhalten soll. Der rote Luftballon, sie werden sich an meine Worte erinnern, ist nur eines der gelungenen stilistischen Elemente. Sie meinen, ein schlichter Luftballon kann ihnen keine Angst einjagen? Nun ja, wenn er richtig in Szene gesetzt wird… eine stille, schleichende Spannung.
Im Groben erinnert der Film an die Romanverfilmung des Bestsellers The Shining (Autor: Stephen King).
The Amityville Horror belichtet das Leben einer fünfköpfigen Familie; gut, sechsköpfig, wenn man den Hund hinzunimmt, der natürlich auch ein wichtiges Familienmitglied ist. Kathy Lutz (George) bringt drei Kinder -zwei Jungs und ein Mädchen- mit in die Beziehung zu George (Reynolds), der ernsthafte Schwierigkeiten hat, eine gute stiefväterliche Verbindung zu Billy (James) zu knüpfen, dem ältesten der drei Kinder.
Das Jahr 1975 neigt sich mit knarrenden Ästen dem Ende entgegen. Die Familie Lutz ist auf der Suche nach einem Haus. Abgesehen von den alltäglichen Problemen, nichts außergewöhnliches, ist das Familienleben intakt. Nun soll das Glück seinen Höhepunkt finden… und Kathy ist sich sicher, die letzt nötige Quelle gefunden zu haben, die alles abrunden soll. Begeistert, nahezu überwältigt, blickt sie zu dem kolossalen Anwesen empor; direkt zu den beiden markanten Fenstern an der Frontseite, die wie Augen wirken… es scheint, als würde das Haus sie ansehen, sie mustern, um schließlich zu der Erkenntnis zu kommen, dass die Familie geradezu prädestiniert scheint, dem verborgenen Geheimnis neue Nahrung zu liefern.
Doch The Amityville Horror beginnt anders, genauer mit einer Erklärung. Fast immer ist es so: ein Ereignis, das schrecklicher kaum sein kann, hat sich an dem Ort ereignet, an dem es nun spukt. Warum auch sonst all die Geister? Nur während die meisten Filme jene Vorfälle erst am Ende zeigen, sie praktisch als Auflösung offenbaren, füllen sie hier die Einleitung: Regisseur Andrew Douglas spielt mit den üblichen Mitteln. Wir befinden uns im Inneren des Hauses. Draußen tobt ein Unwetter und die nächtliche Dunkelheit in den verschiedenen Räumen wird immer wieder von dem gleißenden Licht vereinzelter Blitze erhellt. Douglas lässt es völlig dunkel werden, die Leinwand ist schwarz, dann wieder ein Donnern, ein Blitz und die Szene erhält Licht. Zu sehen ist ein Mann, der seinen mörderischen Feldzug im Keller des Hauses beginnt. Er besucht jeden Raum, in dem ein Familienmitglied schläft… die Flinte in seinen Händen ist nur Nebensache, vielmehr drängt sich die Frage nach dem warum auf. Warum tötet dieser Mann seine gesamte Familie, seine Kinder? Dann die Worte bevor auch das letzte Opfer sterben muss: "I love you". Und wieder gesellen sich Schüsse zu dem Donner, der vor den Fenstern brüllt.
Es gibt eine Reihe an Horrorfilmen, die in Häusern spielen. Es ist eben die einfachste Umsetzung und im Endeffekt normalerweise auch die einfachste Lösung, denn welchen Ausweg sollte man wählen, befindet man sich in einem Haus, in dem scheinbar noch andere hausen? Richtig, man verlässt es. Auch The Amityville Horror ist ein typischer Film des Horrorhausgenres, was aber von der Sache her nicht falsch ist. Wir können nicht nur noch auf bedingungslos neue Themen warten und hoffen. Manchmal wiederholen sich die Gerüste eben, wichtig ist zum einen eben die Inszenierung und der Inhalt, sprich die Geschichte, die sicher nicht kopiert sein sollte.
Also einige Worte zur Inszenierung und zu dem, was einen guten Horrorfilm ausmacht. Wie sieht es mit den Schockern aus, wie verhält es sich mit der Spannung? Das Remake The Amityville Horror präsentiert sich in dieser Hinsicht vortrefflich ausgestattet. Der Film verbirgt eine Reihe von Schockmomenten und tut endlich auch einmal das, was ich persönlich schon lange von einem Horrorfilm erwarte: es hört nicht gleich auf nach einem einzigen Schocker. Warum nicht gleich eine Wagenladung, wenn es sich machen lässt? Kann die Wirkung eigentlich nur steigern. Gut, übertreibt man es, wird es schnell lächerlich, aber das ist in diesem Film definitiv nicht geschehen. Die Schocksequenzen sind gut umgesetzt und es ist eine angenehme Mischung aus wirklichen Schreckeffekten und Gänsehautfeeling (beispielsweise der angesprochene knallrote Luftballon), die untermalende Musik wirkt und es gibt Szenen, in denen die Schocker einen nicht mehr loszulassen scheinen. Endlich, kann ich da nur sagen.
Nun ja, bei der Spannung sieht es leider ein wenig anders aus. Neben den zahlreichen ereignisträchtigen Szenen hätte es ruhig mehr unterschwellige Spannung geben können. Sie wissen was ich meine? Eine Tür am Ende eines Flures, halb geöffnet, dazu leise Geräusche, vielleicht ein Tuscheln, das aus dem lichtkargen Spalt zu uns dringt, dann ein langsames Näherkommen… so in etwa. Diesbezüglich ist der Film etwas zu spärlich besetzt.
Ein Jahr ist vergangen.
George zweifelt noch hinsichtlich des Hauses in Amityville, lässt sich aber von Kathy überzeugen. Der Umzug wird hobbyfilmisch dokumentiert und die Bilder werden uns in eben dieser Qualität gezeigt. Natürlich mit dem Ziel, ein gesundes Familienleben zu präsentieren. Je sympathischer die Figuren, desto grauenhafter die späteren Geschehnisse… das ist simpel und logisch.
Die Eltern erfahren noch vor der endgültigen Entscheidung, ob sie das Haus nehmen oder nicht, was vor einem Jahr dort geschehen ist, bleiben aber bei ihrem Entschluss… ein Fehler. Der weitere Filmverlauf ist in drei Abschnitte geteilt: day 1, day 15 und day 28. Und schon am ersten Tag kommt es auch zu der ersten Konfrontation mit Judy, ein junges Mädchen, mit dem Chelsea (Moretz), dem einzigen Mädchen der Familie, so etwas wie eine Freundschaft schließt… wahrscheinlich auch die Einzige, die Sympathien für Judy aufbringen kann, vermute ich.
Die Haupthandlung von The Amityville Horror wird schließlich von -logisch- geheimnisvollen Ereignissen bestimmt, aber auch von der menschlichen Veränderung innerhalb der Familie und der Suche nach Antworten; und an dieser Stelle schweige ich.
"Houses don’t kill people. People kill people".
Ein Wort zu der Besetzung; unbedingt. Niemand fällt negativ auf, das erst einmal einleitend. Aber einer fällt besonders positiv auf: Darsteller Ryan Reynolds, zuletzt in Blade: Trinity an der Seite von Wesley Snipes und Jessica Biel (The Texas Chainsaw Massacre) und der neue Flash, liefert eine grandiose schauspielerische Leistung und hebt sich so ein wenig von den übrigen Darstellerinnen und Darstellern ab.
Kritik
Mein Fazit: Andrew Douglas hat in seinem Erstlingswerk richtig gute Arbeit geleistet. Horrorfans werden unter allen Umständen begeistert sein, oder sollten es zumindest, und Zuschauer, die dem Genre normalerweise eher abgeneigt sind, könnten durch The Amityville Horror in ihrer Auffassung möglicherweise leicht oder gänzlich umgestimmt werden; nun ja, das ist nicht sehr wahrscheinlich und ich hätte auch sagen können: Leute, wenn ihr Angst vor solchen Filmen habt, dann schaut euch The Amityville Horror nicht an, aber ich möchte den Film ja anpreisen.Die Atmosphäre des Films ist düster, nicht so ein super-aufgeräumtes Setting wie in Boogeyman beispielsweise, das so gar nicht mit den Inhalten eines Horrorfilms korreliert.
Des Weiteren wird der Zuschauer mit einer ordentlichen Portion an Härte konfrontiert… den einen freut es, den anderen nicht; aber es stört nicht, ganz im Gegenteil.
Nun ja, wie bereits erwähnt, ein Manko wäre in der etwas zu kurz geratenen Spannungsrate zu finden.
Erwähnt werden sollte auf jeden Fall noch Michael Bay, der hier als Produzent tätig war. Ich bin der Ansicht, dass seine Handschrift wieder einmal wunderbar durch den Film hindurchscheint.
Übrigens: The Amityville Horror soll auf einer wahren Begebenheit beruhen.
Original Telefonat
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Regisseur
Schauspieler
Ryan Reynolds, Melissa George, Jesse James, Jimmy Bennett, Chloe Moretz, Rachel Nichols, Philip Baker Hall, Isabel Conner, Brendan Donaldson, Annabel Armour, Rich Komenich, David Gee, Danny McCarthy, Nancy Lollar, José Taitano



Veremar / 24.01.2008 16:18:45
Ziemlich gruselig, Horrorfans kommen auf ihre Kosten...
4 Sternen
Kaspian / 25.01.2008 19:31:49
Mir hat hier das Original um einiges besser gefallen. Filme sind oft um einiges realistischer wenn die Effekte noch von Hand gemacht wurden.
nicht bewertet
Jigsaw / 05.04.2008 22:49:08
Eins zu Eins Kopie des Orginals das mir auf jeden Fall besser gefallen hat,da die Schauspieler im Remake zu lustlost wirken und sich die Charaktere meiner Meinung nach nicht richtig entwickeln.
2 Sternen
eddy / 24.04.2008 10:55:30
Also ick fand dit Remake ja nich ma so schlecht! Hab dit Original vor ewig langer Zeit ma jesehen! Trotzdem 5. Points für'd Remake!!!!
5 Sternen