Verfasst von Sebastian Stumbek am 07.05.07 16:25:12 - 0 Kommentare

Stomp the Yard

Moviereporter-Bewertung:
  • 3.0/6 Sterne.
Leserwertung (1): 3.0 / 6

Land USA

Genre Drama, Musik

Laufzeit: 109

Jahr 2007

Webseite
Trailer

Kinostart: 17.05.2007
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Inhalt

Stepdance meets Hip-Hop.

Der Tod seines jüngeren Bruders hat den 19-jährigen L.A. Street Dancer DJ
(Columbus Short) völlig aus der Bahn geworfen und in einige Schwierigkeiten
gebracht. Nach einem Prozess vor einem Jugendgericht schreibt sich DJ an der Truth Universität von Atlanta ein. In Georgia will er einen Neuanfang wagen und April (Meagan Good), das Mädchen seiner Träume, für sich gewinnen. Doch DJs Bemühungen, ein guter Student zu sein und April etwas näher zu kommen,
werden bald in den Hintergrund gedrängt, als der passionierte Tänzer von gleich zwei Studentenverbindungen heftig umworben wird, für sie an einer namhaften Hip Hop Dance Battle teilzunehmen. Denn auf dem Campus hat sich rasch herumgesprochen, dass DJ ein Meister ebenso kraftvoller wie expressiver Dance-Moves ist, wie man sie in dieser Intensität noch nie zuvor gesehen hat. Beide Bruderschaften sind unbedingt auf DJs ausdrucksvolles, außergewöhnliches Stepping-Talent angewiesen, um den heiß begehrten Wettbewerb zu gewinnen. DJ muss sich nun nicht nur entscheiden, welcher der beiden rivalisierenden Gruppen er sich anschließen möchte, er muss auch jenseits des Dance Floors eine Wahl treffen, die sein ganzes späteres Leben beeinflussen wird …

Kritik

Knapp ein halbes Jahr nach "Step Up" kommt nun das nächste Music-Drama ins Kino: "Stomp the Yard". Regie führt der bis Dato eher unbekannte Regisseur Sylvain White, der sich zuletzt mit der Direct-to-DVD Umsetzung von "Ich werde immer wissen, was du letzten Sommer getan hast" einen (schlechten) Namen gemacht hat. Ansonsten war White bisher recht aktiv als Werbe- und Musikvideoregisseur.

"Stomp the Yard" bezeichnet sich selbst als Coming-Of-Age-Drama. Wirklich passend ist der Begriff aber nicht, dazu ist der Film einfach zu simpel gestrikt. Angesiedelt ist der Film an einer High-School und der Zuschauer bekommt die typischen, schon 100-mal gesehenen Problemchen zu sehen, die dort eben auftreten. Hinzu gemischt wird noch eine simple Lovestory und natürlich der Musikpart. Wer bisher kein Freund von Musik-Filmen wie "Step Up", "Dance", "Streetstyle" und co war, dem sei schon Mal bombensicher gesagt, dass er auch mit "Stomp the Yard" nicht viel Spaß haben wird, da dieser nicht zu den stärksten seines Genres gehört. Umgekehrt werden Genrefreunde mit diesem Film nicht allzuviel falsch machen und sicherlich nett unterhalten – so wie ich, wenn man nicht zu viel erwartet. In "Step Up" und "Dance" wurden Ballett bzw. Balltanz jeweils mit Hip-Hop/Rnb Musik gemischt. In "Stomp the Yard" ist es nun der Stepptanz vermischt Hip-Hop und Rnb. "Die Möglichkeit, das Stepping erstmals in einem Film einzufangen, ist wirklich etwas Besonderes für mich. Als Regisseur muss ich nun einmal eine gewisse Leidenschaft für mein Thema empfinden. Das ist der Hauptgrund, warum ich bei diesem Film dabei sein wollte“, so Sylvain White. Die Symbiose ist gut gelungen und schön anzusehen. Mag sein, dass das Tanzniveau eines "Streetstyle" niemals erreicht wird, trotzdem sind die Tanzszenen gut durchchoreographiert und gut umgesetzt.

Die meisten Darsteller des Films mussten natürlich neben dem schauspielen auch tanzen können. "Wir brauchten Schauspieler, die die emotionalen Anforderungen dieser Rollen beherrschten und auch fähig waren, auf einem außerordentlich hohen Niveau zu tanzen. Es gibt keine Tanzdoubles in diesem Film“, so White. Am besten gelingt dies der Hauptfigur des Films, Columbus Short ("Streetstyle", "Save the last Dance 2"), der bereits allerlei Tanzerfahrung in seinem Leben gesammelt hat als Choreograph und Tournee-Regisseur für Britney Spears, Ashanti oder Brandy. Seine Tanzparts im Film sind stets gut anzusehen, auch schauspielerisch gibt Short eine solide Leistung ab. "Ich war mit ,Stomp‘ zwei Jahre lang auf Tournee. Auch wenn ich das Stepping noch nie zuvor gemacht hatte, hatte ich das Gefühl, dass ich das Handwerkszeug dafür bereits besaß. Sylvain, die Choreographen, alle Tänzer und ich arbeiteten hart und wir schufen zusammen diese Mischung aus Hip-Hop und Stepping, die ich nicht einmal beschreiben kann – so außergewöhnlich ist sie“, so Short.

In Nebenrollen zu sehen sind zudem Meagan Good ("Streetstyle", "Brick"), welche genau wie alle anderen Schauspieler eine passable Leistung für ihre simple Rolle abgibt, sowie die Rnb Sänger Ne-Yo und Chris Brown. Letzterer hat leider nur einen sehr kleinen Part im Film, Fans wird es trotzdem freuen, da gerade Browns Part recht cool geworden ist. Ne-Yo ist zwar den kompletten Film hindurch zu sehen, leider ist seine Rolle aber zu unbedeutend, als dass sie irgendwie groß auffallen würde.

Was wäre ein Musik-Drama ohne dazugehörigen passenden Soundtrack. Auf diesem befinden sich neben Ne-Yo und Chris Brown noch beispielsweise Ghostface Killah, Public Enemy oder Bonecrusher. Insgesamt ist der Soundtrack ok, aber im Vergleich zu "Step Up" oder "Streetstyle" auch wieder klar unterlegen und zu schwach. Wer sich den Soundtrack zulegen möchte sollte übrigens bedenken, dass nicht alle Lieder aus dem Film darauf enthalten sind.

Fazit: Für Genrefreunde ist "Stomp the Yard" nette Unterhaltung für zwischendurch mit coolen Tanzszenen. Leider schwächelt der Film in Sachen Story, Charakterentwicklung und Tiefgang ein wenig.


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