Mann unter Feuer (Man On Fire)

Laufzeit: 146 min

Land: USA

Genre: Action, Drama



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Startdatum: 21.04.2004

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Mann unter Feuer (2004)

Man On Fire

Moviereporter Bewertung

5

Handlung

Alle 60 Minuten wird in Lateinamerika ein Kind entführt – 70 % der Opfer kehren niemals zurück…

In den vergangenen sechs Tagen fanden in Mexico City 24 Kindes-Entführungen statt. Der Rechtsanwalt Jordan Kalfus (Mickey Rourke) rät seinem Mandanten Samuel Ramos (Marc Anthony), ein junger mexikanischer Unternehmer, zum Schutz von dessen Tochter Lupita, genannt Pita (Dakota Fanning) einen neuen Bodyguard zu engagieren. Der eigentliche Grund dafür ist jedoch der Vertragsabschluss für eine Versicherung, für den das Engagement eines Bodyguards notwendig ist. Außerdem will Samuel dadurch seine amerikanische Frau Lisa (Radha Mitchell) beruhigen.

Die Wahl fällt auf John Creasy (Denzel Washington), ein desillusionierter Ex-Killer im Auftrag der Regierung, der durch das Erlebte in den Alkoholismus verfallen ist und von Selbstmordgedanken geplagt wird. Der Job wird ihm von seinem besten Freund und Ex-Kollegen Rayburn (Christopher Walken) vermittelt.

Creasy hat zunächst Probleme den Job als Bodyguard für die kleine Pita auszuüben, denn sie sieht in ihm nicht nur einen Beschützer, sondern auch einen Freund. Abend für Abend gibt er sich dem Alkohol hin bis er sich schließlich eine Waffe an den Kopf hält und abdrückt – aber der Schuß geht nicht los.

Aufgerüttelt durch dieses Erlebnis beginnt er sich mit Pita anzufreunden und baut nach und nach eine besondere Beziehung zu ihr auf, denn sie zeigt ihm, dass das Leben wieder lebenswert ist. Er trainiert sie für einen Schwimmwettkampf. Eines Tages bringt er sie zum Klavierunterricht und als sie das Gebäude wieder verlässt schlagen die Entführer zu. Creasy wird dabei schwer verwundet. Als die Lösegeldübergabe schief geht und die kleine Pita für tot erklärt wird sinnt er auf Rache

 

Kritik

Unter der Regie des Altmeisters Tony Scott entstand ein dramatischer Actionthriller rund um die Themen Entführung und Rache. Der Film trägt Scotts typische Handschrift und bietet alle seine Stilmittel von Zeitraffern bis Slowmotion. Innovativ ist sein Umgang mit den Untertiteln, die notwendig sind, da im Film viel Spanisch gesprochen wird. Er baut sie direkt in den Film ein und macht sie so zu einem Teil der Story. Hierbei wurde er von alten Kung-Fu Filmen inspiriert. "Man On Fire" gehört wohl zu den härteren Filmen, die Scott gedreht hat. Seinen Durchbruch feierte er 1986 mit dem Don Simpson/Jerry Bruckheimer Blockbuster "Top Gun"; es folgten weitere Zusammenarbeiten mit den Beiden und später mit Bruckheimer allein. Tony ist der jüngere Bruder von Ridley Scott. Das englische Brüderpaar ist Eigner der Produktionsfirma "Scott Free Productions", die "Man On Fire" produziert hat.
Die Hauptrolle hat Oscarpreisträger Denzel Washington (The Siege, Training Day) übernommen. Er agiert überzeugend wie immer in seiner Rolle als desillusionierter Ex-Auftragskiller und versteht es den Zwiespalt seiner Figur zu verdeutlichen. Während des Films erfährt man, dass er in früheren Zeiten viele schlimme Dinge erlebt hat auf die er nicht stolz sein kann und wodurch er mit seinem Leben nicht mehr klar kommt. Die Rolle des eiskalten Rächers in der zweiten Hälfte des Films verkörpert er ebenso gut. Für den 50-jährigen Schauspieler ist es nach "Crimson Tide" die zweite Zusammenarbeit mit Tony Scott.
Sein bester Freund Rayburn wird von Christopher Walken gespielt, der hier einmal nicht in der Rolle des Bösewichts zu sehen ist. Zuvor wurde ihm die Rolle des Anwalts Jordan Kalfus, die später von Altstar Mickey Rourke (Sin City) übernommen wurde, angeboten. Walken lehnte diese jedoch ab, um sich von seinem Image als Bösewicht einmal zu lösen. In einer weiteren Nebenrolle wandelt der Pop-Star Marc Anthony auf schauspielerischen Pfaden und das durchaus nicht schlecht.
Der heimliche Star des Films ist allerdings ein junges Mädchen namens Dakota Fanning. Sie scheint als neuer Kinderstar in die Fußstapfen eines Macaulay Culkin ("Kevin Allein zu Haus") oder einer Drew Barrymore ("E.T.") zu treten, bleibt nur zu hoffen, dass sie besser mit ihrem Erfolg umgehen kann! Zurzeit ist sie an der Seite von Robert De Niro (Heat) in "Hide and Seek" zu sehen und demnächst wird sie auch im lang erwarteten neuen Steven Spielberg Film "War of the Worlds" zu bewundern sein.
Harry Gregson-Williams ist der Composer des Scores. Er hat bereits mit Tony Scott für "Der Staatsfeind Nr. 1" (Enemy of the State) und "Spy Game" zusammen gearbeitet. Die additional Lyrics wurden von Lisa Gerrard beigesteuert, eine Frau mit einer Wahnsinnsstimme, die mir während des Films jedes Mal eine Gänsehaut bereitet hat. Gerrard fiel mir persönlich das erste Mal durch ihre Zusammenarbeit mit Hans Zimmer für "Gladiator" auf.
Die Story und einige der Charaktere basieren auf tatsächlichen Begebenheiten. Die Familie deren Tochter tatsächlich entführt wurde half bei der Umsetzung des Films mit – die Tochter ist heute immer noch am Leben.
Bevor Tony Scott die Regie übernahm wurde sie Michael Bay und Antoine Fuqua angeboten, die Hauptrolle wurde zunächst Robert De Niro, Will Smith und Bruce Willis offeriert.

"Man On Fire" hat mir persönlich sehr gut gefallen, da ich Denzel Washington zu meinen Lieblingsschauspielern und Tony Scott zu meinen –regisseuren zähle. Die Story bietet einige Spannung, zumal sie teilweise auf wahren Begebenheiten beruht. Der typische Stil von Tony Scott passt sehr gut in den Film, der auch einiges an Action zu bieten hat. Alles in allem ist "Man On Fire" ein guter Actionthriller, der zu einem gelungenen Filmabend beitragen kann.

Kommentare

ADAMGOLDNIK

geschrieben am 07.12.2009 um 18:58:28

Dieser Film hat mir gefallen und der far sehr gut. Ich mag den schauspieler und der war im laufe des Films nicht schlecht.

KingKong

geschrieben am 21.01.2010 um 23:07:05

Während die Musik den Abspann begleitet, möchte ich meine EIndrücke zu diesem Film kurz darstellen. Die o.g. Kritik findet dafür schon gute Worte. Dakota Fenning spielt für ihr Alter sehr großartig. Dieses Mädchen ist ein außerordentliches Talent. Überhaupt, war das ganze Ensamble großartig gewählt und spielte fantstisch auf, bis in die kleinste Rolle stimmts. Ich möchte noch hinzufügen, dass mir die Aufnahmen in und um Mexico City sehr gut gefallen haben, die alten Häuser, Straßen und das Leben am Rande der Stadt...der ganze Flair dieser Stadt wurde prima präsentiert. Herr Scott, Bravo!

Onepunchmickey

geschrieben am 25.01.2010 um 08:31:43

Dakota ist super wie Kong schon sagt, aber denzel ist in dem film einfach nur badass nachdem er aus dem krankenhaus kommt..... einfach nur man on fire!
schöner rachefilm!

Getrefreshed

geschrieben am 25.01.2010 um 10:53:06

Sehr geiler Film! Mit Top Besetzung, einer ergreifenden Storyline und der wie ich finde angemessenen Härte.
Und wie OPM es so schön schreibt: Einfach nur Man on Fire!
:))

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