She's the Man - Voll Mein Typ
She's the Man
Inhalt
Verwechslungskomödie trifft "Kick it Like Beckham" – frei nach ShakespeareViola Hastings (Amanda Bynes) und ihr Zwillingsbruder Sebastian (James Kirk) sind sich wie aus dem Gesicht geschnitten. Diesen Umstand nutzt Viola kurzerhand zu ihren Gunsten aus als Sebastian sich für zwei Wochen heimlich mit seiner Band nach London verabschiedet. Denn als das Frauenfußballteam ihrer Cornwall High School aufgelöst wird und sie nicht bei den Jungs mitspielen darf sieht sie rot und will es den Kerlen beweisen. Sie schleicht sich unter Sebastians Namen und mit stark verändertem Aussehen an die Konkurrenz High School Illyria ein, um es bei dem anstehenden Spiel der beiden verfeindeten High Schools den Jungs von Cornwall einmal richtig zu zeigen und sie zu besiegen.
Doch damit fangen die Probleme erst so richtig an, denn für Viola ist es nicht gerade einfach sich von heute auf morgen in der Männerwelt zu Recht zu finden. Und ausgerechnet mit dem attraktiven Duke Orsino (Channing Tatum), der auch der Mannschaftskapitän des Illyria Fußballteams ist, muss er, bzw. sie sich ein Zimmer teilen. Natürlich dauert es nicht lange bis sie sich in ihn verliebt.
Aber es gibt auch noch andere Komplikationen, denn das schönste Mädchen der High School, Olivia (Laura Ramsey), verliebt sich ausgerechnet in Sebastian, der so anders als die anderen Jungs ist und in eben dieses Mädchen ist auch Duke verliebt. Außerdem machen ihr Ex-Freund Justin und Sebastians Ex-Freundin Monique ihr die Hölle heiß. Als dann Sebastian auch noch früher als geplant von seinem Trip zurückkehrt ist das Chaos vorprogrammiert…
Kritik
"She’s the Man – Voll mein Typ" basiert auf der Shakespeare-Komödie "Was ihr wollt", nur das dieser sich sicherlich nie im Traum vorgestellt hätte, dass seine Verwechslungs- und Dreieckskomödie vor dem Hintergrund zweier rivalisierender High Schools stattfinden würde. Aber das ist ja im Prinzip nichts Neues mehr, dass Shakespeare-Geschichten in die Neuzeit transferiert werden, wie spätestens seit "10 Dinge die ich an dir hasse" bekannt ist – dieser Film basierte auf Shakespeares "Der widerspenstigen Zähmung".Nach diesem kleinen Shakespeare-Exkurs aber wieder zurück zu "She’s the Man". Der Film dreht sich in erster Linie um das Fußballspielen und um den ewig schwelenden Geschlechterkonflikt. Hierfür werden die typischen Klischees bedient und auch explizit in Persona des Cornwall-Trainers ausgesprochen: Mädchen können kein Fußball spielen, sie sind zu schwach, Jungen sind viel schneller und athletischer, etc. Dabei sollte doch besonders den Amerikanern dank ihrer äußerst erfolgreichen Frauenfußballnationalmannschaft, die nebenbei gesagt wesentlich erfolgreicher als die der Herren ist, bewusst sein, das dieses Vorurteil längst überholt ist.
Die Männerwelt kommt in diesem Film nicht wirklich gut weg, denn durch die überspitzte Darstellung männlicher Verhaltensweisen durch Viola, alias Amanda Bynes, wirft kein gutes Licht auf das starke Geschlecht. Nun gut auch die Frauenwelt wird mit Klischees bedient, die den Höhepunkt in einer zickigen Handgreiflichkeit zwischen Olivia und Monique finden, und worum geht es? Richtig um einen Mann, was könnte es auch Anderes sein? Auch die Tradition junge Mädchen in die Gesellschaft einzuführen, als so genannte Debütantin, kommt in dem Film nicht zu kurz.
Natürlich gibt es viele Verwicklungen. Spätestens als sich Sebastian, bzw. Viola in seinen, oder besser ihren neuen Zimmerkameraden Duke verliebt, dieser aber in Olivia verschossen ist, die sich jedoch ausgerechnet unsterblich in Sebastian verknallt wird die Geschichte kompliziert. Zudem machen zwei Ex-Freunde Violas/Sebastians Leben zusätzlich schwer und auch der Musterschüler der High School der ein Auge auf Olivia geworfen hat spioniert sie aus und hetzt den äußerst fürsorglichen, oder sollte man besser sagen überengagierten High School Direktor gegen sie auf. Eine Menge lustiger Verwicklungen bahnen sich an, die überwiegend in Situationskomik gipfeln und den Spaßfaktor des Films anheben. Dennoch kann sich der Film über das typische Teeniekomödienniveau nicht hinausheben. Schon der Vorspann ist gewöhnungsbedürftig und auch während des Films kommt die Handkamera viel zum Einsatz, wodurch viele der Spielszenen verwackelt sind – sicher um dem Film mehr Dynamik zu verleihen, aber ob das so gut gelungen ist bleibt anzuzweifeln. Die Spielszenen an sich wirken häufig sehr unausgereift und ungelenk – einige der Torschüsse würden sicherlich ohne die Hilfe des Schnittmeisters drei Meter über das Tor fliegen.
Als weibliche/männliche Hauptdarstellerin wurde Amanda Bynes verpflichtet, die dem deutschen Publikum sicher aus ihrer Erfolgs-Sitcom "What I Like About You", zu Deutsch "Hallo Holly", am bekanntesten sein wird. Darin spielte sie gemeinsam mit Jenny Garth ein ungleiches Geschwisterpaar in New York. Wie Bynes selbst vor dem Film bemerkte zählte Sport nicht gerade zu ihren Stärken und sie hat zuvor auch noch nie gegen einen Ball getreten. Neben der körperlichen Herausforderung war für sie die Verwandlung in einen Jungen die größte Schwierigkeit. Ihr wurden unbequeme Koteletten und Augenbrauen direkt auf die Haut geklebt, sie wurde wie ein Paket verschnürt und um auch die letzte Silhouette ihrer sonst so weiblichen Formen zu verbergen musste sie einen schwer gepolsterten „Muskelanzug“ tragen. Der Erfolg kann sich durchaus sehen lassen, oder aus männlicher Sicht gesprochen vielleicht eher nicht.
Der attraktive Newcomer Channing Tatum wurde ihr als männlicher Hauptprotagonist zur Seite gestellt. Auch er hatte vor dem Dreh nicht viel mit Fußball am Hut und das Filmteam dachte eigentlich schon an ein Double für diese Szenen. Doch seine Sportlichkeit und der Ehrgeiz die körperliche Herausforderung anzunehmen führten dazu, dass er letztendlich doch alle Szenen selbst drehte und dabei als einer der wenigen noch eine recht gute Figur abgibt. Tatum harmoniert sehr gut mit Amandy Bynes, sei es als Junge oder als Mädchen. Er wird demnächst auch in dem Tanzfilm "Step Up" sein Talent unter Beweis stellen.
In weiteren Nebenrollen sind der Komödiant David Cross als schräger High School Direktor und Vinnie Jones als knallharter Fußballtrainer mit weichem Kern zu sehen. Für den Ex-Fußballprofi Jones eine Paraderolle – er war in der englischen Premierleague einst als knallharter Verteidiger bei seinen Gegnern gefürchtet.
Fazit: Eine turbulente High School Geschlechterkomödie, mit interessanten Newcomern, die allerdings wie viele andere Filme dieser Art auf einem durchschnittlichen Niveau verweilt.
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Regisseur
Schauspieler
Amanda Bynes, Channing Tatum, Laura Ramsey, Robert Hoffman, Jonathan Sadowski, Alex Breckenridge, Julie Hagerty, Vinnie Jones, David Cross, Amanda Crew, Jessica Lucas, Brandon Jay McLaren, Clifton MaCabe Murray, James Snyder, James Kirk, Emily Perkins, Robert Torti, Lynda Boyd, John Pyper-Ferguson, Katie Stuart, Colby Wilson, Jeffrey Ballard, Brenda McDonald, Patricia Idlette, Ken Kirby, Alberto Ghisi, David Richmond-Peck, Mark Acheson, Dee Jay Jackson, Debbie Timuss, Michelle Brownlee, Mara Branscombe, Katharine Horsman, Melissa Robertson, Alex Price, Natasha Gorrie, Deena Minichello, Barbara Kottmeier, Chad Krowchuk, Cassandra Sawtell, Michelle Grigor, Stuart Cowan, Aaron Young, Justin Carvery, Andrew Hutson, Luca Bellisome, Giovanni Valente, Ivan Estrada, Glen Krizek, Evan Turner, Daniel Rogic, Alvaro Picado, Brady Horvath, Ryan Horvath, C.J. Greenside, Devon Greenside, Chris D'Andrea, Meysam Soltani, Struan Saddler, Andrew Reed, Luke Moger, Riyad Zuber, Jason Mosberian, Sofia Hidalgo, Deena Sparling, Melissa Howard, Nicola Elbro, Carly Barkley, Shannon McDonald, Sandra-Jessica Couturier, Bridget Edmiston, Michael Kozak, Duncan Pattillo, Tania Saulnier, Adrianna Spence


