Little Man
Inhalt
Unter der Regie von Keenen Ivory Wayans ("Scary Movie") legen die Wayans-Brüder mit LITTLE MAN nach "White Chicks" ihren nächsten Komödien-Knaller vor und nehmen diesmal die heile Familienwelt in der Vorstadt aufs Korn.
Calvin Sims (Marlon Wayans) ist ein kleiner Ganove, im wahrsten Sinne des Wortes, denn er ist nicht einmal einen Meter groß. Trotzdem ist er im Knast einer der härtesten Typen. Als er schließlich nach mehrjähriger Strafe wieder auf freien Fuß gesetzt wird, will er sein Leben eigentlich ändern – denn ins Gefängnis will er nicht noch einmal. Bevor er sich jedoch endgültig zur Ruhe setzt, will er mit seinem Partner Percy P (Tracy Morgan) ein letztes lukratives Ding drehen. Der Gangsterboss Walken (Chazz Palminteri) zahlt ihnen 100.000 Dollar, wenn sie ihm im Gegenzug einen kostbaren Diamanten beschaffen.
Gesagt getan hält Calvin den Diamanten schon bald in seinen Händen, aber der Coup fliegt auf und auf der Flucht muss er den Diamanten in der Tasche von Vanessa Edwards (Kerry Washington) verstecken, die gerade zufällig mit ihrem Ehemann Darryl (Shawn Wayans) im gleichen Supermarkt einkauft.
Calvin und Percy folgen den Edwards zu deren Haus. Nun muss nur noch ein Plan her, um das Objekt ihrer Begierde wieder zu beschaffen, denn der brutale Gangsterboss sitzt ihnen schon im Nacken. Da kommt Percy die rettende Idee – Calvin verkleidet sich als Baby und soll als "Findelkind" vor der Tür der Edwards ausgesetzt werden, die den "Kleinen Süßen Fratz" in ihre Obhut nehmen. Die turbulente Jagd nach dem Diamanten kann beginnen, wäre da nur nicht Vanessas überaus misstrauischer Vater (John Witherspoon), der Calvin das Leben schwer macht…
Kritik
Die Wayans Brothers haben mal wieder zugeschlagen. Das Familienunternehmen, dass sich jetzt auch offiziell als Wayans Bros. Bezeichnet – wohl in Anlehnung an Warner Bros. – hat nach "Scary Movie" (2000), der Fortsetzung "Scary Movie 2" (2001) und "White Chicks" (2004) mit "Little Man" eine weitere Komödie im typischen Wayans-Stil geschaffen. Diesmal sind Keenen Ivory, Marlon und Shawn mit von der Partie. Alle drei haben den Film zusammen produziert und auch das Script gemeinsam verfasst. Keenen Ivory hat den Film außerdem in Szene gesetzt, in dem seine beiden Brüder die Hauptrollen übernehmen. Eine solche Familienzusammenarbeit auf allen Ebenen des Filmschaffens ist wohl einzigartig in Hollywood.Diesmal dreht sich die Story um einen kleinwüchsigen Dieb, der sich als Baby verkleiden und in eine Familie einschleichen muss, um sein Diebesgut wieder zu erlangen – an sich schon mal eine lustige Idee. Wer dann noch den berühmt berüchtigten Wayans Humor kennt, der weiß, was ihn erwartet. Derbe Sprüche, die oft unter die Gürtellinie gehen und Situationskomik am laufenden Band. In einer Szene gibt Regisseur Keenen Ivory Wayans dem Begriff "Wire-Work" eine ganz neue Bedeutung, denn Baby Calvin kämpft dank einer Laufhilfe für Babies wie ein Martial-Arts Star aus Hongkong.
Der Kleine Knirps wird von Marlon Wayans gespielt, der im wirklichen Leben 1,88 Meter groß ist. Wie gelang es also ihn auf etwa 76cm zu schrumpfen? Die Antwort ist eigentlich ganz simpel und hat nichts mit aufwendiger Computeranimation zu tun. Calvin ist eine Kombination aus dem Gesicht von Marlon Wayans und dem Körper des neunjährigen Kinderdarstellers Linden Porco. Im Prinzip bedeutet dies, dass alle Szenen doppelt gedreht werden mussten, denn Wayans spielte alle seine Szenen vor einer Greenscreen und das meist auch noch allein. "Ich habe gar nicht mit meinem Körper, sondern nur mit meinem Kopf gespielt", sagt er selbst zu seiner Rolle. Und das hat er ziemlich gut hinbekommen, seine Mimik ist einfach lustig. Es reicht eigentlich schon aus sein Gesicht aus einem hellblauen Strampelanzug herausgucken zu sehen, um einen zum Lachen zu bringen. Am Computer wurde dann schließlich Marlons Kopf und der Körper von Linden zusammengefügt. Diese Technik erlaubte es dem Filmteam in einer photorealistischen Welt zu drehen und das Ergebnis kann sich wirklich sehen lassen. Nun gut in der einen oder anderen Sequenz kann man schon erkennen, dass es sich bei Calvin um einen visuellen Effekt handelt, aber man sollte auch nicht zu viel von einer Komödie dieser Art erwarten.
Marlons Bruder Shawn spielt den übereifrigen Ersatzvater Darryl Edwards. Er wünscht sich sehnlich ein Kind und will seine Frau davon überzeugen, dass er ein guter Vater sein wird. Dabei verdrängt er schon mal alle Anzeichen, die darauf hindeuten, dass klein Calvin vielleicht gar nicht mehr so klein ist.
Darryls Frau Vanessa wird von Kerry Washington verkörpert. Sie will eigentlich kein Baby haben, denn ihre Karriere ist ihr wichtiger. Schließlich wäre da noch Comedy-Veteran John Witherspoon, der gewohnt komisch und souverän als Vanessas Vater agiert. Von seinem Schwiegersohn Darryl hält er nicht wirklich viel und auch Calvin kommt ihm von Anfang an suspekt vor. In einer weiteren Nebenrolle ist dann auch noch ein weiterer Hollywoodveteran zu sehen. Es ist Chazz Palminteri, der als brutaler Gangsterboss auftritt, eine Rolle, die ihm auf den Leib geschrieben ist.
Fazit: "Little Man" ist eine typische Wayans-Komödie, das bedeutet Hirn ausschalten, Popcorntüte in die Hand und loslachen. Wer hier hochtrabendes Charakterkino erwartet, der ist natürlich an der völlig falschen Adresse.
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Regisseur
Schauspieler
Marlon Wayans, Linden Porco, Gabriel Pimental, Shawn Wayans, Tracy Morgan, Kerry Washington, John Witherspoon, Lochlyn Munro, Fred Stoller, Damien Wayans, Gary Owen, Chazz Palminteri, John DeSantis, Dave Sheridan, Alex Borstein, Brittany Daniel, Mathew Ast, Reece Knight, Malcolm Scott, Chris Gauthier, Kelly Coffield, Nancy Bell, Ken Kramer, Glenn Ennis, Moneca Delain, Molly Shannon, Michael Bardach, Fraser Aitcheson, Anthony St. John, Chris Burns, Mark Docherty, Peter Hanlon, Jeffrey Ballard, Kai Kennedy, Stephen Thompson, Anthony Harrison, David Alan Grier, Erica Jones, Josh Laster, Samantha Laster, Taylor Weaver, Rob Schneider


