The Hills Have Eyes
Inhalt
The lucky ones die firstEine Familie, bestehend aus vier Erwachsenen, zwei Jugendlichen, einem Baby und zwei Hunden, ist mit dem Wohnwagen auf dem Weg nach Kalifornien. Zu Beginn des Films halten sie an einer Tankstelle und treffen einen alten Mann, einen Trinker, der scheinbar allen Grund dazu hat, in dieser verlassenen Gegend zur Flasche zu greifen. Dieses Gefühl wird dem Zuschauer übermittelt, natürlich um die Spannung aufzubauen und etwas Geheimnisvolles in den Hinterkopf des Publikums zu pflanzen.
Sie fahren weiter und die Freude auf das sonnige Kalifornien ist groß. Doch sie kommen nicht weit, denn schon wenige Meilen nach der Tankstelle kommt der Wagen vom Weg ab und fährt mitten in einen dichten Strauch, der Wohnwagen gerät aus der Spur und zu guter Letzt wird auch noch der Reifen rechts hinten am Auto so sehr zerstört, dass eine Weiterfahrt unmöglich ist. Die beiden ältesten Männer der Familie machen sich auf den Weg, um Hilfe zu suchen, genügend Pistolen haben sie schon bei sich (warum auch immer). Doch es soll einige Zeit dauern, bis sie zurückkehren.
Umgeben von kantigen Steinhügeln schwärmen die weiblichen Familienmitglieder kurz nach dem Unfall noch immer beherzt vom warmen Kalifornien und ahnen den Horror nicht, der in der kommenden Nacht und noch am nächsten Tag auf sie wartet. Denn sie werden bereits beobachtet. Aus dem Schutz der Hügel. Denn... the hills have eyes.
Kritik
Regisseur Wes Craven ist einer der Namen im Filmgeschäft, den man sofort mit einem bestimmten Genre in Verbindung bringt, hat er sich in eben diesem Genre doch durch einige Filme vor allem einen guten Namen gemacht - die Rede ist vom wunderbaren Genre Horror.Was hat Craven geleistet, der am 2. August 1939 in Cleveland geboren wurde? Nun, seine Arbeiten reichen weit zurück, hat er seinen ersten Film doch im Jahr 1971 gedreht, ein recht unbekanntes und nicht wirklich erfolgreiches Drama mit dem Titel Together. Nur ein Jahr später ging es dann sozusagen los mit dem Horror, der die Karriere des Filmemachers, der auch als Produzent, Drehbuchautor und Darsteller in Gastauftritten tätig ist, so sehr prägt. 1972 hies es: its only a movie... gemeint war der Film The Last House on the Left, ein tabuloser Streifen über zwei junge Frauen, die auf dem Weg zu einem Konzert in die Hände von zwei kranken Männern und einer mindestens ebenso durchgeknallten Frau geraten, die die beiden Mädchen kidnappen und quälen, bis sie schließlich zum Ende des Films bei den Eltern eines der Frauen in deren Haus unterkommen.
Zu den bekanntesten Projekten gehören aber anderen Filme und primär fallen einem zwei Filmreihen ein, wenn man den Namen Wes Craven hört: zum einen die Freddy Krueger-Reihe A Nightmare on Elm Street, purer surrealistischer Horror, wobei man erwähnen muss, dass er selbst sozusagen der Ur-Vater der Reihe ist, hat er nämlich nur beim ersten und letzten Teil Regie geführt, und die moderne Scream-Trilogie, ein Meilenstein des sogenannten Teenie-Slashers. Dann, im Jahr 1977, drehte er den Horrorfilm The Hills Have Eyes, der nun, fast 30 Jahre später, in einem Remake wieder auf die große Leinwand gebracht wird. Auch dieser Film ist realistisch, wenn die Geschichte auch fiktiv, also ausgedacht ist, handelt es sich bei den Charakteren doch um wirkliche Menschen, wenngleich sie auch unmenschlich agieren. Und an dieser Stelle auch der große Unterschied zum Remake, denn dort sind es mutierte Geschöpfe, die Menschen nur noch ähneln, im Original sind die "Bösen" eher eine Mischung aus Indiander und Hinterwäldler, allein an der Kleidung abgeleitet.
Der Film beginnt in der Hinsicht gut, als dass die Atmosphäre von Beginn an beklemmend ist, befindet man sich doch gleich in dieser Einöde, in der sich kaum eine Menschenseele befindet und man sofort auf die Idee kommt, dass hier etwas nicht stimmen kann. Dazu hat Craven einen alten Säufer in die Geschichte gebracht, der dem Ganzen noch eine mysteriöse Aura verleihen und das "Böse" ankündigen soll. Dann kommt die Familie ins Spiel, hält an der Tankstelle, wo sich auch der alte Mann befindet und alles nimmt seinen Lauf, als das Auto durch einen Unfall fahruntüchtig wird. Sie werden beobachtet... aus den Bergen.
Und die Killer sind vor allem auf die Nahrungsmittel der Familie aus, möglicherweise auch auf die Menschen selbst, die sich da in dem Wohnwagen befinden. Dann verlassen zwei der drei Männer den Wohnwagen und das Auto, um nach Hilfe und anderen Menschen zu suchen. Währendessen pirschen sich die Killer heran, beobachten die Familie... und so schleppt sich der Film dann erst einmal dahin. Sicher, einige Mal erschreckt man sich, aber das ist vor allem am Anfang der Fall, später soll der Streifen dann seine Längen zeigen und bezogen auf den Horrorfaktor mehr und mehr abflachen. Nicht einmal die Fans des guten Splatters werden hier bedient, denn bis auf wenige Szenen (beispielsweise der vom Hund zerfetzte Fuß von einem der Killer - übrigens ein Darsteller, der auch, nur eben ein wenig gealtert, in dem Rob Zombie-Film The Devils`s Rejects zu sehen ist) ist der Film auch in dieser Hinsicht schwach. Spannung kommt kaum auf und zudem gefällt mir persönlich das Outfit der Killer nicht, dann doch lieber mutierte Menschen, die einem Filmmonster ähnlich sind (gutes Beispiel an dieser Stelle auch: Wrong Turn). Hier wirken die Killer rein äußerlich zu menschlich, nicht unbedingt ein Manko wie The Devil`s Rejects oder andere Slasherfilme ja bestens bewiesen haben (wobei die meisten Killer in den typischen Slasherstreifen ja maskiert sind), aber in The Hills Have Eyes (1977) funktioniert das merkwürdigerweise nicht, die Typen sehen aus wie Höhlenmenschen, zerzaust und dreckig, weil sie nunmal in der Wildnis leben, aber dennoch nicht unbedingt bedrohlich und gefährlich.
Positiv ist die Geschichte, genauer die Entwicklung zum Ende hin und der Einsatz für das Baby der Familie - nicht nur von Seiten der Opfer.
Fazit: würden die Killer ein anderes Outfit verpasst bekommen und der Film an sich ein wenig mehr Spannung und Schockszenen, ja dann wäre auch das Original sehenswert. So hat man es mit keinem allzu gelungenen Horrorfilm zu tun, schade, denn Wes Craven hat oft genug bewiesen, dass er es kann. Selbst sein tabuloser Killer-Streifen Last House on the Left kann da gegen halten, wobei auch der Film nicht das Gelbe vom Ei ist. Unsterblich hat sich der Filmemacher für meine Begriffe mit der Scream-Trilogie und Nightmare on Elm Street gemacht, die generell zum Besten gehören, was man sich im dennoch wunderbaren Genre Horror anschauen kann.
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Regisseur
Schauspieler
Susan Lanier, Robert Houston, Martin Speer, Dee Wallace-Stone, Russ Grieve, John Steadman, James Whitworth, Virginia Vincent, Lance Gordon, Michael Berryman, Janus Blythe, Cordy Clark, Brenda Marinoff, Peter Locke



Jigsaw / 05.04.2008 23:00:12
Bei diesem Film kann man geteilter Meinung sein,für damalige Verhältnisse war er gut und konnte auch ohne große Special Effekts überzeugen.Fazit:I Ist Geschmackssache
3 Sternen