Die Bluthochzeit
Inhalt
Diesen Tag werden alle Beteiligten nicht mehr vergessen, aber so soll ja der Hochzeitstag auch seinNach der Vermählung von Mark und seiner Braut Sophie trifft die gesamte Hochzeitsgesellschaft im idyllischen Gasthof von Gourmetkoch Franz Berger ein, wo die Vorbereitungen für das bevorstehende Gänge-Menü auf Hochtouren laufen, leider nicht ohne Komplikationen. Marks schwerreicher Vater Hermann Walzer ist derart begeistert vom Anwesen, dass er Berger ein erstklassiges Kaufangebot vorlegt, doch der lehnt ab. Während der Vorspeise nutzt der cholerische Walzer die Situation schamlos aus um sich über das angeblich verdorbene Essen zu beschweren. Was anfangs noch recht harmlos beginnt entwickelt sich zu einer bösartigen Tragödie...
Kritik
Die Idee zum Film lieferte der gleichnamige Splatter-Comic des belgischen Zeichners Jean van Hamme. Regisseur Dominique Deruddere formte daraus eine bitterböse Tragikomödie, die zu keinem Zeitpunkt langweilig wird, im Gegenteil die Spannung spitzt sich bis zum dramatischen Höhepunkt zu. An einer handvoll Schauplätzen spielt der Film nur innerhalb eines Tages.Die beiden Hauptdarsteller Uwe Ochsenknecht ("Das Boot"/"Luther") und Armin Rohde ("Der Bewegte Mann"/"Rossini") blühen in ihren Rollen förmlich auf, wobei man letzterem den Spaß an der Darstellung des Hermann Walzer besonders ansieht. Die weiteren Besetzungen sind ebenfalls treffend ausgewählt worden, grobe Schwächen sind auch hierbei nicht erkennbar.
Abgesehen davon, dass bei diesem Projekt vom Erwerb der Rechte bis zum Filmstart fast fünf Jahre vergingen, gab es ein gravierendes Problem: es fand sich lange Zeit kein geeigneter Drehort, der sämtliche Anforderungen erfüllen konnte. Bis letztendlich kurz vor Drehbeginn dann doch noch Entwarnung kam. Man erinnerte sich an eine burgartige Anlage in der Nähe von Schleiden in der Eifel.
Insgesamt bietet "Die Bluthochzeit" durchgängig gelungene Unterhaltung und einen mit Sicherheit unvergesslichen Hochzeitstag.


