Verfasst von Sebastian Stumbek am 21.04.05 00:00:00 - 0 Kommentare

Hide and Seek

Moviereporter-Bewertung:
  • 3.0/6 Sterne.
Leserwertung (5): 3.6 / 6

Land USA

Genre Horror, Thriller

Laufzeit: 101

Jahr 2004

Webseite
Trailer

Kinostart: 07.04.2005
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Inhalt

Komm raus, komm raus, was immer du bist - Robert De Niro im Horrorfilm 'Hide and Seek'.

Die Lieblingsbeschäftigung der kleinen Emily (Dakota Fanning) ist das Versteckspielen - Hide and Seek. Ihre Mutter Allison (Amy Irving) macht ihr die Freude und spielt mit ihrer Tochter vor dem Zubettgehen. Sie versichert ihrer Tochter vor dem einschlafen noch mal wie sehr sie sie liebe. Ihr letzter gemeinsamer Abend. Denn in der selben Nacht noch liegt Allison mit aufgeschnittenen Pulsadern in der Badewanne.

David (Robert De Niro), Witwer und Vater der kleinen Emily hält es für das beste mit seiner Tochter ein neues Leben zu beginnen und zieht schon bald mit seiner Tochter in ein Haus in der ruhigen Kleinstadt Woodland inmitten von Wäldern.

Statt dass sich das Leben der kleinen Emily zum positiven wendet und sie neue Freunde kennenlernt, zB die Nichte der gerade kennengelernten Elisabeth Young (Elisabeth Shue), schottet sich die junge Tochter von allem ab und begnügt sich mit ihrem neuen Freund Charly, der jedoch nicht möchte, dass sie ihrem Vater oder sonst wem von ihm erzählt. Ihr Vater David ist zunehmend beunruhigt über diese Entwicklung und als Psychologe erklärt er sich das ganze damit, dass traumatisierte Kinder sich oft mit imaginären Freunden trösten.

Die ganze Lage wird aber immer beunruhigender da sie alle Mitmenschen um sich herum verschreckt, die Nichte der Elisabeth Young warnt, nie wieder zu kommen da ihr sonst etwas zustossen werde und sich noch weiter von ihrem Umfeld zurückzieht. Es geschehen immer bedrohlichere Dinge, aber wenn David Emily zur Rede stellt, gibt diese immer wieder an, dass es Charly gewesen sei. Ausserdem sagt sie ihrem Vater, dass Charly es gar nicht gerne habe, wenn ihr Vater glücklich sei. David glaubt, das sei ihre Art mit dem Trauma fertig zu werden, bis er merkt, dass es um Leben und Tod geht.

Kritik

"Hide and Seek" beginnt recht ruhig und zeigt sich zu Beginn von seiner psychologischen Seite. Tochter Emily lernt ihren neuen Freund Charly kennen und ihr Vater David versucht ihr Verhalten zu analysieren und zu deuten. Spannung gibt es zu Beginn noch nicht sonderlich viel. Hin und wieder tauchen die von zig anderen Horrorfilmen typischen Horror- und Spannungsmomente auf, die aber nicht unbedingt neu und erstklassig sind. Mit der Zeit nehmen diese Momente an Qualität und Quantität zu. Immer häufiger wird versucht den Zuschauer zu erschrecken. Die grosse Frage ist dabei immer: “Wer oder was ist Charly?“ Bildet sich die Tochter das alles ein wie ihr Vater es glaubt? Oder existiert Charly wirklich? Manch Zuschauer wird vielleicht schon früher auf die Lösung kommen, alle anderen werden dann im letzten Drittel des Films überrascht. Die Auflösung um Charly war an sich nichts wirklich neues, aber passte doch ganz gut in die Story des Films hinein und mag zu überraschen. Im letzten Drittel nimmt das Tempo des Films dann deutlich zu. Hier zeigt sich dann der Film von seiner besseren Seite, wo vorher nicht sonderlich viel Spannung existierte, wird diese nun verstärkt und vermehrt aufgebaut bis zum Finale. Robert De Niro macht sich in seiner Rolle als Psychologe und besorgter Vater recht gut, allerdings verdient De Niro anspruchsvollere Rollen wie er sie in der Vergangenheit oft hatte. Schade dass er vermehrt solch anspruchslose Rollen annimmt, wie zuletzt auch in dem sehr schlechten Horrorfilm "Godsend". Trotzdem tut er dem Film sehr gut mit seinem Auftreten. So auch Elisabeth Shue ("Leaving Las Vegas"), die in der Vergangenheit auch deutlich bessere Leistungen gezeigt hat aber eine solide Leistung in Hide and Seek abgibt.

Fazit: Hide and Seek definiert das Genre nicht neu. Man setzt hier auf Altbewehrtes und setzt dieses mäßig gekonnt bis teilweise ganz passabel um. Der Film bietet einige nette Spannungs- und Schockmomente, auch Robert De Niro wertet den Film auf, so dass man mit Hide and Seek durchaus Spass haben kann, wenn man nicht allzu viel erwartet.

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