Giselle
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"Giselle" ist das große, romantische Handlungsballett schlechthin. Die tragische Geschichte des an Liebesverrat sterbenden Bauernmädchens Giselle liefert den Hintergrund für ein Ballett, das als eines der größten Werke der klassisch-romantischen Tanzkunst französischer Prägung gilt.Neben "Nussknacker" und "Schwanensee" hat wohl kein anderes Tanztheaterstück in solchem Ausmaß das Bild des klassischen Balletts geprägt wie dieser Dauerbrenner.
Jedes Ballettmädchen träumt davon, einmal Giselle zu sein: lieben, tanzen, betrogen werden, sterben, um in verzauberter Nacht aus dem Grab auf die berühmte Lichtung herauszutreten. Eine Traumrolle für Primarballerinen.
"Giselle" entstand für den großen Star der Opéra de Paris, Carlotta Grisi. Ihr Tanz inspirierte den Dichter und Kritiker Théophile Gautier zum Szenario der "Giselle". Er las "Deutschland" von Heinrich Heine, aus dem er die tanzbesessenen, rheinischen Feenwesen für sein Libretto übernahm, das er mit Vernoy de Saint-Georges schrieb. Jean Coralli, der Ballettmeister der Pariser Opéra, wird als Choreograph der Premiere genannt, aber Jules Perrot, der Partner und Lehrer der Grisi, schuf ihre Solo-Choreographie. Die Titelrolle erlaubt wie keine andere eine größere Vielfalt des Ausdrucks, von Unbeschwertheit und größtem Pathos, bis zu tiefster Trauer, überirdischer Leichtigkeit und friedlicher Verklärung.
Seit der rauschenden Premiere am 28. Juni 1841 hat "Giselle" viele Wandlungen erlebt und wurde immer wieder aufs neue interpretiert. So hat das Dance Theatre of Harlem 1984 die Handlung in die Sümpfe des Mississippi verlegt und der zeitgenössische Choreograph Mats Ek zeigte "Giselle" 1982 als psychisch gestörte Frau, die sich im zweiten Akt in einer Anstalt wiederfindet.
Wir zeigen die berühmte, klassische Aufführung des American Ballett Theatre in der Choreographie von David Blair. Die Aufzeichnung entstand bei einem Gastspiel in der Deutschen Oper Berlin im Jahre 1968.
Erleben sie zwei der größten Tänzer des 20. Jahrhunderts in ihren Paradepartien: Carla Fracci in der Titelrolle und Erik Bruhn als unglücklicher Prinz Albrecht.
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Regisseur
Hugo Niebeling, Hugo Niebeling, David Blair
Schauspieler
Erik Bruhn, Bruce Marks, Toni Lander, Carla Fracci, Eleanor D‘Antuono


