Hostel
Inhalt
Quentin Tarantino präsentiert den neuen Film von Eli Roth - HostelWorum es geht:
Sie suchen das Abenteuer und sie finden das nackte Grauen. Die beiden abenteuerlustigen College-Freunde Paxton (Jay Hernandez) und Josh (Derek Richardson) sind mit dem Rucksack unterwegs durch Europa. Ebenso wie ihr neuer Kumpel, der Isländer Oli (Eythor Gudjonsson), gieren die beiden jungen Amerikaner förmlich nach aufregenden Erlebnissen.
Auf ihrem Trip bekommen die drei einen Geheimtip: Abseits der üblichen Reiserouten soll im tiefsten Ost-Europa ein Nirwana für Backpacker liegen – ein Hostel in der Slowakei, in dem atemberaubende und obendrein noch willige Frauen auf sie warten sollen. Und tatsächlich: Kaum vor Ort lernen die Freunde die beiden Schönheiten Natalya (Barbara Nedeljáková) und Svetlana (Jana Kaderabková) kennen.
Paxton, Josh und Oli haben die Zeit ihres Lebens. Doch die währt nur kurz. Zu spät bemerken sie, dass sie in einer tödlichen Falle sitzen. Flucht ist unmöglich – die Backpacker stecken bereits mitten in den finstersten Abgründen der menschlichen Natur. Was sie dort erleben ist so unvorstellbar, dass es alles in den Schatten stellt, was an Grausamkeit und Perversion bislang bekannt war und nur als Mythos galt:
Ein Ort in dem reiche Geschäftsmänner dafür bezahlen, den Richter über andere Menschen zu spielen und sie auf quälende Art und Weise zu töten.
Haben Josh und Paxton eine Chance diesen Alptraum zu überleben?
Zusatz zum Inhalt:
Ich könnte hier mehr über die Geschichte schreiben und mehr darüber wie Josh und Paxton an diesen tödlichen Ort gelangen und was sie dort erleben, aber der Film zieht eine große Spannung aus diesen Entwicklungen, deswegen will ich kein Spielverderber sein und zuviel verraten.
Kritik
Hintergrund:Der junge Regisseur Eli Roth erregte zum ersten Mal Aufmerksamkeit mit seinem Film "Cabin Fever". Die Low-Budget gedrehte Geschichte über eine Gruppe Jungendlicher, die einem fleischfressenden Virus zum Opfer fallen geriet zum Publikumsliebling und ließ Roth zu einem vielversprechenden Talent im Horrorgenre werden. Nebenbei avancierte der Film zum bisher Erfolgreichsten der Filmfirma Lions Gate.
Roth erhielt den Filmmakers Showcase Award, mit dem jährlich jene Filmemacher geehrt werden, denen man eine Führungsposition im Genre-Kino bescheinigt.
Noch dazu lobten ihn Filmemacher wie Peter Jackson und Quentin Tarantino öffentlich und gaben ihm und "Cabin Fever" Publicity Zitate.
Grund genug für Quentin Tarantino bei seinem neuen Film "Hostel" als ausführender Produzent dabeizusein.
Die Idee für "Hostel" kam Roth, als er bei einem Gespräch mit "Ain't it cool news" Erfinder Harry Knowles von einer japanischen Webseite erfuhr, bei der reichen Leuten die Möglichkeit geboten wird zu morden. Allerdings hatten die Opfer ihr Einverständnis gegeben und bekamen viel Geld, das sie dann ihren Verbliebenen hinterlassen konnten.
Kritik:
Horrorfans teilen sich bekanntlich in zwei Lager auf. Die erste Gruppe ist relativ abgehärtet, kann so leicht durch nichts mehr erschreckt werden und will so viel Blut und Brutaltität wie möglich auf der Leinwand sehen.
Die zweite Gruppe, zu der ich mich zähle, ist mehr an der Geschichte interessiert. Sie liebt es Angst zu haben, sich erschrecken zu lassen und bis an ihre Grenzen oder womöglich darüber hinaus gebracht zu werden.
"Hostel" ist für beide Gruppen ein Fest.
Zum Einen wird hier eine richtig spannende Geschichte erzählt, zum anderen sind die Gore-Szenen so brutal, dass selbst die Hartgesottensten vielleicht doch mit der Wimper zucken werden.
Regisseur Eli Roth beginnt seinen Film wie eine dumme Klischee-Teenie Komödie von der Stange: Amis, die sich in Europa vergnügen und nichts anderes im Kopf haben als Saufen und Sex. So ist es zu Beginn für den Zuschauer recht schwierig irgendeine Sympathie für die drei Hauptdarsteller aufzubauen. Doch schon mit Olis Beichte, dass er Frau und Kinder hat, bricht Roth mit seiner bisherigen Atmosphäre und baut eine gänzlich Andere auf. Eine Unheilsschwangere, bei der man jeden Moment mit dem Schlimmsten rechnet. Das Grauen lässt aber erst mal eine Weile auf sich warten, und so spielt der Film geschickt mit der Frage, wann es den Jungs denn endlich an den Kragen geht.
Sobald aber die Ereignisse sich zum ultimativ Schrecklichen wenden, bleibt einem als Zuschauer förmlich die Luft weg. Die erste Folterszene ist derart kompromisslos und bitterböse, dass man doch schließlich Mitleid mit den zuvor unsympathischen Amis bekommt.
Dabei schafft Roth bereits in der ersten brutalen Szene das scheinbar Unmögliche: den Spagat zwischen gezeigtem und nicht gezeigtem Terror. Er macht das Grauen für den Zuschauer noch schrecklicher und greifbarer, in dem er einfach nur auf das schmerzverzerrte Gesicht des Opfers filmt, ohne zu zeigen, was ihm derartige Schmerzen bereitet. Erst in der letzen Einstellung erfährt man dann die Wahrheit, die wie ein Faustschlag in die Magengrube trifft.
Seine besten Momente hat "Hostel" übringes nicht in den Folterszenen, sondern in einer scheinbar harmlosen Szene, als der völlig verängstigte Paxton auf einen der Männer trifft, die ihm und den anderen diese Folter antun, und er so tun muss als ob auch er ein zahlender Kunde dieser Organisation ist.
Geschickt begeht Roth nicht den Fehler zuviel Horror zu zeigen, um einen Overkill zu vermeiden. Immer wieder lässt er dem Zuschauer Zeit sich zu regenerieren, nur um dann mit der nächsten Szene wieder voll durchzustarten.
Zum Schluß (vorsicht Spoiler!!!!) gibt es für den Zuschauer sogar die Erlösung, als das überlebende Opfer schließlich den Spieß umdreht und seine Peiniger zur Strecke bringt.
Anders als die meisten heutigen Horrorfilme hat der Film keinen MTV-Style-Schnitt sondern relativ ruhige Bilder, die die Verstörung beim Zuschauer aber nur noch größer machen. Falsch gemacht wurde auch bei der Schauspielerauswahl nichts. Besonders Jay Hernandez als Paxton empfiehlt sich hier dem wachsamen Talentauge.
Fazit: Ein beinharter Horrorstreifen, der seine brutalen Szenen aber immer wieder dank einer interessanten und spannenden Story unterbricht und am Ende sogar als "Schuld und Sühne" Geschichte punktet.
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Regisseur
Schauspieler
Jay Hernandez, Derek Richardson, Eythor Gudjonsson, Barbara Nedeljakova, Jana Kaderabkova, Jan Vlasák, Jennifer Lim, Lubomir Silhavecky, Lubomir Bukovy, Paula Wild, Petr Janis, Jana Havlickova, Vanessa Jungova, Rick Hoffman
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Jigsaw / 05.04.2008 11:30:04
Nach Eli Roths Cabin Fever und dem großen Hype der um Hostel gemacht wurde war der Film doch eher enttäuschend,der erste Teil des Films plätschert mit Belanglosigkeiten dahin und das reißt auch das ultraharte Ende des Films nicht mehr raus.
2 Sternen