Verfasst von Sebastian Stumbek am 11.10.06 23:41:38 - 5 Kommentare

Der letzte Kuss

The last kiss

Moviereporter-Bewertung:
  • 4.0/6 Sterne.
Leserwertung (8): 4.0 / 6

Land USA

Genre Drama

Laufzeit: 115

Jahr 2006

Webseite
Trailer

Kinostart: 16.11.2006
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Inhalt

Es ist nie einfach erwachsen zu werden – und schon gar nicht, es zu sein.

Für Michael (Zach Braff) ist das Leben ganz gut gelaufen. Bisher jedenfalls. Als attraktiver Endzwanziger hat er sich nicht nur blendend gehalten, sondern es auch geschafft, sich die gewisse "Leichtigkeit des Seins" zu bewahren. Locker und beschwingt surft er durchs Dasein. Doch was, wenn sich plötzlich am Horizont der Ernst des Lebens abzuzeichnen beginnt? Als seine langjährigen Freundin Jenna (Jacinda Barrett) überraschend schwanger wird, scheinen sich die unbeschwerten Tage plötzlich in ein seltsames Familie-mit-Haus-und-Garten-Idyll zu verwandeln. "War das alles?" fragt sich Michael irritiert.

Mitten in diesem emotionalen Tornado aus Zweifeln, Torschlusspanik und aufkommenden Vatergefühlen begegnet Michael der lebensfrohen und äußerst attraktiven Kim (Rachel Bil-son; aus der TV-Kultserie "O.C., California"). Sie ist gerade einmal 18 Jahre alt. Die sinnli-che Anziehungskraft zwischen den beiden ist unwiderstehlich. Und plötzlich genügt ein einziger Kuss, dass Michael sein bisheriges Leben komplett in Frage stellt.

Kritik

Mit "The Last Kiss" wagt Regisseur Tony Goldwyn nach zahlreichen Tv-Produktionen wie "Grey’s Anatomy", "Law & Order" oder "Without a Trace" wieder den Sprung auf die große Leinwand. Sein letzter Film "Männerzirkus" liegt bereits 5 Jahre zurück. Für das Drehbuch konnte Goldwyn keinen geringeren als Paul Haggis gewinnen, welcher bereits die Drehbücher zu den letzten beiden Oscargewinnern "Million Dollar Baby" und "L.A. Crash" schrieb.

"The Last Kiss" ist ein Beziehungsdrama, welches sich vor allem um Beziehungsängste/-probleme und innere Zweifel dreht. Im Mittelpunkt steht der 29-jährige Michael (Zach Braff), dessen Leben bisher eigentlich perfekt lief. Er hat einen guten Job, eine hübsche, ihn liebende Freundin und beide erwarten ein Kind. Doch dann plagt ihn immer mehr und mehr der Zweifel, ob es denn wirklich der "perfekte" Weg ist. Soll er sich wirklich fest binden? Ist das Leben damit schon gelaufen? Ist noch Platz für Überraschungen oder war’s das schon? Vor allem als er auf einer Hochzeit die süße 18-jährige Kim kennen lernt, mit der er von Anfang an auf einer Welle liegt, gerät er in Zweifel. Mehr und mehr baut sich zwischen ihnen eine Beziehung auf und Michael steht vor seiner schwierigsten Entscheidung. Seinen Freunden ergeht es nicht besser, auch sie befinden sich alle in einem Alter in dem es für sie gilt, wichtige Entscheidungen für ihre Zukunft zu treffen. Kinder bekommen, heiraten, eine gemeinsame Zukunft aufbauen, den Rest seines Lebens mit einer Person zusammenzubleiben… In "The Last Kiss" werden all diese Beziehungen gezeigt und wie die Charaktere mit den einzelnen Problemen individuell umgehen. All das wird stets mit leichtem Humor aufgelockert, der wirklich gut gelungen ist und nie übertrieben oder aufgesetzt wirkt. Das Besondere am Ganzen ist, dass der Film stets realitätsnah bleibt und nie in Kitsch oder Unsinn ausartet. So erkennt der Zuschauer, wenn er denn ab einem bestimmten Alter diesen Film schaut, sicherlich auch sich selbst in den Charakteren wieder.

Zach Braff, bekannt aus der Ärzte-Comedy-Serie "Scrubs", ist bei "The Last Kiss" lediglich als Darsteller tätig, statt wie bei seinem Meisterwerk "Garden State" Regie, Produktion und die Hauptrolle zu übernehmen. "Garden State" war, wie bereits erwähnt, ein überaus genialer Film, und so werden viele, die diesen vorher gesehen haben mit großen Erwartungen an "The Last Kiss" herangehen. Zach Braff macht seine Sache absolut gut und spielt wieder einmal hervorragend. Seine Rolle des innerlich unsicheren Menschen nimmt man ihm jederzeit ab.

Das Problem an "The Last Kiss" ist, dass die Geschichte zu eintönig und vorhersehbar ist. Mit Paul Haggis an Bord für das Drehbuch hätte man eigentlich eine verzwickte Geschichte mit Überraschungen und Wendungen erwarten können. Was allerdings daraus wurde ist eine nette Geschichte, die zwar realistisch aufgebaut und interessant ist, allerdings kann sich der Zuschauer schon von Anfang an denken, wie das Ganze ausgehen wird. Auch fehlt dem Ganzen irgendwo die Genialität, die man beispielsweise aus "Garden State" kennt. Auch auf emotionaler Ebene hinkt "The Last Kiss" "Garden State" hinterher. Trotzdem ist "The Last Kiss" keinesfalls schlecht! Es ist nur eben auch nicht herausragend.

Positiv zu erwähnen ist zu guter Letzt noch der Soundtrack, auf welchem sich unter anderem Interpreten wie Snow Patrol (mit "Chocolate" ein fantastischer Titelsong), Coldplay oder Joshua Radin finden. Die Musik passt stets gut in den Film hinein.

Fazit: "The Last Kiss" ist ein schöner Film mit einer interessanten Geschichte, der es leider nur etwas an Überraschungen fehlt. Das macht den Film aber auf keinen Fall schlecht, anschauen lohnt sich allemal. Hinzu kommen sehr gute Darsteller, einer gelungener Soundtrack und eine gute Message, die der Film mit sich bringt. Insgesamt also ist "The Last Kiss" recht gut geworden und wird sicherlich den ein oder anderen zum nachdenken anregen.

Jetzt kommentieren? / 5 Kommentare

  1. Kaspian

    Kaspian / 01.06.2008 23:49:54

    Amüsant...


    4 Sternen

  2. ADAMGOLDNIK

    ADAMGOLDNIK / 01.06.2008 23:56:58

    Große klasse.
    Gute Rolen und darstellungen vom Schauspielern Zach Braff und Jacinda Barrett
    nicht vergessen auch Rachel Bilson.
    Gute darstellung.


    5 Sternen

  3. DocProc

    DocProc / 21.06.2008 14:16:17

    Hab ihn mir schmalziger vorgestellt...ganz in Ordnung am schluß


    3 Sternen

  4. Chinchillakiller

    Chinchillakiller / 22.06.2008 23:25:58

    Guter Film, über die Realität fester Beziehungen.Schon lustig und sehenswert.


    4 Sternen

  5. Gambit521

    Gambit521 / 23.07.2008 04:17:18

    Wo ist Turk


    nicht bewertet


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