Verfasst von André Gabriel am 18.10.07 21:54:00 - 0 Kommentare

A Tale of Two Sisters

Moviereporter-Bewertung:
  • 3.5/6 Sterne.
Leserwertung (7): 4.0 / 6

Land Südkorea

Genre Drama, Horror

Laufzeit: 115

Jahr 2003

Webseite
Trailer

Kinostart: unbekannt
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Inhalt

"It's ok. From now on you can tell me what happened" - zwei Schwestern und das Haus einer strengen Stiefmutter... und eine Vergangenheit, die böses verwahrt, das nun ans Licht kommen soll.

Der Film Janghwa, Hongryeon, lose basierend auf einem koreanischen Volksmärchen (Janghwa, Hongryeon), ist hinsichtlich seines roten Fadens ebenso gestrickt wie die meisten anderen Horrorfilme auch. Die Geschichte weht wie ein blutiges Leichentuch um ein Geheimnis, das irgendwo ein Platz in der Vergangenheit angenommen hat - ein Platz, dessen Lage es zu entschlüsseln gilt; also lassen sie uns den Nebel lichten.

Die Story beginnt mysteriös. Wir landen in einer Anstalt, einer typischen Klinik eben, sehen einen Psychiater und dessen weibliche Patientin. Wir gehen davon aus, dass es sich um eine der Schwestern handelt, erinnern wir uns doch sogleich an den Titel des Films. Es ist eine gelungene Einleitung, denn sie verbirgt etwas, das wissen wir. Warum ist die junge Frau in der Psychiatrie? Was liegt hinter ihr, verfolgt sie wie der eigene Schatten? Nun ja, es ist eine Geschichte, natürlich, es ist die Geschichte von Su-mi und Su-yeon.

Die folgende Szenerie ist rein farblich gesehen gegensätzlich. Wir erleben eine prächtige Herbstidylle, Sonnenschein ergießt sich über Naturfrische und einem ansehnlichen Anwesen, das inmitten dieser Seeufergegend liegt.
Die Tür des Hauses wird geöffnet, die Schwestern treten ein… doch die Sonne scheint draußen zu bleiben, denn im Inneren des Landanwesens wartet eine Frau, deren Charakter nicht zu den Sonnenstrahlen passt. Und der Vater der Schwestern, irgendwie verbergend, unheimlich still, er scheint innerlich mit etwas zu ringen, von dem wir noch nichts wissen, es aber wissen möchten, ja das wollen wir tatsächlich.

Su-mi (Im Soo-jung) ist die ältere der beiden Schwestern und immer darauf bedacht, Su-yeon (Moon Geun-young), die nur wenig spricht, zu beschützen.

Ein sehr zentrales Konstrukt von A Tale Of Two Sisters stellt die Familie dar. Ständige Probleme und Streitereien erfüllen den Alltag, von dem einer trauriger als der andere zu sein scheint. Hinzu kommen die unerklärlichen Begebenheiten, die in einem Horrorfilm nicht fehlen dürfen - und erst recht nicht, wenn es sich um eine südkoreanische Produktion handelt (The Grudge, The Ring - Ring Two, Unborn But Forgotten). Doch schafft es dieser Film wirklich, die Erwartungen zu erfüllen, die man hegt, wenn man sich A Tale Of Two Sisters ansieht? Nun ja, ich habe mich bei dem wesentlich besseren Horrorfilm The Grudge um einiges häufiger erschrocken und gefürchtet. Sicher, es gibt die eine oder andere Szene, die echt gut ist und ich sage nur Küchendiele, aber es reicht eben nicht aus, denke ich, um mit den ganz großen Exemplaren des Genres mithalten zu können.

Der Wandschrank, immer wieder der Wandschrank. "How did we come to this?".

Andere bekannte Filme des Regisseurs Kim Ji-woon sind The Quiet Family und Memories, Koreas Beitrag zum Kurzfilmprojekt Three.
Darstellerin Yeom Jeong-ah (H, Tell Me Something) mimt die Stiefmutter recht ordentlich und Im Soo-jung ist in Sachen Trauer, Hass und Angst recht variabel, bringt diese Gefühle also getrennt und deutlich zum Ausdruck, während Moon Geun-young den verletzten Part übernimmt, der die Herzen der Zuschauer erreichen und fassen soll, die Rolle des gebrochenen Kindes.

Kritik

Das größte Manko von Janghwa, Hongryeon liegt in der Verworrenheit (Rückblenden, Zeitsprünge) der Geschichte und nicht umsonst spalten sich die Meinungen der Menschen, die den Film gesehen haben, in Hinsicht der tatsächlichen Geschichte, der Auflösung, des Kernpunktes, um den es nun mal primär geht, sonst würden wir ja bei einigen Filmen nicht bis zum Schluss ausharren müssen. Es geht um den Schlüssel und um Details, die jenen endlich gefundenen Schlüssel in korrekter Weise in das Schloss befördern, ihn in die entsprechende Richtung drehen und uns -himmelhochjauchzend- die verdammte Auflösung liefern. Und wir sind verärgert, gar tatsächlich sauer, wenn dieses Ereignis ausbleibt und wir selbst zum Abspann noch Fragezeichen wie störende Insekten in unserem Kopf schwirren haben. Dieser Aspekt lässt den Film also wieder auf der bewertenden Skala sinken.

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