Verfasst von Haiko Kàcserik-Maczek am 26.03.06 14:01:02 - 0 Kommentare

Havanna Blues

Leserwertung (0): 0.0 / 6

Land Spanien, Kuba, Frankreich

Genre Drama, Musik

Laufzeit: 110

Jahr 2005

Webseite

Kinostart: 30.03.2006
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Inhalt

Feurig wie ein Cubanito, stark wie ein Cuba Libre, belebend wie ein Mojito!

Am Morgen verkaufen sie Zigarren und Strohhüte an Touristen und Hummer auf dem Schwarzmarkt der "Perle der Karibik". Am Nachmittag singen und spielen sie traditionelle kubanische Lieder für die Sonnenanbeter im Sand des Playa del'Este. Abends träumen sie von der großen internationalen Karriere.
Ruy (Alberto Yoel García Osorio) und Tito (Roberto Sanmartín) sind begnadete Musiker und überhaupt gut drauf. Ruy pflegt seine Dreadlocks und seinen 54er roten Chevvy Convertible, der leider allzu oft ein Opfer der Schlaglöcher in den Straßen Havannas wird. Tito, den die Frauen zärtlich, die Männer mitunter spöttisch "Mulatto" nennen, ist ein Fan von "Iron Maiden" und lässt auch sonst nichts anbrennen.
Gemeinsam haben sie eine Band, die die Musik des "anderen" Kuba spielt, eine mitreißende Mischung aus Samba, Salsa und Blues, elektrisch verstärkt und begleitet von den harten Beats moderner Drums. In Ermangelung eines Tonstudios funktionieren sie das Wohnzimmer von Ruys Großmutter um. Die Aufnahme der für den Durchbruch unerlässlichen Demo-Kassette wird zum Zeit und Nerven raubenden Abenteuer.
Ebenso langwierig gestaltet sich die Suche nach einem Saal, in dem sie ihr erstes großes Live-Konzert geben können. Die Hallen, in denen einst die großen kubanischen Sänger und Musiker aufgetreten sind, sind in einem bemitleidenswerten Zustand.
Das Los der verhinderten Musik-Stars scheint sich zu wenden, als eines Tages die Talent Scouts einer spanischen Plattenfirma auftauchen und Ruy und Tito ihnen vorgestellt werden...

"Havanna Blues" zeigt uns ein junges Kuba mit einer quirrligen Musikszene, in der die aktuellen Rhythmen der Welt den Takt angeben. Die Ausgelassenheit bei Rap, Hip Hop, Hard Rock und Heavy Metal macht die zum alltäglichen Überleben notwendige Improvisation nicht vergessen. Sie ist aber eine aufregende Alternative zum hier allzu gern gepflegten Lamento.


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