Verfasst von Thorsten Meiritz am 09.01.06 02:29:22 - 0 Kommentare

Minik

Leserwertung (0): 0.0 / 6

Land Deutschland, Österreich

Genre Dokumentation

Laufzeit: 80

Jahr 2005

Webseite

Kinostart: 19.01.2006
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Inhalt

Der vielfach ausgezeichete Dokumentarist Axel Engstfeld, hat die Spuren von Minik verfolgt. In einer Collage aus Archivmaterial, Dokumenten, Inszenierungen und dokumentarischer Spurensuche erzählt er das dramatische Leben des Eskimojungen.

Oktober 1897: Arktis Forscher Robert Peary kehrt von seiner letzten Grönlandexpedition nach New York zurück. An Bord hat er den größten Meteoriten, der jemals in die USA gebracht wurde - und 5 Polareskimos.

Franz Boas, der Kurator des American Museums of Natural History, hatte vor einiger Zeit den Vorschlag gemacht einen Eskimo nach New York zu bringen, um ihn in Ruhe zu studieren.  Eskimos sind für die Anthropologen des ausgehenden 19. Jahrhunderts eine rare Spezies und ein Clan von 5 Eskimos in New York eine Sensation.

Doch im Oktober 1897 hat Boas längst seine "Bestellung" vergessen. Der 10 jährige Minik, sein Vater Keeshuh und seine Verwandten werden provisorisch im Keller des Museums untergebracht. Nach 10 Tagen werden sie krank in das Bellevue Hospital eingeliefert. Lungenentzündung und Tuberkulose lautet die Diagnose.

In der folgenden Zeit pendeln die Eskimos zwischen ihrem neuen Quartier in der Bronx, dem Krankenhaus und dem Museum. Minik, der junge Wilde, wird zum Liebling der New Yorker Presse. Im Februar 1898 stirbt sein Vater Keeshuh an Tuberkulose und sein Skelett verschwindet in der anthropologischen Sammlung des Museums. Doch für den kleinen Minik inszenieren die Anthropologen des Museums die Scheinbeerdigung seines Vaters.

Innerhalb weniger Monate sterben auch die anderen Eskimos, nur der kleine Minik überlebt, wird von einem Mitarbeiter des Museums adoptiert. 12 Jahre bleibt er in Amerika, bis ihm schließlich die Rückkehr nach Grönland gelingt.

Doch in der eisigen Arktis hilft ihm seine amerikanische Schulbildung wenig: Er weiß nicht zu jagen, kann weder ein Hundegespann führen, noch mit dem Kajak umgehen,  muß seine Muttersprache erneut lernen, sich an rohes Robbenfleisch gewöhnen und die jungen Frauen nehmen kaum Notiz von dem ungeschickten Minik.

Inzwischen wird Robert Peary in Amerika als Entdecker des Nordpols gefeiert, doch in Minik kocht Haß auf Peary und all die Wissenschaftler in New York.  Da beschließt Minik nach 7 Jahren in der Arktis noch einmal nach Amerika zurückzukehren.

Kinostart: 19. Januar 2006


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