Verfasst von Michael Schied am 22.01.06 19:21:32 - 2 Kommentare

Veer und Zaara

Moviereporter-Bewertung:
  • 4.5/6 Sterne.
Leserwertung (3): 4.0 / 6

Land Indien

Genre Bollywood, Drama, Romanze

Laufzeit: 192

Jahr 2004

Webseite
Trailer

Kinostart: 12.11.2004
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Inhalt

Veer & Zaara

Der Staat Pakistan hat sich entschlossen, die Fälle indischer Gefangener wieder aufzurollen. Dies ist die Chance der jungen Anwältin Saamiya Siddiqi (Rani Mukherjee), die in ihrem ersten Fall auf Rajesh Rathore (Sharukh Khan) stößt. Nach längerem Zögern erzählt er ihr schließlich seine Geschichte: In Wirklichkeit ist sein Name Veer Pratap Singh. Er kam vor 22 Jahren nicht als Agent des indischen Geheimdienst nach Indien, sondern als eine Art Romeo und ehemaliger Rettungsflieger der Indischen Luftstreitkräfte. In Pakistan (sprich: Lahore) war er, weil er Zaara Hayaat Khan (Preity Zinta) treffen und ihr die Heirat antragen wollte. Wie konnten sie eineinander kennengelernt haben? Zaara war einige Zeit zuvor im indischen Teil des Punjab, um die Asche ihrer verstorbenen Kinderfrau (Zohra Segal) dem Fluß nach Sikh-Ritus zu übergeben. Veer hatte Zaara auf ihrem Weg zum Reiseziel aus dem Wrack ihres Reisebuses gerettet, nachdem dieser im bergigen Gelände von der Straße abgekommen war. So begannen sich beide näher zu kommen, so dass zum Abschied ihrer Reise Veer am Grenzbahnhof erklärt, dass er für Zaara sein Leben opfern würde.

Kritik

Hintergrund
Der Film spielt vor dem Tauwetter der indisch-pakistanischen Beziehungen, die seit einiger Zeit auf dem Weg gebracht wurden. Filmemacher Yash Chopra nutzt so auch ein geschickt Moment, um nach 7-jähriger Abwesenheit mit einer großartigen und ungewöhnlichen Liebesgeschichte auf die Leinwand zurückzukehren. Zu dem bringt er beträchtliche Stars des indischen Kinos auf. Amitabh Bachchan und Hema Malini treten als Stiefeltern und Onkel bzw. Tante von Veer auf und tragen zur Vervollständigung des Aufgebots bei. Gurdas Maan gestaltet eine musikalische Einlage. Und auch Lata Mangeshkar ist nach längerer Zeit wieder einmal als Sängerin zu großartigen Bildern, die in vielem Chopras Vorgängerfilm "Dilwale Dulhania Le Jaayenge" gleichen, zu hören.

Kritik
Es fällt schwer, bei diesem Film ein eindeutiges Urteil zu fällen. Unbestritten erscheint der Film als ein großartiges Projekt, und filmtechnisch gesehen ist er nahezu perfekt. Ist man als Zuschauer erst einmal dabei und in seiner Handlung, ist es schwer, sich ihm zu entziehen. Alles läuft dahin, ohne dass es platt wird. Vom Anfang an gelingt es dem Filmteam um Yash Chopra eine Spannung aufrecht zu erhalten, die in ein unerwartetes Ende kulminiert. Der Film ist hier in der Tat sehenswert. Denn auch die Schauspieler und Sänger tragen zum gewissen Grade zum Gelingen des Projekts bei. Doch letztlich bewegt sich Yash Chopra in sicherem Fahrwasser. Nichts überläßt er dem Zufall. Die Gefahr vor Augen, scheitern zu können, wagt er auch nichts. Und genau hier, wirkt der Film auch einfach. So wie die Musik spult sich auch seine Handlung ab. Veer&Zaara wird daher nicht als großartiger Film in die Geschichte eingehen. Denn auch die Schauspieler hätten mehr von ihren Talenten offenbaren müssen. Sharukh Khan bleibt so wie er an diesen Stellen immer zu sehen ist: Mit weinerlicher Stimme versucht er, großartige schauspielerische Leistungen zu mimen. Auch Preity Zinta und Rani Mukherjee können mehr. Auch wird unklar, wo der Fokus des Films liegt. Stellenweise erscheint dieser bei der jungen Rechtsanwältin Saamiya und der Frage der "Womens Empowerment". Wenn auch Chopra viele wichtige Fragen, wie z. B. den häuslichen Machtverhältnissen um den Vater Zaaras als Politiker, nachvollziehbar wiedergibt, wundert man sich über Chopras Interpretation der geografischen Gegebenheiten Südasiens. Lahore liegt nur 20 Autominuten von der indischen Grenze entfernt. Nirgendwo gibt es entfernt nur irgendwelche tiefen Gebirgsabhänge. Wie auch immer, die Geschichte der Liebe zwischen Veer und Zaara hat, auch wenn sich beide gerade einmal einen Tag kennen, einen interessanten Aspekt. Sie ist nicht einseitig bei Veer angelegt. Zaara hat auch einen gleichgroßen Anteil an ihr und gibt damit der Handlung den überraschenden Ausgang. Auch bleibt vom Film, im Wunsch besserer indisch-pakistanischer Beziehungen und Gerechtigkeit getragen, eine hoffnungsvolle Botschaft.

Empfehlung/Fazit
Möchtest Du eine Liebesgeschichte sehen, ohne zu tief ins Detail gehen zu wollen. So bist du bei diesem Film sicher. Mach dir einen schönen Abend und fühl dich danach besser. So kann dieser Film dann noch ein zweites Mal gesehen werden. Willst du mehr das Ungewöhnliche und erwartest ein wenig Mehr, so wirst du denn Film nicht lange im Gedächtnis tragen.

Jetzt kommentieren? / 2 Kommentare

  1. stallone

    stallone / 10.12.2007 20:18:40

    die liebesgeschichte von diesem film lässt den zuschauer leider unbefriedigt und muss doch enttäuschend aus dem kino gehen, obwohl es am ende ein happy end gibt. das ist das fatale an dem film. aber womit der film den zuschauer glücklich machen kann, ist die musik, die ist erstklassig!!!


    4 Sternen

  2. Veremar

    Veremar / 11.12.2007 17:46:24

    Bin auch deiner Meinung, es lohnt sich eigentlich nur wegen der schönen Bilder und Lieder.


    nicht bewertet


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