Wimbledon - Spiel, Satz und...Liebe
Wimbledon
Inhalt
Beflügelt oder hemmt die Liebe die sportliche Leistung?Tennis-Profi Peter Colt möchte sich bei seinem letzten Auftritt auf der großen Bühne in Wimbledon würdevoll verabschieden. Durch Zufall begegnet er der frechen Newcomerin Lizzie Bradbury und beide scheinen einem kleinen Flirt nicht abgeneigt zu sein. Davon beflügelt gewinnt Peter sein Auftaktmatch. Schließlich verlieben sie sich ineinander, sehr zum Missfallen ihres ehrgeizigen Vaters, der nicht tatenlos zusehen will wie ihre sportliche Leistung an der Romanze zu leiden scheint. Peters Spiel hingegen profitiert von ihrer Liebe...
Kritik
Wie nahezu unmöglich es ist geeignete Schauspieler zu finden, die einen Tennisprofi auf dem Platz glaubhaft darstellen können, zeigt leider auch "Wimbledon". Ich muss wohl dazu sagen, dass ich seit Jahren selber als Tennistrainer tätig bin und daher nicht ganz unvoreingenommen in den Film gegangen bin. Aber was mir dann nicht nur bei den Ballwechseln sondern auch bei anderen tennisspezifischen Szenen serviert wurde ist dann teilweise leider unter der Kategorie Lachnummer einzuordnen.Zwar wurden zwei Altstars in Form von John McEnroe und Chris Evert mit ins Boot geholt, aber leider haben diese sich wohl ausschließlich auf ihre kleinen Rollen konzentriert und konnten daher grobe Schnitzer bezüglich des Tennissports nicht mehr kaschieren. Da half Paul Bettany auch der viermonatige Unterricht mit Wimbledon-Champion Pat Cash nicht wirklich. Bei den Ballwechseln selber dachte man wohl eher man würde sich ein Videospiel ansehen als ein reales Tennismatch. Da empfehle ich doch lieber sich die Wiederholung des Wimbledon-Finales von 1991 anzuschauen zwischen Boris Becker und Michael Stich.
Nach der ganzen Klugscheißerei meinerseits habe ich aber durchaus auch positive Anmerkungen zu machen. Da der Film insgesamt gesehen mehr Wert auf die romantische Komödie legt kann man den beiden Hauptdarstellern auch keinen großen Vorwurf machen. Sowohl der sympathische Paul Bettany ("A Beautiful Mind") als auch die süße Kirsten Dunst ("Spider-Man") machen ihre Aufgabe gut und obwohl man eigentlich weiß wie der Film am Ende ausgehen wird muss man dem Team, um Regisseur Richard Loncraine, das Bemühen um ein wenig Spannung gerade in Richtung Schluss des Films zugute halten.
Herausgekommen ist eine zwar komische aber auch vorhersehbare Love-Story in typischer "Notting Hill"-Tradition.
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Regisseur
Schauspieler
Paul Bettany, Kirsten Dunst, Sam Neill, Kyle Hyde, Robert Lindsay, Celia Imrie, Penny Ryder, Amanda Walker, Bernard Hill


