Silent Hill - Willkommen in der Hölle
Inhalt
Die Verfilmung des Kult Horror-VideospielsRose (Radha Mitchell) will nicht akzeptieren, dass ihre Tochter Sharon langsam an einer Krankheit zugrunde geht. Gegen den Willen ihres Mannes flieht sie mit ihrer Tochter um einen Heiler aufzusuchen. Doch auf ihrer Fahrt mit dem Auto kommt sie vom Weg ab und landet ungewollt in der unheimlichen verlassenen Stadt Silent Hill. Unglücklicherweise verschwindet ihre Tochter spurlos in Silent Hill und Rose nimmt die Verfolgung einer Gestalt an die ihre Tochter zu sein scheint. Schnell stellt sich heraus, dass Silent Hill nicht wie jeder andere Ort ist: Denn es wimmelt überall von merkwürdigen deformierten Kreaturen. Einige wenige übriggebliebenen Menschen sind in diesem Ort gefangen und kämpfen auch gegen das Böse. Rose muss schon bald erkennen dass Silent Hill noch mehr Geheimnisse hat.
Kritik
Videospielverfilmungen sagt man ja generell nichts gutes nach. Christophe Gans, Regisseur des beliebten Films "Pakt der Wölfe", nahm sich nun der Aufgabe an, eines der beliebtesten Survival-Horrorspiele zu verfilmen. Zur Seite stand ihm dabei Roger Avary, der für "Silent Hil"l das Drehbuch schrieb. Davor schrieb er bereits Drehbücher zu Filmen wie "Pulp Fiction", "True Romance" oder "Reservoir Dogs". Klingt alles sehr vielversprechend bis hierhin, hat Gans es also tatsächlich geschafft, einen besseren Film abzuliefern als beispielsweise Uwe Boll?
Beginnen tut der Film schon mit einer allen Videospiel-Fans sehr bekannten Mandolinen-Musik. Und so beginnt das Herz eines jeden Fans gleich höher zu schlagen. Der Film lehnt sich vor allem an den ersten Teil der "Silent Hill"-Reihe an. Änderung hierbei ist aber, dass die Hauptperson, anders als im Spiel noch Harry Mason, hier nun weiblich ist, gespielt von Rhada Mitchell. Allerdings ähnelt der Rest der Geschichte nun stark dem Spiel, denn auch sie begiebt sich auf die Suche nach ihrer Tochter in die Hölle, auch bekannt als Silent Hill. Und hier zeigt sich die größte Stärke des Films: Optisch ist "Silent Hill" wirklich atemberaubend geworden. Die Stadt im Film sieht haargenau aus wie im Spiel, die heruntergekommenen Häuser, der Nebel, die Straßen... man fühlt sich sofort hineinversetzt und besser hätte man es dem Spiel nicht nachempfinden können. Das erzeugt natürlich ungemein Atmosphäre, die für jeden Horrorfilm das "A und O" ist. Auch innerhalb von Gebäuden, welche Spielern auch sehr bekannt vorkommen werden wie das Krankenhaus, die Bowlingbahn, ein Hotel oder die Schule, ist das Setdesign erste Klasse geworden. Neben dem Setdesign muss man auch ganz klar die Spezial Effekte und die Kamera des Films loben. All dies macht "Silent Hill" zu einem optischen Augenschmauß. Neben der gelungenen Stadt sind auch die Kreaturen der Spiele im Film vorhanden wie zb. der allseits bekannte "Pyramidenkopf" oder die "Krankenschwestern". Das wird natürlich wieder jeden Spieler erfreuen; Nicht-Spieler werden mit den abartigen Kreaturen aber auch ihren Spaß haben.
"Silent Hill" ist kein Horror-Schocker, wie manche vielleicht erwarten. Die Spiele haben sich schon durch eine mysteriöse Stille ausgezeichnet und eher Angst erzeugt. Und genau das tut auch der Film. Er erzeugt ein beklemmendes, unwohles Gefühl und lebt durch seine verstörenden, entsetzlichen Bilder. Rhada Mitchell begibt sich mit ihrem Besuch in Silent Hill in einen wahren Alptraum, und mit ihr auch der Zuschauer, denn anders kann man es gar nicht bezeichnen.
Schauspielerisch ist "Silent Hill" keine Offenbarung, aber das erwartet auch keiner bei einem Horrorfilm. Rhada Mitchell ("Mann unter Feuer") in der Hauptrolle spielt ihren Part ganz solide und ok. Neben ihr ist noch Sean Bean zu sehen als ihr Ehemann in der "normalen" Welt. Sein Part im Film ist eigentlich völlig unnötig, war in der ersten Fassung des Films auch nicht enthalten. Das Studio richtete sich dann allerdings an Christophe Gans, da in dem Film keine Männer vorhanden waren, was das Studio ablehnte. So wurde sein Part also zusätzlich hinzugefügt - völlig unnötig, da die Szenen, in denen man aus dem spannenden Geschehen rausgerissen wird um Sean Bean verweifelt nach seiner Frau suchen zu sehen, stören eher. Laurie Holden spielt in dem Film die Spielern bekannte Figur Cybil Bennett und steht Rhada Mitchell schlagfertig zur Seite.
Musikalisch ist "Silent Hill" auch gut gelungen. Verantwortlich dafür war Akira Yamaoka, der bereits die Musik zu den Spielen gemacht hat. Ein Wiedererkennungswert ist im Film dadurch gegeben und steigert die Stimmung und Atmosphäre durch bekannte Melodien nochmals stark.
Was an "Silent Hill" nun etwas stört ist zum einen die Story. Wer das Spiel nicht gespielt hat, wird am Ende die Auflösung aller Wahrscheinlichkeit nach nicht verstehen, da sie gegen Ende sehr wirr und abgehoben wird. Und auch ein paar Kleinigkeiten im Film hätte man storymäßig evtl. ein wenig ändern können. Hinzu kommt, wie bereits erwähnt, die Szenenwechsel zu Sean Bean, die den Spaß ein wenig bremsen.
Fazit: "Silent Hill" ist endlich mal eine gelungene Videospielverfilmung, die optisch die Meßlatte für Horrorfilme deutlich anschrauben dürfte und Spielern der Videospielreihe auf jeden Fall gefallen sollte. Auch wenn man mit den Spielen nichts am Hut hat, wird man als Horrorfan durch die ausgezeichnete Atmosphäre auf seine Kosten kommen. Einzig die Story wird gegen Ende ein wenig konfus und wird vielleicht manch einen verärgern.
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Regisseur
Schauspieler
Jodelle Ferland, Tanya Allen, Kim Coates, Deborah Kara Unger, Laurie Holden, Sean Bean, Radha Mitchell, Christopher Britton, Alice Krige
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mye / 09.12.2007 14:20:20
wer das spiel kennt, der weiß, was "sich richtig gruseln" bedeutet... das konnte der film leider nicht so umsetzen, dennoch erscheint mir die verfilmung insgesamt schon gelungen und man hat sich zumindest mühe gegeben, den game-look auf die leinwand zu transportieren, was sehr wichtig ist/ wirklich beängstigend erscheint mir der alarm und das ständige auftauchen des pyramid-heads sowie die äußerliche veränderung der umgebung
4 Sternen
Veremar / 09.12.2007 16:11:23
Recht gelungene Verfilmung des Videospiels. Zum Gruseln!
5 Sternen
eddy / 13.01.2008 15:57:41
Tut mir leid,einer der schlechtesten die ich gesehen habe!Habe mir bei dem Spiel fast in die Hose gemacht,aber bei dem Film naja.
2 Sternen
Feuerfrucht / 13.01.2008 17:36:59
also wenn man die andren horror surviver game verfilmungen vergleicht, ist dieser hier richtig gelungen. meiner meinung nach die beste horror Surviver umsetzung. Resident Evil war für mich schon sehr enttäuschend. der erste ging und der rest naja. aber Silent Hill war echt klasse.
6 Sternen
Jigsaw / 05.04.2008 19:04:56
Hervorragende Umsetzung des Videospiels.
5 Sternen
Zoidberg / 29.05.2008 11:20:17
Hätte schon grusliger sein können, war Streckenweise etwas langweilig aber sonst wirklich nicht schlecht.
4 Sternen
cross / 10.07.2008 19:46:42
Ich kenne keinen FIlm, der so nah an einem Spiel liegt, wie SIlent Hill.
Zwar ist die Geschichte verändert worden, aber sonst wäre es ja total langweilig für alle "Kenner" geworden.
Klar ist für die Kenner des Spiels der Film nicht mehr sooo gruselig, aber alle nicht "Eingeweihte" sollten doch schon recht gut gezittert haben.
Guter Film !
nicht bewertet