King Arthur
Inhalt
Die "wahre" Geschichte hinter der Legende von König Artus und seiner Tafelrunde.Um 300 nach Christus erstreckte sich das römische Imperium von Großbritannien bis nach Arabien. Die Römer wollten jedoch noch mehr Land, und so zog es sie nach Osten, nach Samarien. Nach einer vier Tage andauernden Schlacht, waren die Samarer letztendlich besiegt, bis auf einen kleinen Teil ihrer tapferen Kavallerie, die fortan den Römern Folge leisten und für 15 Jahre in der römischen Armee dienen mussten – Generation für Generation.
167 Jahre später leisten einige samarische Reiter ihren Dienst in Großbritannien ab. Lancelot (Ioan Gruffudd), Tristan (Mads Mikkelsen), Gawain (Joel Edgerton), Galahad (Hugh Dancy), Bors (Ray Winstone) und Dagonet (Ray Stevenson) dienen unter einem römischen Anführer, in dessen Adern auch britisches Blut fließt und dessen Hand das sagenumwobene Schwert "Excalibur" führt – sein Name ist Artorius Castus (Clive Owen), genannt "Arthur". Sie schützen den Hadrians Wall, die Grenze zu den Pikten, aufständische Briten im Norden, die von dem dunklen Zauberer Merlin (Stephen Dillane) angeführt werden.
Doch das römische Imperium ist im Begriff sich aus Großbritannien zurückzuziehen und das Land sich selbst zu überlassen. An der Nordküste der Insel ist eine Armee von Sachsen gelandet, die das Land überrennt und jeden tötet der sich ihr in den Weg stellt – sie kennen nur ein Ziel: die totale Eroberung Großbritanniens. Nur die Pikten wagen es sich ihnen in den Weg zu stellen, doch sie benötigen einen Anführer. Als Arthur letztendlich einsehen muss, dass sein Traum von Rom nicht mehr existiert, kämpft er für die Freiheit, an der Spitze seiner britischen Landsleute – an seiner Seite die schöne britische Amazone Guinevere (Keira Knightley) und der Rest seiner getreuen Kampfgefährten…
Kritik
"King Arhtur" erzählt die Geschichte, die sich hinter der mittelalterlichen Legende von König Artus und seiner Tafelrunde verbirgt. Historiker gehen davon aus, dass der sagenumwobene Held auf einer realen Figur basiert, die jedoch 1000 Jahre früher gelebt hat – in einer Periode, die oftmals nur das "Dunkle Zeitalter" genannt wurde. Artorius Castus ist ein römischer Kommandant, der in Britannien geboren wurde. Seine Mutter wurde bei einem Überfall der Woads getötet, als er noch ein Kind war, zuvor ist auch sein Vater bereits gestorben. Dessen Platz hat der römische Gelehrte Pelagius eingenommen, der den jungen Arthur erzieht und ihn Gerechtigkeit, Großmütigkeit und Verantwortung lehrt.Die Rolle des Arthur, wird von dem zur damaligen Zeit noch recht unbekannten britischen Schauspieler Clive Owen verkörpert, der in dem Film seine erste große Kinohauptrolle spielte. Owen, der mittlerweile in die Riege der Hollywoodstars aufgestiegen ist und 2005 sogar eine Oscarnominierung für seine Rolle in "Hautnah" einheimste, ist wie geschaffen für diese Rolle. Er spielt seinen Part zu jeder Zeit glaubwürdig, ob als gerechter Anführer, der seine Kampfgefährten einschwört oder als hartgesottener Kämpfer, der noch nie eine Schlacht verloren hat. An dieser Stelle möchte ich jedem empfehlen sich die englische Originalversion anzusehen, denn allein Clive Owens markante Stimme erweckt König Artus auf der Leinwand zum Leben.
Ihm zur Seite stehen seine verbliebenen sechs Kampfgefährten, allen voran Lancelot, gespielt von Ioan Gruffudd, ebenfalls ein junger britischer Schauspieler, der zuvor in "Black Hawk Down" zu sehen war. Ohne einzeln auf jeden weiteren Charakter der Kämpfer eingehen zu wollen, sei nur soviel gesagt: jeder ist auf seine Weise speziell, sei es die individuelle Kampftechnik oder auch das Verhalten – und gerade diese Mischung der verschiedenen Charaktere verleiht dem Film eine gewisse Vielschichtigkeit, auch wenn es zumeist bei einer eher oberflächlichen Betrachtung bleibt.
Die schöne britische Amazone Guinevere, die Arthurs Herz gewinnt, wird von Keira Knightley gespielt, die ein Jahr zuvor ihren großen Durchbruch mit "Fluch der Karibik" feierte. Ihr dort absolviertes Kampftraining kam ihr sicherlich auch als Kriegerin in "King Arthur" zu gute. Als abschließende Bemerkung zur Besetzung sei erwähnt, dass auch der deutsche Star Til Schweiger eine größere Rolle im Film innehat; er spielt Cynric, den Sohn des Sachsenhäuptlings.
Wieder einmal zeichnet Produzent Jerry Bruckheimer für einen Top-Actionfilm verantwortlich. Nur ein Jahr zuvor hat er mit "Fluch der Karibik" seinen bis Dato erfolgreichsten Film abgeliefert. "King Arthur" war in den Kinos dagegen leider eher ein Flop. Besonders in Amerika ging der Film mit lediglich knapp 52 Millionen US Dollar in den Kinos unter, wenn man bedenkt, dass das Budget bei 120 Millionen lag. Durch die weltweiten Einnahmen von weiteren knapp 152 Millionen US Dollar, konnte es aber letztendlich doch noch deutlich übertroffen werden.
Die Regie des Films übernahm der junge afroamerikanische Regisseur Antoine Fuqua, nachdem Michael Bay, der zuvor das Projekt fünf Jahre vorantrieb, aus budgetären Gründen ausstieg. Fuqua arbeitete zuvor unter anderem als Regisseur für "The Replacement Killers", "Training Day" oder "Tränen der Sonne". Es gelingt ihm sowohl intensive Schlachtszenen als auch cinematographisch schöne Sequenzen einzufangen, wodurch der Film in einer gewissen Balance gehalten wird. Zur Cinematographie trugen mit Sicherheit auch die Drehorte in Irland bei – von weiten grünen mit Gras bewachsenen Ebenen bis hin zu verschneiten gebirgigen Landschaften. Ein Highlight des Films ist der Kampf zwischen Arthur und seinen Männern und einer Schar Sachsen auf einem zugefrorenen See, allerdings mit der Unterstützung von CGI-Effekten.
Zu guter letzt muss natürlich noch der grandiose Soundtrack angesprochen werden. Dieser stammt aus der Feder des deutschen Oscarpreisträgers Hans Zimmer, was an sich schon für eine hervorragende Qualität bürgt. Ohne übertreiben zu wollen, dieser Soundtrack gehört für mich mit zu den besten die ich jemals gehört habe, was ja jedoch auch immer eine Frage des Geschmacks ist. Zimmer versteht es sowohl zu den ruhigen oder dramatischen Momenten die passenden Töne zu liefern als auch zu den hochdynamischen intensiven Schlachtszenen. Ich will zwar nicht sagen, dass der Film mit dem Soundtrack steht und fällt, aber er trägt auf jeden Fall einen wichtigen Teil zur dramaturgischen Spannung bei. Der Score passt einfach von Anfang bis Ende perfekt zum Film und ist auch ohne die dazugehörigen Bilder ein wahrer Ohrenschmaus, besonders für Liebhaber guter Soundtracks.
Fazit:
Der Film gefällt mir persönlich sehr gut, auch wenn er im Kino aus mir unerfindlichen Gründen eher gefloppt ist. Er bietet eigentlich alles was ein guter Film bieten muss: eine gute Geschichte, solide bis gute schauspielerische Leistung, Action und natürlich nicht zu vergessen die perfekte musikalische Untermalung. Eine kleine Empfehlung zum Schluss: unbedingt den Director’s Cut anschauen.
Jetzt kommentieren? / 1 Kommentare
Regisseur
Schauspieler
Clive Owen, Keira Knightley, Ioan Gruffudd, Mads Mikkelsen, Joel Edgerton, Hugh Dancy, Ray Winstone, Ray Stevenson, Stellan Skarsgård, Stephen Dillane, Til Schweiger



Jigsaw / 08.04.2008 09:09:52
Die Verfilmung derArthus Sage mit neuem Ansatz,ob geschichtlich korrekt oder nicht,dieser Film ist Action und Schlachtengetümmel pur,eben richtiges Popcornkino.
6 Sternen