Verfasst von Sebastian Stumbek am 18.03.06 19:35:51 - 0 Kommentare

In the Mix - Willkommen in der Familie

Moviereporter-Bewertung:
  • 1.0/6 Sterne.
Leserwertung (2): 3.5 / 6

Land USA

Genre Crime, Komödie, Musik, Romanze

Laufzeit: 95

Jahr 2005

Webseite
Trailer

Kinostart: 30.03.2006
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Inhalt

RnB-King Usher mit eigenem Film und Hauptrolle in den Kinos. Ob das eine gute Idee war?

Als Darrell (Usher), einer der angesagtesten DJs aus New York, der hübschen Tochter eines Gangsterbosses (Chazz Palminteri) das Leben rettet, hat er sich damit einen neuen Job gesichert: Er soll von nun an ein Auge auf Dolly (Emmanuelle Chriqui), die "Prinzessin" des Dons, werfen. Während der Vater einen Bandenkrieg gegen seinen Erzrivalen anzettelt und sich gegen die Angriffe eines jungen rücksichtslosen Herausforderers wehrt, verlieben sich Darrell und Dolly ineinander – trotz ihrer völlig unterschiedlichen Herkunft. Doch der Don hat ganz andere Pläne...

Kritik

Musiker bekommen wenn sie Erfolg haben öfter mal Filmangebote. Einige hätten dies lassen sollen wie die Spice Girls mit ihrem "Spice World", Britney Spears mit "Crossroads" oder Mariah Carrey mit "Glitter", bei Anderen wie Eminem’s "8 Mile" oder 50 Cent’s "Get Rich Or Die Tryin’" klappt es dann aber doch. Nun war Usher an der Reihe – nach mehreren kleinen Auftritten in anderen Filmen seine erste Hauptrolle.

In der Musikwelt ist Usher einer der größten. Sein Album "Confessions" ist das meistverkaufte Album eines R&B-Sängers in der ersten VÖ-Woche seit Anfang der Neunziger Jahre – das Album war ein Erfolg auf ganzer Linie, verantwortlich dafür auch Singles wie "Yeah!", die weltweit Rekorde aufstellten und Usher im letzten Jahr unzählige Preise sicherten. Wer so viel Aufsehen erregt bekommt auch Filmrollen angeboten. Aber Usher hat leider den falschen Film gewählt.

Die Story des Films ist noch plumper als sie sich oben in der Inhaltsangabe liest. Geht man nun in den Film rein – vor allem natürlich als Usher Fan – ist einem das zunächst nicht so wichtig weil man einfach seinen Star sehen will und ein wenig Spass haben will. Dieser kommt aber dann leider nicht auf. Zunächst einmal liegt dies an den wohl dämlichsten Filmdialogen die man seit langem gehört hat. Auch dies wäre zu verkraften – würde man wie gesagt noch Spaß mit dem Film haben. Problem aber: Die Witze des Films zünden einfach nicht. Schuld daran die zuvor angesprochenen dummen Dialoge aber auch die Phantasielosigkeit des Drehbuchautors. Es gibt ja allerlei sinnlose Filme, die dann aber doch wenigstens zum Lachen bringen. Dumm für "In The Mix", dass das bei all den Fehlern des Films nicht einmal gelingt.

Weiter geht’s mit den Darstellern. Da es sich bei den meisten Zuschauern (wie auch bei mir selbst) um Usher Fans handelt, kann man soviel sagen, dass er zwar nicht Schauspielern kann, aber man trotzdem zufrieden damit ist, ihn zu sehen. Einen Oscar wird er sicherlich nicht gewinnen, dafür aber durch seinen Charme die Symphatie seiner Zuschauer. Denn Usher ist als Person einfach gesagt verdammt cool. Sein weiblicher Nebenpart, gespielt von der hübschen Emmanuelle Chriqui, glänzt auch nicht unbedingt durch schauspielerische Leistungen, macht dafür einen sehr süßen Eindruck und passt in ihre Rolle ganz gut hinein. Bei Romantic-Comedies ist es immer wichtig, dass zwischen den Darstellern die Chemie stimmt, damit das Ganze glaubwürdig wirkt. "In The Mix" ist leider auch hier nicht richtig durchgesetzt worden. Denn so nett beide als Einzelpersonen auch wirken, so richtig funken tut es zwischen den beiden irgendwie nicht – alles wirkt viel zu aufgesetzt.

Was bleibt also übrig? Keine Story, kein Humor… eigentlich kaum was. Der Soundtrack des Films weiß wenigstens zu unterhalten mit Tracks von Rico Love, Usher, Christina Milian, Chris Brown oder Juelz Santana, die RnB-Liebhabern sicherlich ein Begriff sind.


Fazit: Großen Bogen um den Film machen. Höchstens als eingefleischter Usher Fan kann man sich überlegen den Film angucken – dann reingehen, sobald er vorbei ist wieder vergessen – und hoffen, dass Usher sich beim nächsten Mal eine bessere Rolle aussucht. Er kann’s sicher auch besser…hoffentlich.


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