Verfasst von Thorsten Meiritz am 08.06.07 03:08:04 - 0 Kommentare

Shrek der Dritte

Shrek the Third

Moviereporter-Bewertung:
  • 4.0/6 Sterne.
Leserwertung (7): 3.57 / 6

Land USA

Genre Animation, Familie, Komödie

Laufzeit: 92

Jahr 2007

Webseite

Kinostart: 21.06.2007
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Inhalt

Shrek's Abenteuer gehen weiter.

Shrek und Fiona leben mittlerweile, mehr oder weniger, glücklich im Königreich Weit Weit Weg im Palast von Fionas Eltern. Auch der Esel und der Gestiefelte Kater sind ständig an ihrer Seite – und wo der Esel ist, da sind auch seine geliebte Drachenbraut und die geflügelten, Feuer speienden Mini-Esel nicht fern.
Dann geschieht jedoch ein Unglück: der Froschkönig erkrankt und so muss Shrek in die Rolle des Königs schlüpfen, obwohl er eigentlich viel lieber zurück in seinen heimischen Sumpf möchte. Doch es kommt noch schlimmer, denn der Froschkönig scheidet dahin und Shrek ist der nächste in der Thronfolge – es gibt da jedoch noch jemand anderen, wie der König auf seiner "Sterbeseerose" preisgibt: Arthur. So macht sich Shrek, der alles andere als König sein will, auf, um den neuen Herrscher über das Königreich aufzusuchen. Natürlich begleiten ihn der Esel und der Gestiefelte Kater bei dem neuerlichen Abenteuer. Bei der Abreise ruft ihm Fiona noch zu, dass sie schwanger ist, was Shrek in der Folgezeit im wahrsten Sinne des Wortes Alpträume bereiten soll.
In der Zwischenzeit schmiedet der eitle Prince Charming einen Racheplan, denn die Niederlage, die er gegen Shrek einstecken musste, kann und will er nicht auf sich sitzen lassen – schließlich sieht er sich selbst als den rechtmäßigen Thronerben von Weit Weit Weg an. In einer düsteren Spelunke im Wald verbündet er sich mit einigen bekannten Schurken aus dem Märchenreich und gemeinsam wollen sie für ihr lange ersehntes persönliches Happy End kämpfen. So überfallen sie schließlich das Königreich und Prince Charming sieht sich endlich am Ziel seiner Träume angelangt: auf dem Thron von Weit Weit Weg.
Shrek, der von alledem nichts ahnt, hat mittlerweile Arthur Pendragon, genannt Artie, gefunden. Doch der zukünftige König stellt sich als Teenager heraus, der von seinen Mitschülern am laufenden Band gehänselt wird, mit anderen Worten ein Verlierer. Und ausgerechnet an Shrek ist es nun einen richtigen König aus ihm zu machen. Zudem ahnt er noch nicht welche Probleme ihn bei seiner Rückkehr erwarten…

Kritik

Shrek, der große grüne (Anti-)Held, ist zurück und stellt in bekannt lustiger Manier die bunte Märchenwelt auf den Kopf. Gemeinsam mit seinem "Schlachtross" dem Esel und dem Gestiefelten Kater begibt er sich in sein nächstes aufregendes Abenteuer. Viele alte Bekannte aus den ersten beiden Teilen sind ebenfalls mit von der Partie, als da wären: Shreks "liebreizende" Frau Fiona, sowie Königin Lillian und der Froschkönig Harold. Natürlich dürfen auch Shreks andere Freunde und Gehilfen nicht fehlen, und so spielen auch der Pfefferkuchenmann, Pinocchio, der böse Wolf und die drei Schweinchen wieder eine Rolle. Und auch der Bösewicht ist wohlbekannt – es ist der selbstverliebte und auf Rache sinnende Prince Charming.
Neben diesen wohlbekannten Figuren sind auch viele neue "Gesichter" im Film zu sehen. Prince Charming mobilisiert viele bekannte Bösewichte aus der Märchenwelt für seinen Racheplan, unter anderem Captain Hook, die Böse Königin aus „Schneewittchen“, Rumpelstilzchen, viele Hexen auf ihren fliegenden Besen, verzauberte Bäume und noch viele weitere mehr. Zwei wichtige neue Charaktere sind zweifelsohne Arthur und Merlin. Damit bedienen sich die Filmemacher in "Shrek der Dritte" zwei weiteren Figuren aus der Märchen-, oder in diesem Fall eher Sagenwelt. Der junge Arthur wird allerdings ganz anders dargestellt, als in der sicher Vielen bekannten Legende. In diesem Film ist er zunächst ein hilfloser Teenager, der an der Worcestershire Highschool von seinen Mitschülern pausenlos für üble Scherze missbraucht wird – besonders Lancelot(!) tut sich hier hervor. Als Arthur erfährt, welche Gefahren mit seiner Regentschaft verbunden sind, will er um keinen Preis mehr König werden und erst Shreks Überredungskünsten ist es zu verdanken, dass es sich der verängstigte Junge doch noch anders überlegt. Auf ihrer Reise treffen sie auf eine weitere wichtige Figur aus der Arthus-Sage – dem Zauberer Merlin. Auch diese Figur wird von den Filmschaffenden gehörig durch den Kakao gezogen, wie sollte es auch anders sein. Merlin lebt als verwirrter Einsiedler im Wald und befindet sich gerade auf einer spirituellen Reise, um sein eigenes Ich zu ergründen. Dass das natürlich mit jeder Menge lustiger Begebenheiten verbunden ist, muss ich an dieser Stelle wohl nicht erwähnen. Auch Fiona hat in der Zwischenzeit neue Freundschaften geschlossen und so sitzt sie bei einer Babyparty unter anderem gemeinsam mit Schneewittchen, Rapunzel, Dornröschen und Aschenputtel an einem Tisch. Als Prince Charming in Shreks Abwesenheit das Königreich überfällt und diesen schließlich bei seiner Rückkehr auch noch gefangen nehmen kann, sind die Frauen auf sich selbst gestellt. Jetzt ist Frauen-Power angesagt und dabei stellen die uns aus anderen Märchen bekannten Hauptprotagonistinnen einige neue und unerwartete Fähigkeiten unter Beweis. Jedoch ist auch eine Verräterin unter ihnen – wer das ist, wird an dieser Stelle natürlich nicht verraten.

Nach den überwältigenden Erfolgen der ersten beiden "Shrek"-Filme, die zusammen mehr als 1,4 Milliarden US-Dollar einspielten, war es nicht weiter verwunderlich, dass auch ein dritter Teil auf den Weg gebracht wurde. Und auch dieser scheint von Erfolg gekrönt zu sein, hat er doch allein in den USA bereits mehr als 260 Millionen US-Dollar eingefahren. Diesmal übernahm jedoch nicht Andrew Adamson wie bei den ersten beiden Teilen das Regiezepter, sondern Chris Miller legt mit "Shrek the Third" sein Regiedebüt vor. Miller war jedoch auch schon an den ersten beiden Teilen beteiligt. Er wirkte an der Animation mit, schrieb zusätzliche Dialoge und übernahm kleine Sprechrollen. Nun trägt er also die Hauptverantwortung für den Film und macht dabei sichtlich keine schlechte Figur. Die Animation ist wieder einmal perfekt gelungen, wie man es von einer DreamWorks Animations Produktion auch nicht anders erwartet hat. Zudem bietet die Story mit dem Rückgriff auf die Arthus-Sage einen neuen Handlungsstrang und ist gespickt mit Situationskomik und witzigen Sprüchen.

Doch was wären die toll animierten Figuren ohne ihre Sprecher, die ihnen Leben einhauchen? Man stelle sich den Esel ohne Eddie Murphys sonore Stimme und ohne sein komödiantisches Talent vor. In der Originalfassung sind neben Murphy natürlich auch wieder alle anderen Stars mit an Bord, von Mike Myers, über Cameron Diaz und Antonio Banderas bis hin zu dem fabelhaften John Cleese, der es vermag, trotz seiner nur kurzen Rolle, dem Film seinen Stempel aufzudrücken. Dazu gesellen sich so namhafte Neulinge wie Justin Timberlake und Eric Idle, der wie Cleese der legendären britischen Comedy-Truppe Monty Python entstammt. In der deutschen Synchronfassung sind unter anderem Sascha Hehn, Esther Schweins, Benno Fürmann oder Marie-Luise Marjan zu hören.

Für die Musik zeichnet einmal mehr Harry Gregson-Williams verantwortlich, der bereits die Musik zu den ersten beiden Teilen beisteuerte. Auch diesmal gelingt es ihm stets den richtigen Ton zu treffen, egal ob es sich um ruhige oder actionreiche Passagen handelt. Das altbekannte "Shrek-Theme" ist natürlich ebenfalls während des Films zu hören und doch gelingt es dem Komponisten es ein wenig abzuwandeln, so dass es nicht langweilig wird.
Im Zusammenhang mit der Musik ist noch die Reminiszenz an den James Bond Song "Live and Let Die" von Paul McCartney & The Wings zu erwähnen.

Fazit: Mit "Shrek der Dritte" liefert DreamWorks einen weiteren Spaß für die ganze Familie ab. Die tolle Animation, sowie die vielen neuen Figuren machen den Film zum Erlebnis, so dass er sicher wie seine Vorgänger ein Erfolg an den Kinokassen wird. Ein vierter Teil ist im Übrigen auch bereits in Planung, allerdings sollte man sich bei den Verantwortlichen vielleicht fragen, ob die Story nicht allmählich langweilig wird.


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